Schwerbehindertenausweis

< 1 minute

Schwerbehindertenausweis

Viele Diabetiker haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Dieser kann einige Vorteile bringen, vor allem in Ausbildung und Beruf.

Nach den aktuellen Vorschriften liegt eine Schwerbehinderung bei Diabetes vor, wenn „täglich mindestens vier Insulininjektionen“ durchgeführt werden, wobei „die Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbstständig variiert werden muss“. Weiterhin müssen aufgrund des Diabetes „erhebliche Einschnitte“ vorliegen, die sich „gravierend auf die Lebensführung“ auswirken.

Vorteile durch den Schwerbehindertenausweis

Ein Schwerbehindertenausweis, den man ab einem Grad der Behinderung von 50 erhält (auf einer Skala von 0 bis 100) kann einige Vorteile bringen, z.B.:

  • erhöhter Kündigungsschutz,
  • Diskrminierungsschutz,
  • bis zu 5 Tage Sonderurlaub,
  • Freistellung von Mehrarbeit,
  • vorzeitige Altersrente,
  • Steuerfreibetrag (bei einem GdB 50: 570 €),
  • unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr,
  • Recht auf verlängerte Prüfung im Studium.

Den besonderen Kündigungsschutz (allerdings nur diesen) kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch erhalten, wenn man nicht schwerbehindert ist: Wer einen GdB von 30 erreicht, der kann eine Gleichstellung beantragen, wenn infolge der Behinderung und ohne die Gleichstellung der Arbeitsplatz konkret gefährdet wäre bzw. ein geeigneter Arbeitsplatz nicht erlangt werden kann.

Nachteilig bei Versicherungen

Nachteile kann der Schwerbehindertenstatus aber auch bringen, nämlich bei Versicherungen. Aufgrund des Risikos ist es in der Regel sehr schwierig, mit Diabetes eine Berufsunfähigkeits-, eine Lebens- oder (als Nichtbeamter) eine private Krankenversicherung zu erhalten.


⇒ zurück zur Übersicht

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Cholesterin-Dialog 2026: Werte messen, Risiko kennen und das Herz schützen
Ein erhöhter LDL-Cholesterinwert tut nicht weh – und ist trotzdem gefährlich. Beim Cholesterin-Dialog 2026 am Weltherztag stand im Mittelpunkt, dass jeder Mensch sein Herzrisiko kennen sollte, besonders Menschen mit Diabetes. Denn bei ihnen können hohe Cholesterinwerte das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich erhöhen.
Cholesterin-Dialog: Werte messen, Risiko kennen und das Herz schützen

3 Minuten

Erhabener Moment am Gipfel: Mit Diabetes und dem Mountainbike auf den Kilimandscharo

8 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 2 Wochen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂