- Aus der Community
Mal mit anderen Augen sehen …
2 Minuten
Alltägliches sehen wir oft als selbstverständlich an; auch, was den Diabetes betrifft. Doch ab und an sollte man die eigene Welt auch mal mit anderen Augen sehen, findet Tine, damit man sich der eigenen Privilegien bewusst bleibt.
Wir meistern den Alltag mit Diabetes. Egal, ob er immer bei uns selbst ist oder an den Partnern, Freunden, Kindern hängt – weg geht er nicht, und unseren Alltag haben wir mit der Zeit drum herum gebaut. Muss ja. Vieles, was wir in diesem Alltag haben, nehmen wir als ganz selbstverständlich wahr: ob das Auto, die Familie, das Bett, das Insulin oder die (un-)regelmäßigen Arztbesuche.
Es ist ganz normal, dass das passiert, dass wir Alltägliches als selbstverständlich ansehen. Gut ist das aber nicht. Oft bin ich deswegen froh, dass ich hier in dieser Stadt Menschen kennenlernen durfte, die mir ermöglichen, den Diabetes mit anderen Augen zu sehen, im kleineren oder größeren Rahmen.
Viele sind nicht vernetzt und fühlen sich mit dem Diabetes allein
Letztens war ich mit einer T1-Freundin hier in Berlin auf einer Veranstaltung für Menschen mit Diabetes. Für mich war es eines von vielen Events, die ich in den letzten Jahren zum Thema Diabetes besuchen konnte, für sie jedoch war es die erste dieser Art in über 15 Jahren mit Diabetes.
Ich realisierte, dass es ein großes Privileg ist, sich regelmäßig mit Menschen mit Diabetes austauschen und über Themen rund um Diabetes informieren zu können, so, wie ich das mache. Noch immer sind aber viele von uns nicht vernetzt und fühlen sich mit dem Diabetes allein. Damit das alles irgendwann nicht mehr so ist, versuche auch ich, meinen Teil dazu beizutragen, so gut ich kann.
Sich die eigenen Privilegien bewusst machen und nicht alles als selbstverständlich ansehen
Andere Situation: Letztens bei einem guten Freund, der zufällig auch Typ-1-Diabetes hat: Wir wollten gemeinsam kochen. Nebenbei erzählte er, dass er gerade nicht krankenversichert ist, er vielleicht nicht genügend Insulin für die Woche hat, keine Sensoren bestellen kann, seine Werte Achterbahn fahren. Ich war schockiert! Wenn er mir das vorher gesagt hätte, hätte ich ihm einiges aus meinen Vorräten mitgebracht.
Wie schlimm ist es, als Mensch mit chronischer Krankheit nicht versichert zu sein? Komplett auf sich selbst gestellt zu sein? Und wie vielen Menschen auf dieser Welt geht es eigentlich so?
Zum Glück ist er inzwischen wieder versichert und alles ging gut. Trotzdem brachte mich die ganze Situation zum Nachdenken: Wie sieht Diabetes ohne Krankenversicherung aus? Wieso nehme ich das alles als selbstverständlich, wenn es vom einen auf den anderen Moment ganz anders sein kann?
Es hilft, sich die Privilegien, die wir haben, bewusst zu machen, denn es sind eben Privilegien! Auch wenn wir uns gern darüber beschweren, dass unsere Krankenkasse nicht alles übernimmt. Oder der Arzt nicht mehr als 15 Minuten für uns hat. Denn so selbstverständlich ist das alles nicht.
Eure Tine
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (4) Seite 37
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anseaticids postete ein Update vor 17 Stunden, 36 Minuten
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 3 Tagen, 15 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
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Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 4 Tagen, 8 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.👉 Was bedeutet die Teilnahme?
Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙
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