- Behandlung
Ketoazidose und hyperosmolares Koma: Entgleist bei akut hohem Blutzucker
5 Minuten
Sind die Glukosewerte zu hoch, kann das sowohl bei Menschen mit Typ-1- als auch bei Menschen mit Typ-2-Diabetes akute Folgen haben: die Ketoazidose und das hyperosmolare Koma. Der Körper kann übersäuern und extrem austrocknen. Beides muss sofort behandelt werden.
Das diabetische Koma stellt eine potenziell lebensgefährliche Entgleisung des Stoffwechsels bei Menschen mit Diabetes dar. Die Bezeichnung “Koma” ist nicht ganz und nicht immer zutreffend, da ein echtes Koma mit Bewusstlosigkeit nur in etwa 10 Prozent der Fälle vorliegt.
Es gibt zwei Arten des Komas bei Diabetes: das ketoazidotische – ihm liegt eine Übersäuerung des Körpers durch Fett-Abbau zugrunde – und das hyperosmolare mit extrem hohen Blutzuckerwerten und extremer Austrocknung des Körpers. Die Diagnose wird durch Laborwerte gesichert, nachdem durch die Symptome der Verdacht geäußert wurde. Es gibt einige Auslöser.
Das Fallbeispiel
Matthias K. hat Typ-1-Diabetes seit 50 Jahren und kommt damit gut zurecht. Seine Frau ist Krankenschwester, mischt sich aber üblicherweise nicht in seine Therapie ein.
Als ihr Mann aber eines Nachmittags von der Arbeit kam – er ist Kaufmann in einem Möbelhaus – und beim Kaffeetrinken etwas verwirrt reagierte, fragte sie ihn, ob er seinen Blutzucker schon getestet habe. Sein Gewebezucker-Sensor war seit zwei Tagen defekt gewesen und er hatte, um Unterzuckerungen zu verhindern, einfach deutlich weniger Insulin gespritzt, den Blutzucker aber nicht regelmäßig getestet.
Seine Frau testete ihn schließlich: 300 mg/dl (16,7 mmol/l). Ein Keton-Test im Blut ergab 2,0 mmol/l. Nachdem sie ihrem Mann nach einem Schema Insulin gespritzt und er etwas Kalium-Brause mit reichlich Wasser getrunken hatte, waren die Blutzuckerwerte nach zwei Stunden mit 200 mg/dl (11,1 mmol/l) schon deutlich niedriger und ihr Mann war wieder normal ansprechbar.
Ketoazidose
Die Ketoazidose kommt zwar in nur maximal 9 Prozent bei Menschen mit Diabetes vor, sie ist dann aber häufig Grund für ein Einweisen ins Krankenhaus. Bei einer Ketoazidose liegt ein absoluter Insulinmangel vor, weshalb der Körper zum Decken seines Energiebedarfs statt auf Glukose auf seine Fett-Reserven zurückgreift.
Beim Abbau dieser Fette entstehen Fettsäuren, die im Rahmen der Beta-Oxidation im Körper unvollständig zu sauren Ketonkörpern (Azetoazetat, Beta-Hydroxybutyrat, Azeton) abgebaut werden. Dadurch werden das Blut und der Körper mit Ketonkörpern überschwemmt, was auch die klassischen Symptome verursacht.
Typische körperliche Befunde
Die Diagnose einer Ketoazidose ist leicht stellbar: Sehr hohe Blutzuckerwerte (meist über 250 mg/dl bzw. 13,9 mmol/l) und ein zwei- bis dreifach positiver Keton-Nachweis im Urin bzw. im Blut Ketonwerte über 1,5 mmol/l bei entsprechenden Symptomen sind wegweisend. Ausnahme: Es gibt auch eine Übersäuerung bei normalen Blutzuckerwerten (“euglykämische Ketoazidose”), die unter der Therapie mit SGLT-2-Hemmern entstehen kann, die zur Therapie des Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.
Mit einer vertieften Atmung versucht der Körper, durch “Abatmen” von Kohlendioxid die Übersäuerung auszugleichen. Diese tiefe Atmung wird als Kußmaul-Atmung bezeichnet, nach dem erstbeschreibenden Arzt Adolf Kußmaul. Dieses typische Atmen kann man eigentlich nicht falsch interpretieren. Erste Warnzeichen wie der faulige, fruchtige oder süßliche Azetongeruch, der an frische grüne Äpfel oder Nagellack-Entferner erinnert, aber auch Bauchschmerzen, die an eine Entzündung des Bauchfells erinnern (“Pseudo-Peritonitis”), werden aber nicht selten fehlinterpretiert. Gedacht wird oft an eine Magenverstimmung.
Häufige Ursache für eine Ketoazidose
Manche Menschen mit Typ-1-Diabetes lassen bei Infektionen mit Fieber und vermindertem Appetit einfach die Insulin-Injektionen weg. Problem: Durch die Infektion schüttet der Körper Stress-Hormone aus, die Blutzucker-erhöhend wirken. Dazu gehören z. B. Adrenalin, Wachstumshormon und Kortisol. Deshalb muss auf jeden Fall Insulin gespritzt werden. Geschieht dies nicht, kommt es zu einem absoluten Mangel an Insulin, was schließlich durch den Fett-Abbau zu einer Übersäuerung des Körpers und zur Entwicklung einer Ketoazidose führt.
Typische Labor-Befunde bei Ketoazidose
Bei einer Ketoazidose findet man im Labor typischerweise folgende Befunde:
- hoher Blutzucker (meist über 250 mg/dl bzw. 13,9 mmol/l),
- Zeichen für eine Austrocknung des Körpers,
- Nachweis von Ketonkörpern in Urin (Ketonurie, Ergebnis: ++ oder +++) und Blut (Ketonämie, Ergebnis: über 1,5 mmol/l),
- Zucker im Urin (Glukosurie),
- Konzentrationen wichtiger Blutsalze wie Natrium und Kalium können verändert sein,
- Zeichen für die Übersäuerung des Stoffwechsels: Standardbikarbonat 8 – 10 mmol/l, pH-Wert unter 7,3.
Behandlung der Ketoazidose
Eine beginnende Ketoazidose können sehr gut geschulte Menschen mit Typ-1-Diabetes oft selbst mit Insulin therapieren. Wenn durch die Insulingabe der Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird und der Blutzucker sinkt, wird damit auch Kalium aus dem Blut in die Zellen verschoben. Fallende Kaliumwerte im Blut sind die Folge, möglicherweise bis hin zu zu niedrigen Kaliumwerten (Hypokaliämie).
Die gleichzeitige Gabe von Kalium, z. B. als Brausetablette oder andere Tabletten, ist deshalb eine der wichtigsten zusätzlichen Maßnahmen neben der Insulinzufuhr. Damit lässt sich das Risiko für gefährliche Rhythmus-Störungen des Herzens reduzieren.
Wer gut geschult und bei klarem Bewusstsein ist, kann diesem groben Schema folgen, um eine beginnende Ketoazidose (Blut-Keton 0,6 – 1,5 mmol/l) zu behandeln:
- mindestens 1 Liter Wasser pro Stunde trinken,
- sofort kurz wirksames Insulin mit einfachem Korrekturfaktor spritzen, bei Therapie mit Insulinpumpe für diese Injektionen einen Insulinpen verwenden.
Bei Blutketon-Werten über 1,5 mmol/l:
- sofort kurz wirksames Insulin mit doppeltem Korrekturfaktor spritzen,
- sofort einen Arzt informieren bzw. sich ins Krankenhaus fahren lassen – und direkt bei Aufnahme darüber informieren, dass man wegen eines Typ-1-Diabetes und einer Ketoazidose kommt.
Wenn man sich unsicher fühlt oder wenn Angehörige bereits eine Verwirrtheit bemerken, ist ein sofortiges Einweisen in eine Klinik erforderlich. In der Klinik wird der Blutzucker über eine Insulin-Infusionspumpe (Perfusor) langsam gesenkt. Gleichzeitig werden Blutsalze (Kalium) und Flüssigkeit zugeführt und so die Übersäuerung des Bluts und damit des Körpers langsam reduziert. Bei einem zu raschen Absenken der Blutzuckerwerte kann es zu einer lebensbedrohlichen Ansammlung von Wasser im Gehirn kommen (Hirnödem).
Hyperosmolares Koma
Bei einem hyperosmolaren Koma findet man einen Koma-ähnlichen Zustand oft erst bei sehr hohen Blutzuckerwerten über 600 bis 1000 mg/dl bzw. 33,3 bis 55,6 mmol/l. Dadurch kommt es zu einem massiven Verlust an Flüssigkeit von meist mehreren Litern pro Tag. Dass bei Menschen mit Typ-2-Diabetes überhaupt derart hohe Blutzuckerwerte auftreten können, liegt vor allem daran, dass der Anstieg der Blutzuckerwerte meist sehr langsam über mehrere Tage erfolgt.
Entstehen des hyperosmolaren Komas
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben je nach Dauer der Erkrankung immer noch eine geringe Rest-Produktion an Insulin durch die körpereigenen Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse. So ist immer noch auch bei steigenden Blutzuckerwerten Insulin im Körper vorhanden und der Abbau des Fetts aus dem Fettgewebe wird normalerweise gehemmt, sodass sich keine Ketoazidose entwickeln kann. Man findet deshalb üblicherweise keine Ketonkörper im Urin, selbst bei extrem hohen Blutzuckerwerten von 800 mg/dl bzw. 44,4 mmol/l oder 1000 mg/dl bzw. 55,6 mmol/l.
Bei einer gleichzeitig fortschreitenden Insulin-Unempfindlichkeit (Insulinresistenz) der Gewebezellen kommt es zu einer immer schlechteren Verwertung des Zuckers bei gleichzeitig ungezügelter Zucker-Neubildung in der Leber. Gleichzeitig überwiegt der Gegenspieler des Insulins, das Hormon Glukagon. Dieses veranlasst die Leber zu einer vermehrten Abgabe von Zucker. So entsteht ein hyperosmolarer Zustand, d. h. es findet sich ein sehr hoher Anteil an gelösten Substanzen im Blut, z. B. Zucker.
Auslöser des hyperosmolaren Komas
Auslöser des hyperosmolaren Komas sind oft meist harmlose Infektionen:
- Harnwegsinfektionen (oft bei älteren Menschen),
- Infektionen der oberen Luftwege (z. B. Bronchitis, Lungenentzündung),
- Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Enteritis mit Durchfall),
- Entzündungen der Venen bei Krampfadern,
- Verletzungen und Wunden am Fuß.
Auslöser sind manchmal aber auch Medikamente wie Kortison, die wegen Asthmas oder einer Rheuma-Erkrankung eingenommen werden.
Behandlung des hyperosmolaren Komas
Vor allem wegen des extremen Verlusts an Flüssigkeit und der Verschiebung der Blutsalze ist eine Behandlung in einer Klinik dringend geboten. Die Blutsalz- und Wasser-Verschiebungen in Gehirn und Rückenmark benötigen in der Regel mehrere Tage bis zur völligen Normalisierung. Senkt man den Blutzucker zu schnell, kann es wie beschrieben zur Entwicklung einer Hirnschwellung kommen mit erhöhtem Hirndruck und Beeinträchtigung der Atmung mit möglicherweise tödlichem Ausgang. Deshalb werden in der Regel die extrem hohen Blutzuckerwerte auch in der Klinik trotzdem langsam nur um etwa 50 mg/dl bzw. 2,8 mmol/l pro Stunde bis in den Bereich um 250 mg/dl bzw. 13,9 mmol/l gesenkt.
Um das Risiko einer derartigen Entgleisung der Blutzuckerwerte zu reduzieren, sollten Menschen mit Typ-2-Diabetes insbesondere während fieberhafter Erkrankungen ihren Blutzucker selbst messen können. Dies reduziert Risiken und lässt sie selbstbestimmter handeln.
Auslöser für ein ketoazidotisches oder hyperosmolares Koma (Beispiele)
- bei Manifestation eines Diabetes (meist Typ-1-Diabetes)
- Behandlung mit Kortison, z. B. bei Asthma, Rheuma
- Herzinfarkt, Thrombose
- zu niedrige Insulindosis, z. B. bei Infektionen, Fieber, Operationen
- intensive körperliche Aktivität trotz/bei beginnender Azidose
- Erbrechen und deshalb Weglassen der Insulin-Injektionen
- vergessene oder ausgelassene Insulin-Injektion
- unbemerkte Unterbrechung der Insulin-Zufuhr bei Insulinpumpen
- technische Fehler bei der Insulin-Injektion: z. B. Injektionen in Fettgeschwülste (Lipohypertrophien), Injektion von Luft statt Insulin bei nicht gewechselter Pen-Kanüle
Zusammenfassung
Entgleisungen des Blutzuckers in Form einer Ketoazidose oder des hyperosmolaren Komas stellen im Einzelfall immer noch eine Herausforderung dar – sie können immer noch lebensgefährlich sein. Gut geschulte Menschen mit Diabetes und auch deren Angehörige bzw. Betreuungspersonen sollten diese Entgleisungen frühzeitig erkennen können – richtiges und rasches Handeln in diesen Situationen ist ebenfalls durch Information und Schulung erlernbar.
von Dr. med. Gerhard-W. Schmeisl
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (5) Seite 28-31
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 3 Tagen, 2 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 3 Tagen, 1 Stunde
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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