- Behandlung
Typ-1-Diabetes sicher vorhersagen – oder verhindern
2 Minuten

Inselautoantikörper sagen Typ-1-Diabetes voraus
Wenn Typ-1-Diabetes ausbricht, werden betroffene Familien oft vollkommen überrascht – und doch besteht die Erkrankung oft bereits seit Jahren; durch den Nachweis von
Kinder mit zwei oder mehr Antikörpern haben zwar ein praktisch 100-prozentiges Risiko, innerhalb von 15 bis 20 Jahren an Typ-1-Diabetes zu erkranken; die Krankheit verläuft aber meist so langsam, dass ausreichend Zeit bleibt für eine
Höheres Risiko durch Eltern
Die Anzahl der Personen, die an Typ-1-Diabetes erkranken, steigt weltweit stark; vor allem Kleinkinder sind zunehmend betroffen. Kinder, deren Eltern oder Geschwister an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, haben ein durchschnittliches Risiko von 5 Prozent, selbst einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln; in der Allgemeinbevölkerung liegt das Risiko bei 0,3 Prozent.
Eine genaue Vorhersage, welches Kind aufgrund einer Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen durch das körpereigene Immunsystem erkrankt, kann durch einen
Nachwies oft schon Jahre vor Krankheitsbeginn möglich
Diabetesspezifische Autoantikörper, die
Dort binden die Inselautoantikörper spezifisch an spezielle Strukturen der Betazellen und lösen so die Fehlreaktion des Immunsystems aus. Die vier Inselautoantikörper sind gegen wichtige Bausteine des Insulinstoffwechsels in den Betazellen gerichtet: das Insulin selbst (IAA) sowie (abgekürzt) "GADA", "IA2A" und "ZnT8A".
Je mehr Inselautoantikörper, desto höheres Risiko
Die Zahl der vorhandenen Inselautoantikörper beeinflusst das Diabetesrisiko deutlich: je mehr es werden, desto wahrscheinlicher tritt ein Typ-1-Diabetes auf. Verwandte von Patienten mit Typ-1-Diabetes mit nur einem Inselautoantikörper entwickeln zu weniger als 20 Prozent innerhalb von 10 Jahren selbst eine Typ-1-Diabetes. Für Verwandte von Typ-1-Diabetikern mit zwei oder mehr Inselautoantikörpern ist das Erkrankungsrisiko ungleich höher:
Laut BABYDIAB-Studie waren nach 10 Jahren etwa 70 Prozent erkrankt, nach 15 bis 20 Jahren fast 100 Prozent. Auch Personen ohne familiäre Vorbelastung haben bei mehreren Inselautoantikörpern ein deutlich erhöhtes Diabetesrisiko.
Der Zeitraum
Enge Verwandte unter 30?
Die Forschergruppe Diabetes um Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler in München bietet Verwandten ersten Grades bis zum 30. Lebensjahr (Kindern, Geschwistern oder Eltern) von Typ-1-Diabetikern ein kostenloses Risiko-Screening an. Dazu wird eine kleine Menge Blut benötigt, die beim Haus- oder Kinderarzt abgenommen und per Post an die Münchner Forscher geschickt werden kann.
Kostenlos teilnehmen
Jeder Teilnehmer erhält dann einen Befundbrief mit dem Inselautoantikörperstatus und einer individuellen Beratung. Ist kein Antikörper nachweisbar, ist das Erkrankungsrisiko gering und eine Kontrolle in fünf Jahren sinnvoll. Wird ein einzelner Antikörper gefunden, sollte eine Kontrolle des Befunds nach 6 bis 12 Monaten erfolgen, je nach Alter. Sind zwei oder mehr Antikörper vorhanden, kann der Teilnehmer in eine
Typ-1-Diabetes verhindern
Der Diabetes-Ausbruch ist Folge des Angriffs des Immunsystems auf die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse; er kann noch nicht gestoppt werden: Also konzentriert sich die aktuelle Forschung auf die Vorbeugung des Typ-1-Diabetes. Mit einer "Impfung" soll verhindert werden, dass das Immunsystem die Betazellen als feindlich einstuft und damit der zerstörerische Angriff auf die Betazellen möglichst lange unterbleibt.
Die Münchner Forscher erproben derzeit in der internationalen Studie
Es besteht berechtigte Hoffnung, dass der Impfansatz hilft, wie die
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Wochen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/





Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße