Adventszeit mit Diabetes: Strategien für gute Blutzucker-Kontrolle und Naschen ohne Reue

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Adventszeit mit Diabetes: Strategien für gute Blutzucker-Kontrolle und Naschen ohne Reue
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Adventszeit mit Diabetes: Strategien für gute Blutzucker-Kontrolle und Naschen ohne Reue

Überall locken süße Leckereien: In der Adventszeit und an den Feiertagen sind wir wieder einem Überangebot an leckeren, aber eher ungesundem Essen ausgesetzt. Wie Menschen mit Diabetes dabei trotzdem die Blutzucker-Kontrolle nicht aus den Augen verlieren und auch ohne Reue naschen können, erklären Vertreterinnen des Berufsverbands für Diabetes-Beratung.

In der Advents- und Weihnachtszeit locken süße Versuchungen wie Christstollen und Spekulatius. In einer Presse-Information betont der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD), dass auch Menschen mit Diabetes ohne schlechtes Gewissen genießen dürfen und bietet Tipps für ein zuckerbewusstes Feiern. Nützlich auch für Menschen ohne Diabetes, die auf ihr Gewicht achten möchten.

Naschen mir Diabetes in der Adventszeit: selbst Backen und bewusste Zutatenwahl gut für die Blutzucker-Kontrolle

Die VDBD-Vorsitzende Dr. Haller rät dazu, Plätzchen und anderes Gebäck besser selbst zu machen. Denn in fertigen Produkten, die nun allerorts zu erwerben sind, ist unnötig viel Zucker enthalten und sie sind meist mit Weizenmehl hergestellt. „Das sind Stellschrauben, an denen man drehen kann, um das Weihnachtsgebäck etwas gesünder zu machen“, unterstreicht Dr. Haller. Das habe nicht nur den Vorteil, dass die Zutaten selbst ausgesucht werden können, „selbst Backen macht zudem auch deutlich mehr Spaß“, so die Diabetesberaterin und promovierte Medizinpädagogin. Dr Haller empfiehlt, den Zuckeranteil zu reduzieren oder durch Süßungsmittel wie Erythrit zu ersetzen. Zudem unterstützten pflanzliche Öle statt tierischer Fette eine gesunde Ernährung und verringern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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➤ Adventszeit – Tipps für Plätzchenbacken

Darüber hinaus sei zu empfehlen, Vollkorn- oder Dinkelmehl anstelle von Weizenmehl zu verwenden, da die enthaltenen Kohlenhydrate langsamer ins Blut gehen. Doch woher weiß man überhaupt, wie viele Kohlenhydrate in den Leckereien stecken? Dazu verweisen die VDBD-Expertinnen auf die aktualisierte KE-Tabelle, die der VDBD kürzlich in Zusammenarbeit mit diabinfo.de veröffentlicht hat. Diese könne helfen, den Kohlenhydratanteil in Nahrungsmitteln zu überwachen. „Hier lässt sich leicht nachschauen, welche Kohlenhydrateinheiten (KE) die Nahrungsmittel haben, um so eine bessere Übersicht über den Gesamtanteil der Kohlenhydrate im Essen zu erhalten“, erklärt Dr. Haller. Auch beliebte Süßigkeiten seien dort aufgeführt.

Moderater Süßigkeiten- und Alkoholkonsum, Stress vermeiden und auf ausreichend Bewegung achten

Das VDBD-Vorstandsmitglied Theresia Schoppe mahnt zu maßvollem Genuss und warnt vor der Verführung durch ständig verfügbare Süßigkeiten: „Was die Weihnachtszeit so ‚gefährlich‘ für alle macht, ist, dass man überall einem Überangebot ausgesetzt ist. Man geht gern über den Weihnachtsmarkt, trinkt und isst dort und anschließend werden zu Hause noch die Plätzchen ausgepackt“. Generell gilt hier: Besser einmal sündigen als mehrfach täglich, empfiehlt Schoppe. Auf diese Weise verhindert man übermäßig viele Glukosespitzen über den Tag. Auch beim Alkoholkonsum empfiehlt die Diabetesberaterin und Ernährungswissenschaftlerin zu Maß und Vorsicht. denn der Alkoholverzehr sei mit verschiedenen Risiken verbunden, wie zum Beispiel Unterzuckerungen bei Insulinbehandlung, und sollte daher immer mit dem Behandlungsteam abgesprochen werden.

Um das Schlemmen auszugleichen, ist darüber hinaus ausreichend Bewegung im Adventsalltag empfehlenswert, so die beiden Expertinnen. Nach üppigen Mahlzeiten biete sich beispielsweise ein Verdauungsspaziergang an. Auch der obligatorische vorweihnachtliche Stress sollte möglichst vermieden werden. Denn: „Stress kann hohe Blutzuckerwerte verursachen, die sich dann im Dauerstress schlechter senken lassen“, erklärt Dr. Haller. Da viele Menschen an Feiertagen ihre Routinen verlassen und übermäßig sitzen, schlafen und essen, ist es nicht ungewöhnlich, dass zu Weihnachten erhöhte Blutzuckerwerte auftreten können. „Routinen sollten daher so gut wie möglich eingehalten und der Glukosespiegel regelmäßig überprüft werden“, rät Schoppe abschließend.



von Redaktion Diabetes-Anker

mit Materialien des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD)

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?