Kochen Backen Diakids: Ein Kochbuch vom Typ F, das Unterstützung verdient

3 Minuten

Kochen Backen Diakids
Crowdfunding für Kochen Backen Dia Kids
Kochen Backen Diakids: Ein Kochbuch vom Typ F, das Unterstützung verdient

Kochen für Kinder mit Typ-1-Diabetes muss alltagstauglich sein. Genau diesem Anspruch wurde Sandra Harsch mit ihrem Buch „Kochen Backen Diakids“ gerecht. Damit das Buch künftig noch mehr Familien erreichen kann, läuft derzeit ein Crowdfunding für eine zweite Auflage.

Wer mit Kindern mit Typ-1-Diabetes lebt, weiß: Essen bedeutet weit mehr als nur Kochen. Kohlenhydrate berechnen, Fett-Protein-Einheiten berücksichtigen, Portionen wiegen und gleichzeitig Gerichte finden, die Kindern schmecken – all das macht betroffenen Familien den Alltag nicht leichter.

Genau hier setzt Sandra Harsch an. Mit „Kochen Backen Diakids“ ist ein über 400 Seiten starkes Hardcover im DIN-A4-Format entstanden, das mehr als 55 vegetarische süße und herzhafte Rezepte vereint. Zu jedem Rezept gehören vollständige Nährwertangaben mit Kohlenhydraten, KE, Fett, Eiweiß, Kalorien und FPE. Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen erleichtern das Nachkochen ebenso wie ein ausführliches Rechenbeispiel, mit dem sich auch eigene Rezepte berechnen lassen.

Dass dieses Buch aus dem echten Leben entstanden ist, merkt man dabei auf nahezu jeder Seite.

Sandra Harsch war unzufrieden mit der Kochbuchsituation von Typ-F-Eltern und griff deshalb einfach selbst zur Feder. // Bildrechte: © Frank Luger – www.art-photography.de

Wohltuend alltagstauglich

Was uns besonders überzeugt hat, ist der konsequent praxisnahe Ansatz. Während viele aktuelle Kochbücher mit exotischen Zutaten, schwer nachvollziehbaren Arbeitsschritten oder kostspieligen Spezialgeräten arbeiten, bleibt „Kochen Backen Diakids“ angenehm bodenständig.

Die Zutaten finden sich im ganz normalen Supermarkt, die Rezepte sind klar strukturiert und verständlich erklärt. Die Gerichte wirken nicht wie für ein Hochglanzfoto entwickelt, sondern für den Esstisch einer Familie. Gerade deshalb laden sie zum Nachkochen ein.

Auch die authentischen Fotos tragen dazu bei. Sie zeigen keine künstlich inszenierten Perfektionswelten, sondern vermitteln genau das, was das Buch auszeichnet: Man sieht, was man braucht und was am Ende dabei herauskommt. Dies beugt Frustration vor und motiviert.

Kinder können mitmachen

Ebenso gelungen finden wir, dass viele Rezepte so aufgebaut sind, dass Kinder aktiv beim Kochen und Backen mithelfen können. Das schafft gemeinsame Erlebnisse und fördert ganz nebenbei den selbstverständlichen Umgang mit Lebensmitteln und der Berechnung von Kohlenhydraten.

Sandra verliert den Alltag nie aus den Augen. Das Buch erhebt keinen Anspruch auf Perfektion, sondern möchte Familien entlasten und bietet deshalb in der Einleitung auch eine verständliche und ermutigende Erklärung des Krankheitsbildes, was besonders für Familien mit frischer Diagnose wertvoll sein dürfte.

Crowdfunding

Gemeinsam die zweite Auflage ermöglichen

Die erste Auflage von Kochen Backen Diakids war schnell vergriffen. Damit das Buch erneut erscheinen und noch mehr Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes erreichen kann, hat Sandra eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Wer das außergewöhnliche Projekt unterstützen möchte, kann dies bereits mit einem kleinen Beitrag tun. Jede Unterstützung hilft dabei, eine neue Auflage dieses besonderen Kochbuchs Wirklichkeit werden zu lassen.

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Mit viel Herzblut umgesetzt

Das hochwertige Hardcover, die übersichtliche Gestaltung und die sorgfältige Aufbereitung zeigen, wie viel Arbeit und Leidenschaft in diesem Projekt stecken. Umso bemerkenswerter ist, dass die Autorin die erste Auflage vollständig in Eigenregie realisiert hat.

Fazit

Kochen Backen Diakids gehört für uns zu den empfehlenswertesten diabetesbezogenen Kochbüchern der vergangenen Jahre. Es überzeugt nicht durch ausgefallene Zutaten oder spektakuläre Food-Fotografie, sondern durch das, worauf es im Alltag wirklich ankommt: verständliche Rezepte, realistische Gerichte, vollständige Nährwertangaben und eine liebevolle Gestaltung. Ehrlich, hochwertig und mit viel Herz entwickelt, eben ein Buch vom Typ F!

Im vergangenen Jahr stellte Sandra unseren Leserinnen und Lesern exklusiv ein kreatives vegetarisches Weihnachtsrezept inkl. eigens dafür erstellter Fotos zur Verfügung. Für diese schöne Zusammenarbeit möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken und können zur Unterstützung einer zweiten Auflage des außergewöhnlichen Buchens besten Gewissens nur raten.


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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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