Ketoazidose-Prävention: Aufklärung auf der Straße

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Ketoazidose-Prävention durch Typ-1-Diabetes-Aufklärung auf der Straße: Mit einem Silo-Zug des Fuhrunternehmers Andreas Koch wird auf die 4 Diabetes-Warnzeichen aufmerksam gemacht.
Foto: Förderer/Nuber MedTriX Group
Ketoazidose-Prävention: Aufklärung auf der Straße

Die DDG forciert gemeinsam mit Partnern die Früherkennung der Ketoazidose, also stark erhöhte Blutzuckerwerte über 250mg/dl (13,9mmol/l). Nun wurde ein Video produziert über eine beachtliche Aufklärungsaktion zur Ketoazidose-Prävention – gemeinsam mit der MedTriX Group (die den Diabetes-Anker betreibt) und der diabetes zeitung.

In der ersten Coronawelle nahmen die schweren Verläufe deutlich zu. Es wurden doppelt so viele Ketoazidosen bei Diabetes-Manifestationen beobachtet als in den Jahren zuvor, hieß es auf einer Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Gründe dafür waren abgesagte Sprechstunden, verschobene Vorsorge, Fokus auf andere Symptome. Dabei sind die Symptome des Diabetes bei Manifestation leicht erkennbar.

„Leider wusste ich nicht, was Typ-1-Diabetes ist“

So war das auch bei der kleinen Josephine (7): Die klassischen Zeichen waren alle da. Aber Familie Koch war nicht vertraut mit den Symptomen – wie die meisten Menschen: „Leider wusste ich nicht, was Typ-1-Diabetes ist. Ich hätte es mir gewünscht“, sagt Mutter Kerstin Koch. Der Schock war umso größer, die Symptome wurden nicht erkannt.

Josephine hatte Glück, dass sie vor einer schweren Entgleisung, also einer diabetischen Ketoazidose, in rechte Bahnen gelenkt wurde. Beim Team der Uni-Kinderklinik Tübingen war sie am richtigen Ort: Die Diagnose wurde sofort gestellt, eine moderne Insulintherapie direkt eingeleitet. Warnzeichen früh erkennen – dafür plädieren die Kochs aus dem schwäbischen Ratshausen gerade nach den Erfahrungen, die sie in der eigenen Familie gemacht haben. Vater Andreas ist Fuhrunternehmer, seine Spedition umfasst Dutzende Lkw.

Ketoazidose-Prävention: Silo-Zug klärt auf über Diabetes-Warnzeichen

Einen davon, einen Silo-Zug, benutzt er nun zur Aufklärung auf der Straße. „Eine Mitarbeiterin von Prof. Neu hatte uns bei der Schulung gefragt, ob wir bereit wären, einen Lkw mit den 4 Warnzeichen zu beschriften. Ich fand das von Anfang an eine sehr gute Idee. Denn ich denke, auf der Straße kann man schon ein sehr großes Publikum erreichen.“ Der Laster fährt nun durch Deutschland. Und jeder, der ihn sieht, sieht die Warnzeichen. So bringt man eine Kampagne ins Rollen – im wahrsten Sinn!

Die MedTriX Group, in der die diabetes zeitung erscheint, schließt sich der Aufklärungsarbeit an: Gemeinsam mit der DDG und den Kochs wurde ein Video produziert: Hauptdarsteller sind Josephine, ihre Geschwister, ihre Eltern. Und: der Silozug.


von Günter Nuber

Günter Nuber studierte Publizistik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und war danach Volontär beim Kirchheim-Verlag, Mainz. Er ist Redaktionsleiter der MedTriX GmbH und dort Teamleiter Diabetologie. Außerdem ist er Host des Podcasts „O Ton Diabetologie“. Zuvor war er langjähriger Chefredakteur des Diabetes-Journals und Redaktionsleiter (Kirchheim-Verlag).

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  • florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 5 Stunden

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

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    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 6 Tagen, 16 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.