Selbsthilfe im digitalen Wandel: Neue Wege zur Unterstützung von Menschen mit Diabetes

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Selbsthilfe im Wandel: Neue Wege der Selbsthilfe – Unterstützung für Menschen mit Diabetes | Foto: Prostock-studio – stock.adobe.com
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Selbsthilfe im digitalen Wandel: Neue Wege zur Unterstützung von Menschen mit Diabetes

Durch den digitalen Wandel suchen Menschen mit Diabetes heute oft zuerst online nach Orientierung – nicht mehr nur in lokalen Selbsthilfe-Gruppen. Diese Entwicklung stellt Organisationen wie die Deutsche Diabetes Föderation vor neue Aufgaben. Wie können Betroffene Unterstützung in dem Moment finden, in dem sie sie brauchen? Ein Überblick über neue Wege der Selbsthilfe.

Eine neue Diagnose, eine ungeklärte Frage zum Leben mit Diabetes oder eine schwierige Situation im Alltag: In solchen Momenten greifen viele Menschen mit Diabetes heute zuerst zum Smartphone. Sie recherchieren, lesen Erfahrungsberichte oder stellen Fragen in digitalen Communitys.

Der erste Schritt führt damit oft nicht mehr zu einer Selbsthilfegruppe vor Ort, sondern ins Internet. Diese Entwicklung stellt auch die Selbsthilfe vor neue Aufgaben und fordert Organisationen wie die Deutsche Diabetes Föderation heraus.

Für viele Menschen mit Diabetes beginnt die Suche nach Orientierung somit heute digital. Das bedeutet nicht, dass persönliche Treffen an Bedeutung verlieren. Viele schätzen weiterhin den direkten Austausch mit anderen Betroffenen.

Aber der Weg dorthin ist heute ein anderer. Für Selbsthilfe-Organisationen stellt sich deshalb eine zentrale Aufgabe: Wie können Menschen Unterstützung möglichst einfach finden – genau in dem Moment, in dem sie sie brauchen?

Selbsthilfe bleibt wichtig

Für Menschen mit Diabetes ist der Austausch mit anderen Betroffenen eine wichtige Hilfe im Alltag. Niemand versteht bestimmte Herausforderungen so gut wie Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. Fragen zu Unterzuckerungen, Sensoren zum kontinuierlichen Glukose-Messen und Insulinpumpen sowie zu Belastungen im Alltag lassen sich im Gespräch mit anderen Betroffenen häufig besonders gut einordnen.

Selbsthilfe bedeutet deshalb mehr als Information. Sie bedeutet Erfahrung, gegenseitige Unterstützung und das Wissen, mit einer chronischen Erkrankung nicht allein zu sein. Dieses Prinzip bleibt auch in Zukunft unverändert: Menschen helfen Menschen. Doch die Formen dieses Austauschs werden vielfältiger.

Neue Fragen für die Selbsthilfe

Die Lebensrealität vieler Menschen sieht heute anders aus. Arbeitszeiten sind flexibler geworden, Familien-Alltag und Beruf lassen sich nicht immer mit festen Treffen vereinbaren. Gleichzeitig wohnen manche Betroffene in Regionen, in denen es nur wenige passende Angebote gibt. Viele Menschen suchen deshalb zunächst digital nach Orientierung und möchten herausfinden, welche Unterstützung zu ihrer Situation passt. Unterstützung muss deshalb so organisiert sein, dass Menschen sie möglichst leicht finden.

Selbsthilfe im Wandel

  • Immer mehr Menschen starten digital.
  • Persönlicher Austausch bleibt zentral.
  • Neue Angebote erleichtern den Zugang.
  • DDF baut Plattform und Unterstützung aus.

Warum wir als DDF aktiv werden

Wir sehen jeden Tag, dass sich die Rahmenbedingungen der Selbsthilfe neu ordnen. Wer Menschen heute erreichen möchte, muss neue Wege denken und gleichzeitig die bewährten Formen der Selbsthilfe stärken. Deshalb arbeiten wir daran, unsere Angebote auszubauen und neue Zugänge zur Selbsthilfe zu schaffen.

Offen gedacht statt exklusiv

Ein wichtiger Gedanke unseres Ansatzes ist Offenheit. Die Angebote, die derzeit entstehen, sollen kein exklusives System der Deutschen Diabetes Föderation sein. Selbsthilfe lebt von Vielfalt. Viele Organisationen, Initiativen und Gruppen engagieren sich in Deutschland für Menschen mit Diabetes und erreichen unterschiedliche Zielgruppen. Diese Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Selbsthilfe.

Unser Ziel ist deshalb nicht, bestehende Angebote zu ersetzen. Vielmehr möchten wir Orientierung verbessern und Zusammenarbeit erleichtern. Die Ansätze, die derzeit entstehen, sollen möglichst vielen Akteuren der Selbsthilfe offenstehen. Schritt für Schritt können so Strukturen entstehen, die Angebote sichtbarer machen und den Zugang zu Unterstützung erleichtern.

Ein Blick nach vorn

Die Selbsthilfe steht deshalb nicht vor einem Ende, sondern vor einer Weiterentwicklung. Neue Möglichkeiten tragen dazu bei, Menschen schneller miteinander zu verbinden und Unterstützung leichter zugänglich zu machen.

Daran arbeiten wir derzeit ganz konkret. Wir bauen eine neue, deutlich stärkere Internetseite, die Menschen schneller zu den Informationen und Unterstützungs-Angeboten führt, die sie wirklich brauchen. Gleichzeitig entsteht eine durch künstliche Intelligenz (KI) gestützte Assistenz, die Fragen auf Basis verlässlicher Informationen verständlich beantwortet und so schneller Orientierung im Alltag mit Diabetes ermöglicht.

Auch unsere Diabetes Guides stärken wir weiter. Aus dem bestehenden Peer-Support, also der Unterstützung durch Gleichbetroffene, soll Schritt für Schritt ein modernes, flexibles Unterstützungs-System entstehen, das Menschen mit Diabetes noch direkter begleiten kann.

Und wir denken bereits weiter. Wie können sich Menschen mit Diabetes leichter finden, Erfahrungen teilen und voneinander lernen? Wie können Angebote der Selbsthilfe sichtbarer werden und stärker miteinander vernetzt werden? An solchen Ideen arbeiten wir derzeit. Darüber werden wir in den nächsten Monaten berichten.


von Thomas Roth (DDF)

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (4) Seite 62-63

➤ zur Beitragsübersicht von Deutsche Diabetes Föderation e.V.

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  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 2 Wochen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena