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Medizinische Fachangestellte nehmen in Studie zur Herzschwäche-Versorgung Schlüsselrolle ein
2 Minuten
Forschende des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz untersuchen in einer Studie, wie die bedarfsoptimierte Versorgung von Menschen mit Herzschwäche durch eine engmaschigere Betreuung durch Medizinische Fachangestellte (MFA) und den Einsatz einer eHealth-Plattform verbessert werden kann.
Im Rahmen der bundesweiten Studie HI-PLUS des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) am Universitätsklinikum Würzburg nehmen Medizinische Fachangestellte (MFA) eine Schlüsselrolle ein bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einer Herzschwäche (Fachbegriff: Herzinsuffizienz). In dieser Untersuchung soll herausgefunden werden, wie die intensivierte Betreuung durch nichtärztliches Fachpersonal und der begleitende Einsatz einer eHealth-Plattform die Versorgungsqualität verbessern können.
„Herzschwäche-Patienten erhalten oft keine leitlinien- oder bedarfsgerechte Therapie“
Prof. Dr. Stefan Störk erklärt die Notwendigkeit dieser Untersuchung: „Die Versorgung von Menschen, die an Herzinsuffizienz leiden, ist sehr komplex“. Vor allem nach der Diagnose oder einem herzschwächebedingten Klinikaufenthalt Krankenhauseinweisung übersteige die individuelle, umfängliche Behandlung häufig die Kapazitäten in hausärztlichen und kardiologischen Praxen. „Herzinsuffizienz-Patienten erhalten daher oft keine leitlinien- oder bedarfsgerechte Therapie,“ so der Kardiologe, der die Abteilung für Klinische Forschung und Epidemiologie am DZHI sowie das Fortbildungsprogramms für Herzinsuffizienz-Pflegekräfte (HI-Nurse) und Spezialisierte Herzinsuffizienz-Assistenz (HI-MFA) leitet.
Herzschwäche – Diabetes und Übergewicht als Hauptursachen bei Unter-50-Jährigen
Die Zahl der Menschen mit einer chronischen Herzschwäche wächst stetig, in Deutschland sind mehr als drei Millionen betroffen. Herzinsuffizienz ist mit einer höheren Sterblichkeit verbunden als die meisten Tumorerkrankungen. Sie tritt bei immer mehr Menschen unter 50 Jahren auf, Hauptgründe sind Übergewicht und Diabetes. Mehr als die Hälfte der Herzschwäche-Patientinnen und -Patienten hat fünf oder mehr Begleiterkrankungen. Die ambulante Pflege und Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz ist daher sehr anspruchsvoll.
In bisherigen Versorgungsprogrammen wurde laut DZHI bereits gezeigt, dass eine engmaschigere Betreuung der Menschen mit Herzschwäche zu einer gesteigerten Krankheitskompetenz und damit zu deutlich verbesserten Behandlungsergebnissen führt. HI-PLUS baue darauf auf und soll zeigen, dass eine zwölfmonatige Behandlung im Rahmen eines strukturierten Behandlungsprogramms die Versorgungsqualität von Herzschwäche-Erkrankungen im Vergleich zur derzeitigen Standardversorgung noch weiter voranbringen kann.
HI-PLUS: intensive Schulung für Medizinische Fachangestellte für eine engmaschigere Herzschwäche-Versorgung
Das DZHI bildet HI-MFA bereits seit 2017 nach dem Lehrplan der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) aus. Neun von Ihnen haben Ende November ihre Fortbildung abgeschlossen und sind nun Teil von HI-PLUS. Insgesamt haben sich bislang 36 Medizinische Fachangestellte bundesweit im Rahmen der Studie spezialisiert. Neben dem HI-MFA-Lehrgang werden sie im intensivierten HI-PLUS-Patienten-Management und der Benutzung der eHealth-Plattform geschult. Mit letzterer können sich die Medizinischen Fachangestellten mit ärztlichem sowie nichtärztlichem Personal in den Praxen barrierefrei austauschen. Etwa über den Zustand der Betroffenen, die Behandlungsziele und Medikationsänderungen. Auf der Plattform gehen auch die Messwerte von Telemonitoring-Geräten ein, wie Waage, Blutdruckmessgerät und bei Bedarf EKG. Zudem werden alle Versorgungsprozesse werden automatisch dokumentiert.
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Die Studie wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) im Rahmen des Innovationsfonds für drei Jahre mit rund 3,3 Millionen Euro gefördert. Beiteiligt sind mehrere Institute der Universität Würzburg. Ein Team der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke befragt die Patientinnen und Patienten zur wahrgenommenen Versorgungsqualität und führt Interviews durch mit Ärztinnen, Ärzten sowie Medizinischen Fachangestellten zur Einführung und Akzeptanz der neuen Versorgungsform. Die Software-Firma SVA stellt die eHealth-Plattform und eine elektronische Fallakte zur Verfügung.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien des Universitätsklinikums Würzburg
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….