Umfrage für den Diabetes- und Technologie-Report – letzte Chance zum Mitmachen!

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Umfrage für Diabetes- und Technologie-Report – noch bis 30. November teilnehmen
© Kerstin Remus/ Kinderkrankenhaus auf der Bult
Umfrage für den Diabetes- und Technologie-Report – letzte Chance zum Mitmachen!

Jedes Jahr findet eine Umfrage zu den Themen neue Diabetes-Technologie und digitale Anwendungen statt. Alle zwei Jahre werden im Rahmen dieser Umfrage für den Diabetes- und Technologie-Report (D.U.T-Report) neben Ärztinnen und Ärzten auch Menschen mit Diabetes gefragt, auch dieses Jahr. Die Initiatoren bitten: Macht mit und unterstützt damit eine bessere Diabetes-Versorgung!

Vor vier und vor zwei Jahren hatte das unabhängige Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) schon einmal gefragt, wie Menschen mit Diabetes neue Technologien für ihre Behandlung und deren Zukunfts-Trends beurteilen. Die Resonanz war überwältigend: 5.844 Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern mit Diabetes hatten an den bisherigen zwei Befragungen teilgenommen.

So funktioniert die Umfrage – die Teilnahme ist einfach und geht schnell:
Mitmachen an der Umfrage für den Diabetes- und Technologie-Report (D.U.T-Report) 2024 können Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes. Ganz bequem online per Computer, Tablet oder Smartphone unter: de.research.net/r/dt24dj

Die Umfrage wird vom unabhängigen Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) durchgeführt. Die Antworten sind völlig anonym, persönlichen Daten werden nicht gespeichert. Die Umfrage findet noch bis zum 30. November 2023 statt.

Die Ergebnisse ergaben erstmals ein umfassendes Bild, wie Patientinnen und Patienten moderne Technologien bei Diabetes, z. B. Insulin-Pumpen, „smarte“ Insulin-Pens, Systeme für die kontinuierliche Glukose-Messung (CGM), Apps, Telemedizin, Video-Schulungen selbst beurteilen. Dies Befragten beantworteten auch, welche Chancen, aber auch Risiken sie diesbezüglich aktuell und in der nächsten Zukunft erwarten.

Zunahme von modernen Diabetes-Technologien, Diabetes-Schulungen zu selten besucht

Die Ergebnisse sind zum einen wichtig, um belastbare Daten zu bekommen, wie häufig Diabetes-Technologie zum Einsatz kommt. Aus den bisher erfassten Daten konnten die Initiatoren des FIDAM schlussfolgern, dass mittlerweile bereits 77 Prozent aller Menschen mit Typ-1-Diabetes ein CGM-System nutzen und etwa jeder Dritte eine Insulinpumpe. Bei bereits ca. 12 Prozent steuert ein Algorithmus auf der Basis von CGM-Werten die Insulindosierung über eine Insulinpumpe (automatisierte Insulin-Dosierung, AID), Tendenz steigend. Menschen mit Typ-2-Diabetes nutzen vor allem CGM-Systeme, sehr selten hingegen bislang einen Smart-Pen zur digitalen Erfassung der Insulinabgaben.

Weiterführende Informationen
➤ zur Website des Diabetes- und Technologie-Reports

Aber auch Versorgungsmängel zeigen die Ergebnisse auf. So gab ein erstaunlich großer Anteil der Befragten der letzten Umfrage an, entweder überhaupt nicht oder nur ein einziges Mal an einer Schulung teilgenommen zu haben. Das ist deutlich zu wenig, da moderne Technologien ohne Schulung nicht richtig angewendet werden, weil nicht alle Menschen technikaffin sind und mit den Technologien gut zurechtkommen. In einer Umfrage mit dem Umfrage-Panel dialink, konnten die FIDAM-Forschenden feststellen, dass Personen, die CGM nutzen, deutlich weniger häufig die verschiedenen Alarme verwenden als Personen, die eine entsprechende Schulung besucht haben.

Sicht der Betroffenen: Darum lohnt es, an der Umfrage zum Diabetes- und Technologiereport teilzunehmen

Da sich Diabetes-Technologien schnell verändern und die Digitalisierung voranschreitet, bittet das FIDAM in diesem Jahr erneut, Eure Meinung zu neuen Technologien und der Digitalisierung in der Diabetestherapie zu äußern. Die Ergebnisse werden im Diabetes- und Technologiereport (D.U.T-Report) 2024 veröffentlicht, sodass auch die Stimme von Menschen mit Diabetes ein Gewicht erhält, da der Bericht auch von Kostenträgern und der Politik wahrgenommen wird. Dieses Jahr wird die Umfrage erstmals auch in Österreich und der Schweiz durchgeführt, um einen Eindruck zu erhalten, wie die Situation in Deutschland im Vergleich zu den beiden anderen Ländern ist.

(Beitrag zuletzt aktualisiert am 30.11.2023, 7 Uhr, veröffentlicht am 23.11.2023, 18:25 Uhr)



von Prof. Dr. Bernhard Kulzer, Leiter des Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM)

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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