- Behandlung
So können Sie Ihr Risiko drastisch mindern
3 Minuten

Primärprävention – gegen Diabetes
Viele Forschergruppen beschäftigen sich weltweit mit der
Beim Typ-2-Diabetes spielen Ansätze zur Lebensstilveränderung eine große Rolle; auch laufen Untersuchungen zu Medikamenten, die eingesetzt werden, um zu verhindern, dass Diabetes entsteht.
Sekundär- und Tertiärprävention – gegen Diabetesfolgen
Vermutlich sehr viel mehr Wissenschaftler untersuchen aktuell Strategien zur
Auch scheinen die Gene relevant zu sein bei der Entwicklung der Folgeerkrankungen: Im Rahmen von Analysen großer Patientenzahlen und Register wurde klar, dass bei vergleichbarem
Redet man über Folgeerkrankungen, muss man sich Folgendes klarmachen: Neben dem Blutzucker haben weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin oder Rauchen einen großen Einfluss auf Entstehen und Fortschreiten der Diabetesfolgen. Man muss also immer das Gesamtpaket im Auge behalten. Der Blutzucker allein wäre zu kurz gegriffen.
Selbst das Risiko senken …
Erfreulich und entscheidend ist hierbei, dass man sein persönliches Risiko für Folgeerkrankungen erheblich senken kann, wenn alle diese Risikofaktoren optimal behandelt sind. So konnte vor kurzem für den Typ-2-Diabetes gezeigt werden, dass es nahezu möglich wird, das Lebenszeitrisiko für einen Herzinfarkt von bis zu 50 Prozent abzusenken in Richtung einer
… an großen und kleinen Gefäßen!
Dies kann auf die gesamte Bandbreite an Folgeerkrankungen übertragen werden: sowohl an den großen Gefäßen (
Unterschätzt wird der Faktor
In den letzten Jahren wurden verschiedene Langzeit-Studien über den Typ-2-Diabetes publiziert, die schon länger bekannte Fakten hinsichtlich der Entwicklung und des Fortschreitens der Folgeerkrankungen beim Typ-1-Diabetes bestätigten:
Das Blutzucker-Gedächtnis
So konnte auch beim Typ-2-Diabetes bestätigt werden, dass gerade für die Entwicklung von mikrovaskulären Folgeschäden der Blutzucker, besser die gute Einstellung, besonders relevant ist bzw. eher zum Tragen kommt als bei der Entstehung von makrovaskulären Gefäßschäden. Die Stoffwechsellage sollte ab Diagnosestellung im Zielbereich liegen, denn so kann man langfristig mit einer deutlich geringeren Rate an Folgeschäden rechnen – das bezeichnet man als
Wer also Diabetesfolgen gerade an den kleinen Gefäßen vermeiden möchte, sollte sich sehr um seinen Blutzucker kümmern! Hiermit ist nicht nur das HbA1c gemeint, sondern die Gesamtqualität der Einstellung; diese definiert sich neben dem HbA1c (als Mittelwert aller Blutzuckerwerte) auch über die Rate an Unterzuckerungen (vor allem schwere Hypoglykämien sind zu vermeiden!) sowie über eine möglichst geringe Schwankungsbreite des Blutzuckers.
So ist also eine normnahe Blutzuckereinstellung ganz besonders relevant, um mikrovaskuläre Schäden zu vermeiden oder ihr Fortschreiten zu hemmen.
Nicht ohne Hypoglykämien!
In der Praxis lässt sich eine solche Blutzuckereinstellung nicht komplett ohne (zumindest milde) Hypoglykämien erreichen. Die Entscheidung für eine strenge Einstellung ist nur sinnvoll, wenn die Anzahl an Begleiterkrankungen gering ist. So lange die Zahl der milden Unterzuckerungen gering ist, kann dies bei den meisten Betroffenen akzeptiert werden – das Nutzen-Risiko-Verhältnis fällt günstig aus bei nur gelegentlichen milden Hypoglykämien.
Eine erst kürzlich veröffentliche Langzeitbeobachtung des DCCT (Diabetes-Kontroll- und Komplikations-Studie) bei Typ-1-Diabetes zeigte, dass milde Hypoglykämien z. B. langfristig keine Folgeschäden mit neurologischen bzw. intellektuellen Defiziten verursachen. So wird z. B. die Demenzrate durch milde Hypoglykämien nicht erhöht.
Ziele für den Einzelnen
Trotzdem sollen die Ziele für Blutzuckerwerte individuell festgelegt werden – das sagen die aktuellen Empfehlungen und Leitlinien. Dies gilt für Typ-1- wie für Typ-2-Diabetiker. Was den Blutzuckerlangzeitwert angeht: Hier geht es immer um einen Kompromiss zwischen guten Werten, um Folgeerkrankungen zu vermeiden, und einer trotzdem nur geringen Zahl an Unterzuckerungen.
Wichtig bei der Therapiewahl: Was wünscht sich eigentlich der Patient? Welche Therapie passt zu ihm, welche kann er umsetzen? Berücksichtigt werden sollen hier auch Begleiterkrankungen.
Welche Zielwerte?
Daneben müssen weitere Faktoren bedacht werden bei der Festlegung eines individuellen HbA1c-Zielwertes; ideal ist es, mit Ihrem Arzt ein individuelles Ziel-HbA1c zu besprechen – hier kann Ihr Arzt auch erklären, welche Faktoren bei Ihnen relevant sind.
Beim Typ-1-Diabetes sollte bei den meisten Betroffenen möglichst ein HbA1c-Wert unter 7 Prozent
Typ 2: Langzeitwert unter 7 Prozent
Beim Typ-2-Diabetes wird als optimaler Zielwert ein HbA1c ebenfalls unter 7 Prozent (53 mmol/mol) empfohlen – unter Vermeidung von Hypoglykämien und starker Gewichtszunahme; daneben sollen besonders die genannten Risikofaktoren optimiert werden – die empfohlenen Werte können auch als Orientierung für den Typ-1-Diabetes genommen werden:
Werte zur Orientierung
Wie sieht die Zukunft aus? Welche weiteren Hilfen werden wir in den kommenden Jahren erwarten?
Was bringt die Zukunft?
Neben der wichtigen Blutzuckereinstellung wird natürlich intensiv an diversen anderen Therapeutika und Medikamenten geforscht, die diese Blutzuckereinstellung optimieren bzw. erleichtern.
20 neue Medikamente …
So erwarten wir zur Behandlung des Typ-2-Diabetes bis zum Jahr 2020 bis zu 20 neue Medikamente oder technische Hilfsmittel wie einfache
Bleibt das Grundproblem, weshalb die Zahl an Typ-2-Diabetes erkrankter Patienten kontinuierlich zunimmt: das Körpergewicht! Deutschland ist die
Interessante Neuentwicklungen
Beispiele für künftige Medikamente sind Wirkstoffe, die Folgeerkrankungen an den kleinen Gefäßen reduzieren sollen – bei Typ-1- wie bei Typ-2-Diabetes. Es geht um neue Substanzen, die die gestörte Gefäßfunktion, speziell der ganz kleinen Gefäße, normalisieren und so direkt schützen sollen vor der Entstehung bzw. vor dem Fortschreiten einer diabetischen Nephropathie.
Ein Beispiel, um das Fortschreiten einer diabetischen Retinopathie zu verhindern, sind Medikamente, die das Wachstums neuer Kapillaren am Augenhintergrund hemmen sollen. Bezüglich der Folgerkrankungen sind also nicht nur Medikamente in Entwicklung, die den Blutzucker als Mitverursacher der Folgeerkrankung optimieren, sondern auch solche, die die Folgeerkrankung direkt am Gefäß beeinflussen sollen.
Closed-Loop für Typ-1-Diabetiker
Für den Typ-1-Diabetes wird intensiv am
Ein Problem bleibt nach wie vor die Kontrolle des Blutzuckers nach Mahlzeiten, da selbst die kurzwirksamen Analoginsuline für ein solches System etwas zu langsam wirken. Wenn man hier ein funktionierendes System hätte, könnte der Blutzucker bei den Betroffenen stabil und normnah in einem Blutzuckerbereich gehalten werden, der unbedenklich ist für das Risiko für Diabetesfolgen an großen und kleinen Gefäßen. Dieses Therapieprinzip wäre auch zur Therapie des Typ-2-Diabetes denkbar.
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123novesia postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena