„Ich habe meine Diagnose 12 Jahre zu spät bekommen“

„Ich habe meine Diagnose 12 Jahre zu spät bekommen“

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Winfried Klausnitzer (73) aus Nürnberg über seinen Weg zur Diagnose Herzinsuffizienz – und was er anderen Betroffenen rät.

Sie leben seit vielen Jahren mit einer Herzschwäche. Wann und wie wurde diese bei Ihnen festgestellt?

Mit etwa 40 Jahren hatte ich einen stillen Herzinfarkt, der unbemerkt blieb und die Herzrückwand beschädigte. Fast zehn Jahre später gingen dann die ersten Probleme mit Atemnot und einer geringeren Leistungsfähigkeit los. Danach dauerte es noch einmal 12 Jahre, bis ich schließlich die Diagnose Herzschwäche erhielt – eine Krankheit, von der ich noch nie zuvor gehört hatte.

Warum hat die Diagnose so lange gedauert?

Bei mir wurde die Herzschwäche nicht erkannt – und das, obwohl ich Diabetes habe und damit zur Risikogruppe gehöre. Hätte man damals einen einfachen Bluttest gemacht, wäre ich schon viel früher diagnostiziert worden. Damit wäre mir eine lange Leidenszeit erspart geblieben, und meine Therapie hätte viel früher beginnen können. Damit bin ich nicht allein: Offiziell leben ca. 4,2 Millionen Deutsche mit einer Herzschwäche – die Dunkelziffer ist vier bis fünf Mal so hoch.

Herr Klausnitzer, wie hat sich Ihr Leben nach der Diagnose verändert?

Die Therapie hat bei mir schnell angeschlagen. Wenn man plötzlich wieder ohne Pausen in den zweiten Stock hochkommt, verbessert das die Lebensqualität enorm. Zu Beginn musste ich lernen, mich an die Therapieregeln zu halten und stärker auf Werte wie Gewicht und Blutdruck zu achten. Dann kamen neue Medikamente dazu, die sowohl bei Herzinsuffizienz als auch bei Diabetes helfen, was ideal für mich war.

Was sind Ihre Tipps für ein gutes Leben mit Herzinsuffizienz?

Nehmt euch alle Zeit der Welt, um das Leben zu genießen und achtet dabei auf einen gesunden Lebensstil mit Bewegung und einer bewussten Ernährung. Das geht! Was mir besonders am Herzen liegt: Wer unter Diabetes leidet oder erste Anzeichen wie Atemnot oder Leistungsschwäche bemerkt, sollte immer den Arzt bzw. die Ärztin nach einem Bluttest fragen. Denn je früher die Diagnose, desto besser die Therapiechancen.

Nehmt euch alle Zeit der Welt, um das Leben zu genießen und achtet dabei auf einen gesunden Lebensstil mit Bewegung und einer bewussten Ernährung. Das geht! Was mir besonders am Herzen liegt: Wer unter Diabetes leidet oder erste Anzeichen wie Atemnot

oder Leistungsschwäche bemerkt, sollte immer den Arzt bzw. die Ärztin nach einem Bluttest fragen. Denn je früher die Diagnose, desto besser die Therapiechancen.

Schütt, K., Aberle, J., Bauersachs, J., et al. (2022). Positionspapier Herzinsuffizienz und Diabetes. Kardiologie, 16(5), 358–371. https://doi.org/10.1007/s12181-022-00562-4

Impressum
MedTriX GmbH, Unter den Eichen 5, 65195 Wiesbaden.
Die Herausgeber übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte.
Mit freundlicher Unterstützung von Roche.

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