Die Rolle des Insulins in der Diabetes-Therapie

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Die Rolle des Insulins in der Diabetes-Therapie

Insulin ist ein unverzichtbares Element in der Behandlung von Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Während bei Typ-1-Diabetikern aufgrund einer Zerstörung der Betazellen durch das eigene Immunsystem und dem dadurch bedingten absoluten Insulinmangel von Beginn an eine Insulintherapie unumgänglich ist, stehen heute für die Behandlung von Typ-2-Diabetikern eine Vielzahl unterschiedlicher Medikamente zur Verfügung.

Neue Insuline haben das Spektrum der Insulintherapie sehr erweitert. Die Auswahl des richtigen Insulins ist für Ärzte dadurch nicht immer ganz einfach. In manchen Fällen müssen zunächst verschiedene Insuline getestet werden, bis das am besten geeignete Insulin gefunden ist.

Typ-1-Diabetes: möglichst optimale Nachahmung der natürlichen Insulinfreisetzung

Während für Menschen mit einem Typ-1-Diabetes eine möglichst optimale Nachahmung der natürlichen Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse entscheidend ist, wird bei Menschen mit Typ-2-Diabetes die Insulintherapie häufig mit anderen Substanzen zur Blutzuckersenkung kombiniert. Bei der Diagnosestellung eines Typ-2-Diabetes wird in der Regel Metformin als erste blutzuckersenkende Substanz Verwendung finden.

Wird mit Metformin allein keine ausreichende Blutzuckersenkung erreicht, können verschiedene Medikamente wie Sulfonylharnstoffe, DPP-4-Hemmer, SGLT-2-Hemmer, GLP-1-Rezeptor-Agonisten, aber auch Insulin in der Kombination mit Metformin eingesetzt werden.

Immer häufiger werden auch Kombinationen aus drei verschiedenen blutzuckersenkenden Substanzen mit großem Erfolg eingesetzt. Somit ist die Palette der pharmakologischen Therapiemöglichkeiten für Typ-2-Diabetiker in den letzten Jahren erheblich erweitert worden.

Bei Typ-2-Diabetes gibt es viele Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen

Auch wenn viele der genannten Medikamente mit der Insulintherapie konkurrieren, bleibt Insulin unverzichtbarer Bestandteil auch in der Therapie des Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetes ist durch eine zunehmende Funktionsstörung der insulinproduzierenden Betazellen gekennzeichnet. Hierdurch nimmt bei vielen Betroffenen im Laufe der Erkrankung die Insulinproduktion fortschreitend ab – bis hin zu einem absoluten Insulinmangel.

Auch wenn moderne Diabetesmedikamente diesen Prozess möglicherweise hinauszögern können, ist bis heute kein Medikament bekannt, das ihn völlig zum Stillstand bringt oder ihn gar umkehren kann.

Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, mit der Insulintherapie rechtzeitig zu beginnen und diese nicht zu lange hinauszuzögern. Bei den meisten Typ-2-Diabetikern reicht zunächst eine Therapie mit einem Basalinsulin aus, das einmal täglich gespritzt werden muss. Hierbei lässt sich Insulin mit nahezu allen anderen Substanzen kombinieren. Was viele Vorteile wie eine Gewichtsabnahme oder ein reduziertes Risiko für Unterzuckerungen mit sich bringt. Eine weitere Intensivierung der Insulintherapie mit Insulingaben zu den Mahlzeiten kann oft vermieden oder zumindest weiter verzögert werden.

Ein Überblick zur Insulintherapie – und ein Blick in die Zukunft

Welche Therapie oder welche Kombinationstherapie mit und ohne Insulin für den Einzelnen am besten geeignet ist, muss im individuellen Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Ziel der Beiträge dieses Schwerpunktes zum Thema Insulin ist es, einen Überblick über die derzeit zur Verfügung stehenden Konzepte der Insulintherapie zu geben und darüber hinaus einen Ausblick in mögliche Erweiterungen der Insulintherapie in der Zukunft zu gewähren.

Schwerpunkt: „Insuline“


von Prof. Dr. Thomas Forst

Prof. Dr. Thomas Forst ist Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie. Er ist tätig als Chief Medical Officer bei Clinical Research Services (CRS) und ist 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes & Herz“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (4) Seite 16-18

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  • multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 1 Woche

    Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂