Kampagne „#SagEsLaut #SagEsSolidarisch“: Wie Ernährung das Leben mit Diabetes prägt

2 Minuten

Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch zeigt die herausfordernde Rolle der Ernährung bei Diabetes auf
© iStockphoto
Kampagne „#SagEsLaut #SagEsSolidarisch“: Wie Ernährung das Leben mit Diabetes prägt

Anlässlich des Tages der gesunden Ernährung am 7. März startet die Social-Media-Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch von diabetesDE mit einer neuen Aktion ins Jahr 2024. Thema ist „Wie Ernährung das Leben mit Diabetes prägt“, u.a. mit Videos von Menschen mit Diabetes, die Einblicke geben in den täglichen Prozess der Mahlzeitenvorbereitung, der Kohlenhydratberechnung und den Umgang mit Blutzucker- und Gewichtsschwankungen.

Rund 11 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland (inklusive Dunkelziffer) müssen sich tagtäglich bewusst machen, welche Lebensmittel sie konsumieren und welche Auswirkungen diese auf ihren Blutzuckerspiegel haben könnten. „Die Ernährung spielt in jeder Diabetes-Therapie eine übergeordnete Rolle. Menschen mit Diabetes wünschen sich daher seit langem eine individualisierte Ernährungsberatung, erhalten diese aber in den seltensten Fällen“, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin der Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch zeigt die herausfordernde Rolle der Ernährung bei Diabetes auf

Um darauf aufmerksam zu machen, startet diabetesDE im Rahmen der erfolgreichen Social-Media-Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch anlässlich des diesjährigen Tags der Ernährung die Aktion „Wie Ernährung das Leben mit Diabetes prägt“. „Nach dem Motto ‚Mit Herz und Geschmack‘ wollen wir mit unserer Aktion Empathie dafür wecken, dass das tägliche Auseinandersetzen mit der Wirkung von Lebensmitteln eine große Herausforderung und Komplexität für Menschen mit Diabetes bedeutet, die Zeit und Muße kosten“, so Mattig-Fabian. Für die Aktion konnten zwei Lautsprecher*innen gewonnen werden: Kathi ( Typ-1-Diabetes; Instagram-Handle: @diabeteswelt_lipaktiv) und Daniel (Typ-2-Diabetes; @daniellensing) geben Eindrücke in sorgfältige Planungen und bewusste Ernährungsentscheidungen als Ausdruck der Selbstfürsorge.

„Die ständige Überwachung meiner Werte und die Berechnung der passenden Insulindosis gehören für mich zum Alltag. Ich habe mich bewusst entschieden, nur wenige Kohlenhydrate zu essen. Dadurch hat sich meine durchschnittliche Insulin-Menge am Tag auf weniger als die Hälfte reduziert“, erzählt Kathi. Daniel ergänzt: „Bei Typ-2-Diabetes ist die Auswahl gesunder und ausgewogener Lebensmittel wichtig. Regelmäßig prüfe ich unbekannte Lebensmittel, um herauszufinden, wie viel Kohlenhydrate enthalten sind. Schokolade esse ich nur mit einem sehr hohen Kakaoanteil, da sind weniger Zucker und Kohlenhydrate drin.“

Mehr zum Thema
➤ Millionen von Menschen zum Weltdiabetestag eine Stimme geben: #SagEsLaut #SagEsSolidarisch

Die Kampagne soll auch darauf aufmerksam machen, wie viele Mythen über Lebensmittel im Zusammenhang mit Diabetes kursieren. So hält sich hartnäckig der Mythos, Menschen mit Diabetes dürften gar keine Süßigkeiten essen. Dabei ist wie bei stoffwechselgesunden und normalgewichtigen Menschen in Maßen alles erlaubt. Ganz aktuell in der Diabetes-Community ist das Thema „Meal prep“, denn eine gesunde Essensvorbereitung für den nächsten Arbeitstag ist zumeist ausgewogener als Kantinen- oder ToGo-Essen. Caro (@sweet.caromell.type2), Annika (@onyva_13) und Ümit (@uesabln), die alle Typ-2-Diabetes leben, rufen ab dem 11. März zur „Brotdosenchallenge“ auf.

Mehr Informationen finden Interessierte auch auf den Social-Media-Kanälen von diabetesDE:


von Redaktion Diabetes-Anker

mit Materialien von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Alexander Zverev holt als erster Mensch mit Diabetes einen Grand-Slam-Titel – und die Community feiert mit!
Alexander Zverev schreibt in Paris Geschichte: Als erster Mensch mit Diabetes holt er den Grand-Slam-Titel bei den French Open. Die Diabetes-Community feiert den Triumph als Moment der Sichtbarkeit und Ermutigung.
Alexander Zverev holt als erster Mensch mit Diabetes einen Grand-Slam-Titel – und die Community feiert mit! | Foto: Like tears in rain / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0); Bearbeitung: Zuschnitt

5 Minuten

Brennen für Prävention: DDG-Geschäftsführerin Barbara Bitzer im Interview
In einem engagierten Team in Vorstand und Geschäftsstelle der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ist Barbara Bitzer als Geschäftsführerin tätig. Sowohl ihre Arbeit mit den „Profis“ und für sie als auch der Einsatz für die Belange der Menschen mit Diabetes ist ihr auf ihrem Berufsweg wichtig. Das Thema Prävention liegt ihr dabei besonders am Herzen, wie sie im Interview verrät.
Brennen für Prävention: DDG-Geschäftsführerin Barbara Bitzer im Interview | Foto: DDG/Dirk Deckbar

12 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%