„Bei Herzschwäche ist der Faktor Zeit entscheidend“

„Bei Herzschwäche ist der Faktor Zeit entscheidend“

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Dr. Klaus Edel, Chefarzt Kardiologische Rehabilitation im Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg an der Fulda, beantwortet die vier wichtigsten Fragen zum Thema Herzschwäche.

1. Was ist eine Herzschwäche?

Eine Herzschwäche (auch Herzinsuffizienz) entsteht, wenn der Herzmuskel schwächer wird und nicht mehr die Kraft hat, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. Rund vier Millionen Deutsche leben mit der Diagnose Herzinsuffizienz,1 und die Dunkelziffer ist noch deutlich höher.

2. Was sind typische Symptome?

Praktisch alle Patient:innen sind bereits bei kleinsten Anstrengungen erschöpft. Dazu spüren sie Atemnot, die sich zunächst bei hoher Belastung, wie schnelles Treppensteigen, bemerkbar macht. Manche leiden auch unter Herzrasen, nächtlichem Wasserlassen, Husten oder Schwellungen der Beine und des Bauchs.

3. Was sind die häufigsten Ursachen?

Hauptursache ist die koronare Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße verkalken. Auf Platz zwei und drei folgen zu hoher Blutdruck und Typ-2-Diabetes. Dazu kommen Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, erhöhte Cholesterinwerte und Übergewicht.

4. Warum ist Früherkennung so wichtig?

Der Faktor Zeit ist entscheidend: Je früher man die Diagnose erhält und eine Therapie beginnt, desto besser und länger kann man damit leben. Deshalb sollte man bei ersten Symptomen den Hausarzt/die Hausärztin ansprechen. Diese/r kann z. B. mit einem einfachen Bluttest feststellen, ob ein Verdacht auf eine Herzschwäche vorliegt. Die weitere Abklärung erfolgt durch einen Kardiologen/eine Kardiologin.

5. Wie kann man einer Herzschwäche vorbeugen?

Eine herzgesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse, die dazu beiträgt, das Gewicht zu regulieren, spielt eine wichtige Rolle. Dazu kommt der Faktor Bewegung. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen, davon fünf Minuten etwas schneller, damit man leicht ins Schwitzen kommt. Generell kann man sagen: Bewegt sich der Mensch freut sich das Herz. Leidet man unter Begleiterkrankungen wie hohem Blutdruck und Typ-2-Diabetes, ist es wichtig, frühzeitig aktiv zu werden und sich optimal einstellen zu lassen.

5. Wie kann man einer Herzschwäche vorbeugen?

Eine herzgesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse, die dazu beiträgt, das Gewicht zu regulieren, spielt eine wichtige Rolle. Dazu kommt der Faktor Bewegung. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen, davon fünf Minuten etwas schneller, damit man leicht ins Schwitzen kommt. Generell kann man sagen: Bewegt sich der Mensch freut sich das Herz. Leidet man unter Begleiterkrankungen wie hohem Blutdruck und Typ-2-Diabetes, ist es wichtig, frühzeitig aktiv zu werden und sich optimal einstellen zu lassen.

  1. Herzschwäche: Symptome und Therapie | Herzstiftung. (o. D.). https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herzinsuffizienz

Schütt, K., Aberle, J., Bauersachs, J., et al. (2022). Positionspapier Herzinsuffizienz und Diabetes. Kardiologie, 16(5), 358–371. https://doi.org/10.1007/s12181-022-00562-4

Theresa A McDonagh, Marco Metra, Marianna Adamo, et. al., ESC Scientific Document Group , 2021 ESC Guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure: Developed by the Task Force for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure of the European Society of Cardiology (ESC) With the special contribution of the Heart Failure Association (HFA) of the ESC, European Heart Journal, Volume 42, Issue 36, 21 September 2021, Pages 3599–3726, https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehab368

Impressum
MedTriX GmbH, Unter den Eichen 5, 65195 Wiesbaden.
Die Herausgeber übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte.
Mit freundlicher Unterstützung von Roche.

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