- Behandlung
Sexuelle Störungen bei Frauen mit Diabetes
3 Minuten
Sexualstörungen bei Frauen mit Diabetes? Über dieses Thema wird nicht oft gesprochen. Während Männer mit Diabetes in der Sprechstunde immer häufiger direkt nach Funktionsstörungen bzw. erektiler Dysfunktion gefragt werden, fehlen Fragen danach bei Frauen oft. Immer noch ist es ein Tabuthema. Vielen ist gar nicht bewusst, dass es hier Zusammenhänge gibt. Deshalb gilt: Wenn Störungen der Sexualfunktion bestehen, ist es wichtig, darüber zu sprechen. Nur dann kann es Hilfe geben.
Während bei Männern die Frage nach Potenzstörungen zum Standardprogramm gehört, scheint das Thema Sexualität bzw. Sexualstörungen bei Frauen mit Diabetes immer noch ein Tabuthema zu sein, obwohl 30 % aller Diabetikerinnen an Lubrikations-Störungen (mangelndes Feuchtwerden der Scheide) leiden. Zudem sind fast 50 % der Frauen über 50 Jahre von dem Krankheitsbild einer Beckenboden-Schwäche betroffen. Diese führt nicht nur zu einer Inkontinenz, sondern spielt auch eine wichtige Rolle beim Geschlechtsverkehr.
Nur wenige Studien
Neben einem schlecht eingestellten Diabetes kann auch ein Östrogen-Mangel in den Wechseljahren eine Ursache für Sexualfunktions-Störungen sein. Auch Störungen an der Schilddrüse können zu einer trockenen Scheide und Unlust führen. Leider gibt es nur wenige Studien zu Sexualstörungen bei Frauen. Viele Frauen werden beim Arzt nicht darauf angesprochen und fangen dieses Thema nur selten von sich aus an. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass Frauen meist in der Lage sind, Sexualkontakte zu haben, selbst wenn sie unter einer Orgasmusstörung oder Lustlosigkeit leiden.
Ob die Ursachen bei weiblichen Sexualstörungen vordergründig in der Psyche begründet oder organischer Herkunft sind, ist bis heute noch eine wissenschaftlich ungelöste Frage. Zudem ist es sehr schwierig, organische Beschwerden von seelischer Problematik zu trennen.
Entscheidend ist, darüber zu reden
Entscheidend ist, dass die betroffenen Frauen mit ihrem Gynäkologen oder ihrem Diabetesteam über bestehende Sexualstörungen reden bzw. ein Redeangebot oder eine Schulung zu dem Thema angeboten bekommen. Die rechtsstehenden Fragen können dabei helfen, sich auf das Gespräch vorzubereiten.
Manche Diabeteszentren bieten Männer- und Frauenrunden an. In den Frauenrunden ist der Gesprächsstoff jedoch meist viel umfangreicher als in den Männerrunden. Meist werden hier Zusammenhänge zwischen Hormonen und Glukosewerten besprochen, aber auch Themen wie Blasen-Entzündungen und Scheidenpilz. Zusätzlich gibt diese Frauenrunde aber auch Raum, über das Thema Unlust, Schmerzen beim Sex, eine trockene Scheide und Zusammenhänge mit dem Diabetes zu diskutieren.
Fragebogen
- Haben Sie seit einiger Zeit weniger Interesse am Sex?
- Leiden Sie daran, dass Ihre Scheide zu trocken ist?
- Kommen Sie schwer oder gar nicht zum Orgasmus?
- Haben Sie Beschwerden beim Verkehr?
- Leiden Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder an Depressionen?
- Sind die Funktionsstörungen mit Beginn einer medikamentösen Behandlung aufgetreten?
- Sind die Beschwerden nach einer Geburt oder Operation aufgetreten?
- Fühlen Sie sich oft müde, erschöpft, antriebslos?
- Ist Ihr Genitalbereich früher bei sexueller Erregung stärker angeschwollen?
- Sind Sie früher leichter und intensiver zum Orgasmus gekommen?
- Fühlen Sie sich Ihrem Partner seit einiger Zeit weniger nah oder vermissen Sie Ihrerseits emotionale Nähe?
Auch das eigene Körperbild und die Akzeptanz des Diabetes sind regelmäßig Thema. So kann eine trockene Scheide eine Folge eines hohen Blutzuckers sein, aber grundsätzlich ebenfalls eine Folge eines langjährigen Diabetes. Zudem spielt es eine Rolle, wie gut man sich fühlt, um Lust auf die Lust zu haben. Stört mich etwa der blaue Fleck vom letzten Spritzen? Stört mich die Insulinpumpe? Habe ich Angst, eine Unterzuckerung beim Sex zu bekommen? All diese Gedanken können ebenfalls dazu beitragen, dass die Lust zur Unlust wird.
Auch über Lösungsansätze sprechen
Diese Gespräche helfen den Frauen zum einen, das Thema einmal „losgeworden“ zu sein, aber auch, zu sehen, dass man nicht allein damit ist. Dazu gehört auch, über mögliche Lösungsansätze zu sprechen. In Abhängigkeit von der Ursache kann eine Behandlung mit Medikamenten (z. B. Hormonen), eine Psychotherapie oder eine Kombination von beidem in Frage kommen. Natürlich sollte man auch das Gespräch mit seinem Partner suchen. Allein das Sprechen über ein Problem kann eine ganze Menge Probleme wegnehmen, manchmal sogar die sexuelle Beziehung völlig normalisieren.
Beckenboden stärken
Des Weiteren helfen Gleitgele, die Feuchtigkeit akut zu verbessern. Für eine langfristige Besserung hilft ein Training des Beckenbodens. Dies kann mit einfacher Beckenboden-Gymnastik erfolgen, aber auch mit Trainingsgeräten, die extern angewendet werden, oder Liebeskugeln, die intern angewendet werden. Geräte, die mit leichten Vibrationen ähnlich wie Geräte zur Elektrostimulation (TENS-Geräte) funktionieren, können vom Arzt verschrieben werden und die Kosten werden bei Bedarf von den Krankenkassen übernommen. Es gibt Geräte mit und ohne Bio-Feedback, also einer Rückmeldung, ob die Anspannung des Beckenbodens erfolgreich geübt wurde oder nicht.
Zusammenfassung
- Sexualstörungen bei Frauen sind bisher nicht ausreichend erforscht und nur unzureichend therapiert.
- Als Folge von Diabetes mellitus kann es zu Neuropathie (Nervenstörung) oder Angiopathie (Durchblutungsstörung) kommen. Diese können ebenso wie beim Mann Auslöser für sexuelle Störungen bei Frauen sein.
- Häufigste Ursache für sexuelle Störungen bei Frauen sind psychische Faktoren, wie Depressionen.
- In einer Studie wurde der Zusammenhang von sexuellen Störungen und HbA1c, Body-Mass-Index (BMI), Diabetesdauer, Medikation, Alter und Verhütung untersucht. Es konnte kein Zusammenhang nachgewiesen werden, auch nicht bei einzelnen diabetischen Folgeerkrankungen.
- Erst wenn mehrere diabetische Komplikationen auftreten, treten gleichzeitig auch signifikant mehr Probleme in der Sexualität auf.
- Es kann zu einer verminderten Lubrikation und damit zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen. Lubrikations-Störungen treten bei etwa 30 % der Diabetikerinnen auf – doppelt so oft wie bei Frauen ohne Diabetes.
Schwerpunkt „Diabetes bei Frauen und Männern“
von Dr. oec. troph. Astrid Tombek
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (4) Seite 30-31
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Stunde, 42 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 20 Stunden, 51 Minuten
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 18 Stunden, 58 Minuten
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 16 Stunden, 20 Minuten
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 2 Stunden, 8 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Stunde, 45 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 7 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
