Typ-1-Diabetes sicher vorhersagen – oder verhindern

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Typ-1-Diabetes sicher vorhersagen – oder verhindern

Inselautoantikörper sagen Typ-1-Diabetes voraus

Wenn Typ-1-Diabetes ausbricht, werden betroffene Familien oft vollkommen überrascht – und doch besteht die Erkrankung oft bereits seit Jahren; durch den Nachweis von

Kinder mit zwei oder mehr Antikörpern haben zwar ein praktisch 100-prozentiges Risiko, innerhalb von 15 bis 20 Jahren an Typ-1-Diabetes zu erkranken; die Krankheit verläuft aber meist so langsam, dass ausreichend Zeit bleibt für eine

Höheres Risiko durch Eltern

Die Anzahl der Personen, die an Typ-1-Diabetes erkranken, steigt weltweit stark; vor allem Kleinkinder sind zunehmend betroffen. Kinder, deren Eltern oder Geschwister an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, haben ein durchschnittliches Risiko von 5 Prozent, selbst einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln; in der Allgemeinbevölkerung liegt das Risiko bei 0,3 Prozent.

Eine genaue Vorhersage, welches Kind aufgrund einer Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen durch das körpereigene Immunsystem erkrankt, kann durch einen

Nachwies oft schon Jahre vor Krankheitsbeginn möglich

Diabetesspezifische Autoantikörper, die

Dort binden die Inselautoantikörper spezifisch an spezielle Strukturen der Betazellen und lösen so die Fehlreaktion des Immunsystems aus. Die vier Inselautoantikörper sind gegen wichtige Bausteine des Insulinstoffwechsels in den Betazellen gerichtet: das Insulin selbst (IAA) sowie (abgekürzt) "GADA", "IA2A" und "ZnT8A".

Je mehr Inselautoantikörper, desto höheres Risiko

Die Zahl der vorhandenen Inselautoantikörper beeinflusst das Diabetesrisiko deutlich: je mehr es werden, desto wahrscheinlicher tritt ein Typ-1-Diabetes auf. Verwandte von Patienten mit Typ-1-Diabetes mit nur einem Inselautoantikörper entwickeln zu weniger als 20 Prozent innerhalb von 10 Jahren selbst eine Typ-1-Diabetes. Für Verwandte von Typ-1-Diabetikern mit zwei oder mehr Inselautoantikörpern ist das Erkrankungsrisiko ungleich höher:

Laut BABYDIAB-Studie waren nach 10 Jahren etwa 70 Prozent erkrankt, nach 15 bis 20 Jahren fast 100 Prozent. Auch Personen ohne familiäre Vorbelastung haben bei mehreren Inselautoantikörpern ein deutlich erhöhtes Diabetesrisiko.

Der Zeitraum

Enge Verwandte unter 30?

Die Forschergruppe Diabetes um Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler in München bietet Verwandten ersten Grades bis zum 30. Lebensjahr (Kindern, Geschwistern oder Eltern) von Typ-1-Diabetikern ein kostenloses Risiko-Screening an. Dazu wird eine kleine Menge Blut benötigt, die beim Haus- oder Kinderarzt abgenommen und per Post an die Münchner Forscher geschickt werden kann.

Kostenlos teilnehmen

Jeder Teilnehmer erhält dann einen Befundbrief mit dem Inselautoantikörperstatus und einer individuellen Beratung. Ist kein Antikörper nachweisbar, ist das Erkrankungsrisiko gering und eine Kontrolle in fünf Jahren sinnvoll. Wird ein einzelner Antikörper gefunden, sollte eine Kontrolle des Befunds nach 6 bis 12 Monaten erfolgen, je nach Alter. Sind zwei oder mehr Antikörper vorhanden, kann der Teilnehmer in eine

Typ-1-Diabetes verhindern

Der Diabetes-Ausbruch ist Folge des Angriffs des Immunsystems auf die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse; er kann noch nicht gestoppt werden: Also konzentriert sich die aktuelle Forschung auf die Vorbeugung des Typ-1-Diabetes. Mit einer "Impfung" soll verhindert werden, dass das Immunsystem die Betazellen als feindlich einstuft und damit der zerstörerische Angriff auf die Betazellen möglichst lange unterbleibt.

Die Münchner Forscher erproben derzeit in der internationalen Studie

Es besteht berechtigte Hoffnung, dass der Impfansatz hilft, wie die

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂