Neues AID-System: Kaleido-Insulinpumpe mit DBLG1-Algorithmus und G6-Sensoren verfügbar

1 minute

Neues AID-System: Kaleido-Insulinpumpe mit DBLG1-Algorithmus und G6-Sensoren verfügbar
Foto: ViCentra B.V.
Neues AID-System: Kaleido-Insulinpumpe mit DBLG1-Algorithmus und G6-Sensoren verfügbar

Seit Herbst 2023 steht ein weiteres kommerzielles Hybrid-AID-System zur Verfügung: Die neue Kaleido-Insulinpumpe in Kombination mit den bewährten DBLG1-Algorithmus und G6-Sensoren. Erste Verträge zur Kostenerstattung wurden nun bereits mit einigen Krankenkassen abgeschlossen.

Die seit wenigen Monaten in Deutschland verfügbare Insulinpumpe Kaleido vereint die Eigenschaften einer Patch-Pumpe mit denen einer konventionellen Schlauch-Pumpe. Im Gegensatz zu anderen Patch-Pumpen ist die Pumpentechnik wiederverwendbar und die einzelnen Verbrauchsmaterialien lassen sich unabhängig erneuern. Somit ist sie auch für Patienten mit hohem und sehr hohem Insulinverbrauch geeignet und hat eine vergleichsweise günstige Umweltbilanz. Sie ist die kleinste und leichteste der aktuell in Deutschland verfügbaren Pumpen. Durch zwei verschiedene Schlauchlängen kann sie wahlweise sowohl am Arm (im Sinne einer Patch-Pumpe) als auch am Bauch getragen werden.

Neues AID-System: DBLG1-Algorithmus wieder in Deutschland verfügbar – nun mit Kaleido-Insulinpumpe und G6-Sensoren

Die Verordnung des DBLG1-Hybrid-Closed-Loop-Algorithmus von Diabeloop für die automatisierte Insulindosierung (AID; automated insulin delivery) war in Deutschland zeitweise in Kombination mit der Insulinpumpe Accu-Chek Insight möglich. Jetzt verbindet der DBLG1-Algorithmus die Kaleido-Pumpe mit dem Dexcom-G6-Sensor zur kontinuierlichen Glukosemessung. Das DBLG1-Handset wurde in Farbe, Größe und Menüführung leicht verändert. Der Algorithmus selbst ist geblieben und die Updates sowie die Uploads der Daten in die Software-Cloud YourLoops funktionieren weiterhin über die integrierte SIM-Karte.

Beim Start des Algorithmus werden vier Parameter in das System eingegeben: Körpergewicht, Tages-Gesamt-Insulindosis, durchschnittliche Mahlzeiten-Größen und die Sicherheitsbasalrate, welche lediglich in den Fällen relevant wird, in denen der AID-Modus nicht zum Einsatz kommt. Die Glukose-Zielwerte lassen sich zwischen 100 und 130 mg/dl bzw. 5,6 und 7,2 mmol/l anpassen werden und die Aggressivität des Algorithmus ist personalisierbar für den Normal-Glukosebereich (Normoglykämie), für erhöhte Glukosewerte (Hyperglykämie) sowie pro Mahlzeit.

Laut dem Kaleido-Herstellerunternehmen ViCentra sind Verträge zur Kostenerstattung für dieses neu verfügbare hybride AID-System mit den wichtigsten Krankenkassen in Deutschland bereits abgeschlossen worden. Weitere Informationen gibt es unter hellokaleido.com/de.



von Redaktion Diabetes-Anker

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Kinder mit AID: Technik, Vertrauen und das ganz normale Familienleben
AID-Systeme haben das Familienleben grundlegend verändert. Sie stabilisieren Glukosewerte und schaffen Sicherheit, erfordern aber auch Wissen, Vertrauen und klare Abläufe in Schule, Freizeit und Beruf für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes.
Kinder mit AID: Technik, Vertrauen und das ganz normale Familienleben | Foto: DimaBerlin – stock.adobe.com

3 Minuten

Weltweit erster dualer Glukose-Keton-Sensor: „Libre Duo“-Systeme von Abbott erhalten CE-Kennzeichnung
Abbott hat die CE-Kennzeichnung für die weltweit erste duale Glukose-Keton-Sensor-Technologie erhalten. Die „Libre Duo“-Systeme messen kontinuierlich die Glukose- und Keton-Werte in einem Sensor – zur Früherkennung einer diabetischen Ketoazidose, die potentiell lebensbedrohlich ist.
Weltweit erster dualer Glukose-Keton-Sensor: „Libre Duo“-Systeme von Abbott erhalten CE-Kennzeichnung | Foto: Abbott

4 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

Verbände