- Begleit-Erkrankungen
Diabetes und Gürtelrose: Risiken kennen und sich informieren – mit Video und Podcast
3 Minuten
Shirin Valentine hat seit dem jungen Erwachsenenalter Typ‑1‑Diabetes – und war überrascht, als sie mit 49 eine schmerzhafte Gürtelrose bekam. Erst danach erfuhr sie, dass Menschen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko haben können. Heute appelliert sie daran, gut informiert zu sein, die Risiken zu kennen und die Vorsorge ernst zu nehmen.
Shirin Valentine lebt, seitdem sie 27 Jahre alt ist, mit Typ-1-Diabetes. Sie treibt Sport, achtet auf ihre Gesundheit und fühlt sich fit. „Ich hatte das Gefühl, mir kann eigentlich nichts passieren. Ich bin vollkommen safe vor irgendwelchen schlimmen Erkrankungen“, erinnert sie sich. Daher war die Diabetes-Diagnose erst einmal ein Schock, auch wenn sie heute gut damit leben kann.
„Ich wusste bis zum damaligen Zeitpunkt gar nicht, dass ich mit Diabetes ein höheres Risiko habe, Gürtelrose zu bekommen. Ich hatte keine Ahnung, wie schmerzhaft das ist.“
Als sie mit 49 Jahren eine Gürtelrose bekommt, trifft sie das völlig unvorbereitet. Kurz vor Weihnachten merkt sie, dass ihre Haut empfindlich wird. Der Pullover schmerzt auf der Haut. Shirin denkt zunächst an einen gezerrten Muskel, aber die Schmerzen werden nicht besser und ziehen sich wie ein Gürtel um den Oberkörper. Dann entdeckt sie auch noch einen Ausschlag an der Seite.
Im Kurzporträt: Shirin Valentine
Shirin Valentine begann ihre Karriere als Musikerin und Moderatorin beim Musik-TV-Sender VIVA und war viele Jahre auch international auf Bühnen unterwegs. Mit Mitte zwanzig war ihr Leben ausgefüllt mit Konzerten, Studioarbeit und Moderationen, als sich schleichend ein Typ-1-Diabetes bemerkbar machte. Mit 27 erhielt sie die Diagnose und fand nach anfänglichen Schwierigkeiten schließlich ihren Weg durch Therapie, Technik und Selbstmanagement. Heute ist sie u. a. als Moderatorin des t1day und Autorin tätig und setzt sich für Aufklärung und positive Perspektiven im Leben mit Diabetes ein.

Nervenschmerzen kaum auszuhalten
Was folgt, sind vier Wochen, die sie bis heute nicht vergessen hat. „Nervenschmerzen sind so, als ob dir zum Beispiel jemand die ganze Zeit ein Feuerzeug dranhält. Das brennt wie Feuer. Das sind ganz andere Arten von Schmerzen, die dich wirklich mürbe machen“, erzählt Shirin. Ohne Schmerzmittel geht es nicht. Ihr Hausarzt erklärt ihr, wie wichtig es ist, eine Gürtelrose früh zu behandeln, damit die Schmerzen nicht chronisch werden. „Das hätte ich nicht ausgehalten“, sagt sie.
Auch heute noch, zwei Jahre nach der Erkrankung, spürt Shirin manchmal einen Anflug der alten Nervenschmerzen. Der Gedanke, erneut an Gürtelrose zu erkranken, besorgt sie sehr: „Mittlerweile ist mir bewusst, dass eine Gürtelrose ja auch mehrfach auftreten kann. Das ist schlimm genug, muss ich sagen, weil mir das eine Mal ehrlich gesagt gereicht hat.“
Shirin Valentine im Video über Gürtelrose: „Das Thema Vorsorge sollten wir sehr ernst nehmen!“
„Meine Gürtelrose habe ich erst mal gar nicht bemerkt, denn ich wusste nicht viel über Gürtelrose.“ Shirin spricht heute sehr offen über ihre Gürtelrose‑Erkrankung und wie überraschend diese für sie kam. Im Video beschreibt sie eindrücklich, wie schwerwiegend und belastend die Nervenschmerzen für sie waren. Ihre Botschaft lautet daher: Menschen mit Diabetes sollten sich des erhöhten Risikos bewusst sein und bestenfalls vorsorgen.
Diabetes-Anker-Podcast: Im Gespräch mit Shirin Valentine über ihre Erfahrungen mit Gürtelrose
In einer Sonderausgabe des Diabetes-Anker-Podcasts haben wir ausführlich mit Shirin Valentine über Gürtelrose und ihre Erfahrungen mit der Viruserkrankung gesprochen. Sie berichtet darin über die Symptome, die sie zunächst nicht richtig deuten konnte, über den sehr schmerzhaften Verlauf und die Wichtigkeit der Vorsorge – insbesondere für Risikogruppen wie Menschen mit Diabetes.
Was ist Gürtelrose?
Gürtelrose wird durch ein Virus ausgelöst, das fast alle Erwachsenen in Deutschland nach einer Windpocken-Erkrankung in sich tragen – ein Leben lang. Es kann jederzeit wieder aktiv werden, besonders dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems auf natürliche Weise ab und das Risiko für eine Gürtelrose steigt. Chronische Krankheiten wie z. B. Diabetes können das Erkrankungsrisiko zusätzlich erhöhen.
Shirin weiß das heute. Damals wusste sie es nicht – und genau das ist ihr Appell an alle, die mit Diabetes, egal mit welchem Typ, leben: „Ich möchte Menschen, die Diabetes haben, mit auf den Weg geben, dass sie sich bewusst machen, dass sie ein Risiko haben, an Gürtelrose zu erkranken. (…) Vorsorge ist in unserem Fall wichtig und ich glaube auch, dass wir das Thema Vorsorge sehr ernst nehmen sollten.“
DDG-Praxisempfehlungen zu Impfungen bei Typ-2-Diabetes
In den aktualisierten Praxisempfehlungen zur Therapie des Typ-2-Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sind Impfungen erstmals als fester Bestandteil der Behandlung verankert. Die Fachgesellschaft empfiehlt darin die zeitgerechte Durchführung aller Standard- und Indikationsimpfungen und befürwortet zudem – u. a. für die Impfung gegen Gürtelrose – eine gleichzeitige Verabreichung mit anderen Impfstoffen (Koadministration).
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Gürtelrose für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen ab 18 Jahren mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin und lassen Sie sich beraten, ob bei der Ausprägung Ihrer Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko besteht.
Weitere Informationen finden Sie auf www.guertelrose-wissen.de.
Impressum
MedTriX GmbH
Unter den Eichen 5, 65195 Wiesbaden
Redaktion: Janina Seiffert
Die Herausgeber der Zeitschrift übernehmen keine Verantwortung für diese Inhalte.
Mit freundlicher Unterstützung der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
NP-DE-HZU-ADVR-260023; 04/2026
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 4 Tagen, 8 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 5 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße