Diabetes und Gürtelrose: Das Risiko im Blick behalten – mit Video und Podcast

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Dr. med. Katrin Kraatz (links) und Dr. med. Dietrich Tews stehen lächelnd vor einer grünen Hecke.
Foto: MedTriX
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Diabetes und Gürtelrose: Das Risiko im Blick behalten – mit Video und Podcast

Wer Diabetes hat, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Der Diabetologe Dr. Dietrich Tews erklärt im Video- und Podcast-Interview, welche Rolle das Immunsystem dabei spielt, welche Komplikationen auftreten können und warum Vorsorge und stabile Blutzuckerwerte das Risiko senken.

Die meisten Menschen erkranken in ihrer Kindheit an Windpocken. Die Bläschen heilen wieder ab, man fühlt sich wieder gesund. „Aber in Wirklichkeit sind die Viren immer noch im Körper. Sie schlummern in unseren Nervenzellen“, erklärt Dr. Dietrich Tews, niedergelassener Diabetologe in Gelnhausen. Ein fittes Immunsystem hält die Viren dort in Schach. Wenn wir älter werden, wird unser Immunsystem schwächer. „Und dann kann die Krankheit wieder ausbrechen – und zwar als Gürtelrose.“


„Menschen mit Diabetes haben grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Es ist enorm wichtig, dass wir vorbeugende Maßnahmen ergreifen.“

Dr. Dietrich Tews


Auf normnahe und stabile Werte achten

Auch eine chronische Krankheit wie Diabetes kann das Immunsystem schwächen. „Wir wissen, dass Menschen mit Diabetes ein um 45 % erhöhtes Risiko haben, eine Gürtelrose zu entwickeln. Und da machen wir keinen Unterschied, ob es Typ-1- oder Typ-2-Diabetes ist“, so Dr. Tews. Außerdem können hohe oder stark schwankende Blutzuckerwerte das Immunsystem zusätzlich belasten und das Risiko für einen Gürtelrose-Ausbruch erhöhen. Auch andere Erkrankungen können die körpereigenen Abwehrkräfte beeinträchtigen. Dazu zählen beispielsweise die koronare Herzkrankheit, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall.

Im Kurzporträt: Dr. med. Dietrich Tews

Dr. med. Dietrich Tews ist Facharzt für Innere Medizin und führt eine eigene Praxis in Gelnhausen. Als Diabetologe der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Landesärztekammer (LÄK) verfügt er über besondere Expertise in der Behandlung des Diabetes mellitus. Darüber hinaus ist er Adiposiologe der Deutschen Adipositas-Gesellschaft und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DAG-DDG) sowie Lipidologe der Deutschen Gesellschaft für Lipidologie e. V. – Lipid-Liga (DGFL). Seine Schwerpunkte liegen insbesondere in der Diagnostik und Behandlung von Diabetes mellitus, Adipositas und Fet­tstoff­wechsel­störungen.

Starke Schmerzen können länger anhalten

Die Gürtelrose zeigt sich typischerweise durch einen Ausschlag mit Bläschen auf einer Fläche, die bis zu handtellergroß sein kann. Dieser Ausschlag tritt immer nur auf einer Seite des Körpers auf und heilt in der Regel nach zwei bis drei Wochen wieder ab.

Eine schwere Komplikation der Gürtelrose sind lang anhaltende Nervenschmerzen. Denn auch wenn die Bläschen ausheilen, können die betroffenen Nerven geschädigt sein: „Was nicht ausheilt oder deutlich länger braucht, ist der Nerv, der die Ursache ist.“ Dieser ist entzündet und verursacht den typischen neuralgischen Schmerz genau an der Stelle, an der vorher der Ausschlag war. Oft müssen die Schmerzen mit Medikamenten behandelt werden.

Frühe Behandlung reduziert Komplikationen

Eine schnelle Behandlung ist deshalb wichtig. „Je eher ich es erkenne und je eher ich zum Arzt gehe und mich behandeln lasse, desto weniger Komplikationen habe ich. Auch die Schmerzen, die zurückbleiben können, sind weniger, wenn ich frühzeitig therapiert werde“, betont Dr. Dietrich Tews. Ebenso lassen sich die Auswirkungen, die die Gürtelrose auf den Blutzucker hat, so schneller reduzieren. Denn wie bei jeder Entzündung reagiert der Körper mit steigenden Blutzuckerwerten.

Dr. Dietrich Tews im Video-Interview: Darum ist Gürtelrose-Vorsorge bei Diabetes so wichtig

Dr. Dietrich Tews, Internist und Diabetologe aus Gelnhausen, ordnet im Video ein, warum Menschen mit Diabetes ein höheres Risiko für eine Gürtelrose-Erkrankung haben. Er erklärt, welche Rolle schwankende Blutzuckerwerte, Begleiterkrankungen und das Alter dabei spielen, und geht auf die aktuelle STIKO-Empfehlung zur Impfung ein. Seine Botschaft: Vorsorge sollte bei Diabetes fester Bestandteil der Behandlung sein.


Diabetes-Anker-Podcast: „Die Erkrankung ist quasi verheilt, aber der Schmerz bleibt über Wochen und Monate“

In dieser Podcast-Sonderfolge vertieft Dr. Dietrich Tews das Thema Gürtelrose. Er beschreibt die typischen Symptome, ob sich das Risiko je nach Diabetesform unterscheidet und warum Menschen mit Diabetes häufiger Komplikationen entwickeln können. Außerdem erläutert er, worauf Menschen mit Diabetes bei ihren Blutzuckerwerten achten sollten.

Vorbeugen ist besser

Aber man kann einer Gürtelrose vorbeugen. Wer Diabetes hat, sollte sein persönliches Erkrankungsrisiko kennen, sich informieren und an Vorsorge denken. Dazu gehört nicht nur, sich um seinen Diabetes zu kümmern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Gürtelrose für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko ab 18 Jahren.

DDG-Praxisempfehlungen zu Impfungen bei Typ-2-Diabetes

In den aktualisierten Praxis­empfehlungen zur Therapie des Typ-2-Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sind Impfungen erstmals als fester Bestandteil der Behandlung verankert. Die Fachgesellschaft empfiehlt darin die zeitgerechte Durchführung aller Standard- und Indi­kations­impfungen und befürwortet zudem – u. a. für die Impfung gegen Gürtelrose – eine gleichzeitige Verabreichung mit anderen Impfstoffen (Koadministration).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin und lassen Sie sich beraten, inwieweit bei der Ausprägung Ihrer Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko besteht.

Weitere Informationen finden Sie auf www.guertelrose-wissen.de.


Impressum
MedTriX GmbH
Unter den Eichen 5, 65195 Wiesbaden
Redaktion: Dr. med. Katrin Kraatz
Die Herausgeber der Zeitschrift übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte.
Mit freundlicher Unterstützung der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

NP-DE-HZU-ADVR-260049; 10/2026

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  • florahdo postete ein Update vor 2 Tagen, 9 Stunden

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 4 Tagen, 20 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

  • moira postete ein Update vor 4 Tagen, 22 Stunden

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.