Fußproblemen bei Diabetes vorbeugen: Füße – zwischen Verdrängung und Fürsorge

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Fußproblemen bei Diabetes vorbeugen: Füße – zwischen Verdrängung und Fürsorge | Foto: thesweetsheep – stock.adobe.com
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Fußproblemen bei Diabetes vorbeugen: Füße – zwischen Verdrängung und Fürsorge

Vor Fußproblemen fürchten sich viele Menschen mit Diabetes. Empfehlungen für eine gute Fuß-Fürsorge im Alltag umzusetzen, ist möglich – wenn man sein Innenleben kennt und kreative Lösungen für seinen Alltag findet, wie Psychologe Dr. Berthold Maier zu berichten weiß.

Bei einer Diabetes-Schulung gehört das Risiko von Fußkomplikationen zu den besprochenen Themen. Das Auftreten von Wunden an den Füßen, Veränderungen im Fuß-Skelett und Amputationen können so tiefgreifend in das Wohlbefinden und den Alltag eingreifen, dass Diabetesprofis nicht müde werden, auf die Wichtigkeit regelmäßiger Checks und einer guten Fuß-Fürsorge hinzuweisen. Dennoch erkrankt jeder fünfte bis dritte Mensch mit Diabetes irgendwann einmal im Leben am Diabetischen Fußsyndrom.

Vielen ist die Wichtigkeit bekannt, sich gut um die Füße zu kümmern, aber oft ist der Appell nötig, das Fuß-Risiko ernst zu nehmen, obwohl man selbst den Eindruck hat, dass mit den Füßen eigentlich alles okay ist. Auch die Motivation, die Füße täglich zu kontrollieren, versiegt oft nach kurzer Zeit. Die Sorge, was den eigenen Füßen passieren könnte, kann einen „in ein Loch fallen lassen“.

Die innere Verbindung zu den Füßen fehlt

Es erscheint geradezu paradox, wenn Menschen mit einem realen Fuß-Risiko nicht „alle Hebel in Bewegung setzen“, um Komplikationen an den Füßen zu verhindern, wo diese doch mit großem Leid und Einschränkungen verbunden sind. Das Befassen mit diesem Thema ist ein erster wichtiger Schritt. Warum aber verdrängen viele das Risiko von Fuß-Problemen?

Wenn aufgrund einer Nervenschädigung durch den Diabetes, einer Neuropathie, die Nerven z.B. bei einer Fuß-Verletzung nicht mehr mit einem Schmerz-Signal reagieren, fällt eine „rote Warnlampe“ aus. Fachleute bezeichnen dieses Phänomen als „loss of protection sensation“, also „Verlust des Schutz-Gefühls“. Man spürt nicht mehr, was die Füße verletzen oder schädigen könnte, und denkt, dass es den Füßen gut geht. Die dadurch fehlende Fürsorge wird durch Gedanken verfestigt, z.B.: „Was nicht weh tut, kann nicht schlimm sein“ oder „Man rennt doch nicht wegen jeder Lappalie zum Arzt“.

Den Füßen zuwenden

  1. Empfindungsstörungen aufgrund einer Neuropathie können zur trügerischen Annahme führen, dass mit den Füßen alles in Ordnung ist.
  2. Wissen um den Umgang mit Fußproblemen ist gut, aber sich attraktive Vorhaben vor Augen zu halten, für die man die Füße benötigt, kann dauerhaft zur Fürsorge motivieren.
  3. Routinen für eine vermehrte Fuß-Fürsorge schaffen Sicherheit.

Die Füße nicht mehr richtig sehen können

Seh-Einschränkungen oder Übergewicht können verhindern, dass man Veränderungen an den Füßen schlichtweg nicht mehr registrieren kann. Gleichzeitig sind die Füße die Körperregion, die am weitesten vom Auge entfernt und häufig verborgen sind – verständlich also, dass man sie leicht aus dem Blick verliert.

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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