Diabetes und Gürtelrose: Risiken kennen und sich informieren – mit Video und Podcast

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Diabetes und Gürtelrose: Risiken kennen und sich informieren | Foto: MedTriX
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Diabetes und Gürtelrose: Risiken kennen und sich informieren – mit Video und Podcast

Shirin Valentine hat seit dem jungen Erwachsenenalter Typ‑1‑Diabetes – und war überrascht, als sie mit 49 eine schmerzhafte Gürtelrose bekam. Erst danach erfuhr sie, dass Menschen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko haben können. Heute appelliert sie daran, gut informiert zu sein, die Risiken zu kennen und die Vorsorge ernst zu nehmen.

Shirin Valentine lebt, seitdem sie 27 Jahre alt ist, mit Typ-1-Diabetes. Sie treibt Sport, achtet auf ihre Gesundheit und fühlt sich fit. „Ich hatte das Gefühl, mir kann eigentlich nichts passieren. Ich bin vollkommen safe vor irgendwelchen schlimmen Erkrankungen“, erinnert sie sich. Daher war die Diabetes-Diagnose erst einmal ein Schock, auch wenn sie heute gut damit leben kann.


„Ich wusste bis zum damaligen Zeitpunkt gar nicht, dass ich mit Diabetes ein höheres Risiko habe, Gürtelrose zu bekommen. Ich hatte keine Ahnung, wie schmerzhaft das ist.“


Als sie mit 49 Jahren eine Gürtelrose bekommt, trifft sie das völlig unvorbereitet. Kurz vor Weihnachten merkt sie, dass ihre Haut empfindlich wird. Der Pullover schmerzt auf der Haut. Shirin denkt zunächst an einen gezerrten Muskel, aber die Schmerzen werden nicht besser und ziehen sich wie ein Gürtel um den Oberkörper. Dann entdeckt sie auch noch einen Ausschlag an der Seite.

Im Kurzporträt: Shirin Valentine

Shirin Valentine begann ihre Karriere als Musikerin und Moderatorin beim Musik-TV-Sender VIVA und war viele Jahre auch international auf Bühnen unterwegs. Mit Mitte zwanzig war ihr Leben ausgefüllt mit Konzerten, Studioarbeit und Moderationen, als sich schleichend ein Typ-1-Diabetes bemerkbar machte. Mit 27 erhielt sie die Diagnose und fand nach anfänglichen Schwierigkeiten schließlich ihren Weg durch Therapie, Technik und Selbstmanagement. Heute ist sie u. a. als Moderatorin des t1day und Autorin tätig und setzt sich für Aufklärung und positive Perspektiven im Leben mit Diabetes ein.

Shirin Valentine hat seit dem jungen Erwachsenenalter Typ‑1‑Diabetes – und war überrascht, als sie mit 49 eine schmerzhafte Gürtelrose entwickelte. Erst danach erfuhr sie, dass Menschen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko haben können. Heute appelliert sie daran, gut informiert zu sein, die Risiken zu kennen und die Vorsorge ernst zu nehmen.

Nervenschmerzen kaum auszuhalten

Was folgt, sind vier Wochen, die sie bis heute nicht vergessen hat. „Nervenschmerzen sind so, als ob dir zum Beispiel jemand die ganze Zeit ein Feuerzeug dranhält. Das brennt wie Feuer. Das sind ganz andere Arten von Schmerzen, die dich wirklich mürbe machen“, erzählt Shirin. Ohne Schmerzmittel geht es nicht. Ihr Hausarzt erklärt ihr, wie wichtig es ist, eine Gürtelrose früh zu behandeln, damit die Schmerzen nicht chronisch werden. „Das hätte ich nicht ausgehalten“, sagt sie.

Auch heute noch, zwei Jahre nach der Erkrankung, spürt Shirin manchmal einen Anflug der alten Nervenschmerzen. Der Gedanke, erneut an Gürtelrose zu erkranken, besorgt sie sehr: „Mittlerweile ist mir bewusst, dass eine Gürtelrose ja auch mehrfach auftreten kann. Das ist schlimm genug, muss ich sagen, weil mir das eine Mal ehrlich gesagt gereicht hat.“

Shirin Valentine im Video über Gürtelrose: „Das Thema Vorsorge sollten wir sehr ernst nehmen!“

„Meine Gürtelrose habe ich erst mal gar nicht bemerkt, denn ich wusste nicht viel über Gürtelrose.“ Shirin spricht heute sehr offen über ihre Gürtelrose‑Erkrankung und wie überraschend diese für sie kam. Im Video beschreibt sie eindrücklich, wie schwerwiegend und belastend die Nervenschmerzen für sie waren. Ihre Botschaft lautet daher: Menschen mit Diabetes sollten sich des erhöhten Risikos bewusst sein und bestenfalls vorsorgen.


Diabetes-Anker-Podcast: Im Gespräch mit Shirin Valentine über ihre Erfahrungen mit Gürtelrose

In einer Sonderausgabe des Diabetes-Anker-Podcasts haben wir ausführlich mit Shirin Valentine über Gürtelrose und ihre Erfahrungen mit der Viruserkrankung gesprochen. Sie berichtet darin über die Symp­tome, die sie zunächst nicht richtig deuten konnte, über den sehr schmerzhaften Verlauf und die Wichtigkeit der Vorsorge – insbesondere für Risikogruppen wie Menschen mit Diabetes.

Was ist Gürtelrose?

Gürtelrose wird durch ein Virus ausgelöst, das fast alle Erwachsenen in Deutschland nach einer Windpocken-Erkrankung in sich tragen – ein Leben lang. Es kann jederzeit wieder aktiv werden, besonders dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems auf natürliche Weise ab und das Risiko für eine Gürtelrose steigt. Chronische Krankheiten wie z. B. Diabetes können das Erkrankungsrisiko zusätzlich erhöhen.

Shirin weiß das heute. Damals wusste sie es nicht – und genau das ist ihr Appell an alle, die mit Diabetes, egal mit welchem Typ, leben: „Ich möchte Menschen, die Diabetes haben, mit auf den Weg geben, dass sie sich bewusst machen, dass sie ein Risiko haben, an Gürtelrose zu erkranken. (…) Vorsorge ist in unserem Fall wichtig und ich glaube auch, dass wir das Thema Vorsorge sehr ernst nehmen sollten.“

DDG-Praxisempfehlungen zu Impfungen bei Typ-2-Diabetes

In den aktualisierten Praxis­empfehlungen zur Therapie des Typ-2-Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sind Impfungen erstmals als fester Bestandteil der Behandlung verankert. Die Fachgesellschaft empfiehlt darin die zeitgerechte Durchführung aller Standard- und Indi­kations­impfungen und befürwortet zudem – u. a. für die Impfung gegen Gürtelrose – eine gleichzeitige Verabreichung mit anderen Impfstoffen (Koadministration).

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Gürtelrose für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen ab 18 Jahren mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin und lassen Sie sich beraten, ob bei der Ausprägung Ihrer Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko besteht.

Weitere Informationen finden Sie auf www.guertelrose-wissen.de.


Impressum
MedTriX GmbH
Unter den Eichen 5, 65195 Wiesbaden
Redaktion: Janina Seiffert
Die Herausgeber der Zeitschrift übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte.
Mit freundlicher Unterstützung der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

NP-DE-HZU-ADVR-260023; 04/2026

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  • tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 17 Stunden

    Mein Abo?

  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

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