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FreeStyle Libre 3: sechs Fragen an Abbott
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Wie läuft es mit dem FreeStyle Libre 3? Wird es den Libre 1 und 2 auch weiterhin geben? Und was hat es mit dem aktuellen Patentstreit mit Dexcom auf sich? Abbott hat Susannes Fragen schriftlich beantwortet.
Nun ist der FreeStyle Libre 3 von Abbott bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Antje hat schon im vergangenen Jahr auf der Blood Sugar Lounge von ihren Eindrücken berichtet. Höchste Zeit, Abbott nach den bisherigen Erfahrungen und der Zukunft von Libre 1 und Libre 2 zu befragen. Das Unternehmen wollte kein telefonisches Interview führen und hat stattdessen schriftlich auf meine Fragen geantwortet:
Welches Feedback hat Abbott zum FreeStyle Libre 3 erreicht?
Abbott: Das Feedback, das uns erreicht hat, ist sehr positiv. Besonders die Größe des Sensors sorgt für Begeisterung. Aber die Nutzer schätzen auch die Genauigkeit der gemessenen Werte und, dass die Handhabung unkompliziert ist, da die Werte jede Minute direkt auf das Smartphone übertragen und 14 Tage gespeichert werden. Scannen ist somit nicht mehr erforderlich, um Messungen zu erhalten. Und das Anbringen des Sensors ist einfach mit dem einteiligen Applikator.
Ganz besonders freuen wir uns auch, dass unsere Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit geschätzt werden – ein Thema, das auch bei Diabetes-Influencern diskutiert wird. Der kleinere FreeStyle-Libre-3-Sensor kommt mit 41 Prozent weniger Plastik aus und benötigt 43 Prozent weniger Papier bei der Verpackung – viele bestätigen uns, dass das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist.
Wie reagiert Abbott auf Kritikpunkte wie beispielsweise zu laute oder zu wenig individuell einstellbare Alarme?
Abbott: Die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes waren und sind der Ausgangspunkt unserer Entwicklungsarbeit zum FreeStyle-Libre-System. Damals vor dem Launch 2014 wollten wir ein System auf den Markt bringen, das Menschen mit Diabetes in ihrem Alltag wirklich unterstützt und ihnen Freiheit und Lebensqualität schenkt. Da liegt es in der Natur der Sache, dass wir auch Feedback sehr ernst nehmen.
Oft sind die Aspekte aber sehr vielschichtig und eine einfache Lösung nicht immer möglich. Nehmen wir das Beispiel Alarme. Manche wünschen sich, dass der Alarm leiser und diskreter ist bzw. unterschiedliche Einstellungen möglich sind. Dieser individuelle Wunsch ist absolut nachvollziehbar, deshalb sind unsere Alarme auch optional und können, nach persönlichem Bedarf, ein- und ausgeschaltet werden. Wir müssen uns jedoch vor Augen halten, dass ein Alarm ein Warnsignal ist, das gehört werden muss. Wir nehmen unsere Rolle bei der Vorbeugung von Unterzuckerungen sehr ernst, und deshalb muss eine bestimmte Lautstärke gegeben sein.
Unser Ansatz ist es jedoch, das System so einfach wie möglich zu halten, damit möglichst viele Menschen von der innovativen Technik des FreeStyle-Libre-Systems profitieren können. Und das gelingt uns aktuell auch: Wir haben Nutzer in allen Altersklassen und Behandler spielen uns zurück, dass sowohl Kinder als auch Senioren gut damit zurechtkommen.
Wie ist der Status quo hinsichtlich der Tests und der Funktionalität mit verschiedenen Smartphone-Modellen?
Abbott: Seit Januar 2022 steht die FreeStyle-Libre-3-App für Android- und iOS-Betriebssysteme im Google PlayStore sowie dem Apple App Store zum Download bereit. Auf unserer Website gibt es ergänzend dazu eine Liste aller durch Abbott getesteten Smartphone-Modelle, die mit dem System kompatibel sind. Diese wird ständig erweitert und aktualisiert, aktuell umfasst sie 42 der gängigsten Handymodelle.
Was wir aus dem Markt hören, funktioniert die App aber tatsächlich mit den allermeisten Smartphones. Wenn das eigene Handy auf unserer Liste noch nicht aufgeführt ist, funktioniert es sehr wahrscheinlich trotzdem, allenfalls könnten manche Funktionen nicht vollständig unterstützt werden. Im Grunde heißt das nur, dass dieses Smartphone-Modell von uns noch nicht getestet wurde.

Können Sie mir bitte einige Hintergrundinformationen zu dem aktuellen Patentstreit geben, in dem sich Abbott befindet? Werden die Anwender des FreeStyle-Libre-3-Systems aufgrund dieser Patentklage gezwungen sein, auf das FreeStyle-Libre-3-System umzusteigen?
Abbott: Abbotts erste und höchste Priorität ist es, sicherzustellen, dass Menschen mit Diabetes, die auf unsere FreeStyle-Libre-Produkte angewiesen sind, weiterhin uneingeschränkten Zugang haben. Wir haben bereits einen Plan aufgestellt, um die Kontinuität der Versorgung unabhängig vom Ausgang der Gerichtsverfahren in Deutschland zu gewährleisten, und wir setzen uns derzeit mit allen Patienten, Ärzten und Krankenversicherungen in Verbindung, um sicherzustellen, dass wir unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden einhalten. Dazu gehört auch die Umstellung aller FreeStyle-Libre-2-Nutzer auf unsere neueste Innovation, das FreeStyle-Libre-3-System.
Dexcom hat in Deutschland mehrere Verfahren eingeleitet, in denen Abbott vorgeworfen wird, einige seiner Patente zu verletzen. Wir haben daraufhin unsere eigenen Klagen eingereicht. Abbott ist überzeugt, dass die Klagen von Dexcom unbegründet und die Patente von Dexcom ungültig sind. Das deutsche Rechtssystem ist jedoch insofern einzigartig, dass es ein Urteil über Verletzungsansprüche zulässt, bevor die Gültigkeit der Patente beurteilt wird. Dies bedeutet, dass der Ausgang eines dieser Verfahren möglicherweise bereits im April 2022 Auswirkungen auf die Verfügbarkeit bestimmter Produkte beider Unternehmen in Deutschland haben könnte.
Wird es FreeStyle Libre 1 und FreeStyle Libre 2 auch weiterhin geben?
Abbott: FreeStyle Libre der ersten Generation wird es weiterhin geben. Wir stellen alle FreeStyle-Libre-2-Nutzer auf das FreeStyle-Libre-3-System in Deutschland im Jahr 2022 um.
Wann wird es das separate Lesegerät für den FreeStyle Libre 3 geben? Werden parallele Alarme Smartphone – Lesegerät möglich sein?
Abbott: Das Lesegerät für FreeStyle Libre 3 wird Anfang des dritten Quartals des Jahres auf den Markt kommen. Auch hier hören wir die Wünsche von Menschen mit Diabetes und berücksichtigen diese, wann immer möglich, bereits im Entwicklungsprozess.
Antje hat bereits Erfahrungen mit dem Freestyle Libre 3 gemacht. Hier kommt ihr zu Antjes Produkttest des Diabetes-Gadgets!
von Susanne Löw
Susanne Löw ist freie Journalistin und Autorin. Seit 2002 lebt sie mit Typ‑1‑Diabetes und hat über 60 Länder bereist. Sie schreibt regelmäßig für Diabetes-Anker (Kolumne „Fernweh“), ist Autorin des Buchs „Zucker im Gepäck“ und berät zum Reisen mit Diabetes.
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





