- Behandlung
Wachsende Bedeutung: personalisierte Therapie des Typ-2-Diabetes
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Seit es immer mehr Medikamente zur Behandlung des Typ-2-Diabetes gibt, kann eine personalisierte Therapie immer zielgerichteter erfolgen – mit besseren Ergebnissen. Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner stellt die Wirkstoffe hier vor.
Typ-2-Diabetes ist eine komplexe Erkrankung, die aus einer Fehlfunktion der Insulin-produzierenden Beta-Zellen, einer abgeschwächten Insulinwirkung (Insulinresistenz), einer massiven Ausschüttung von Hormonen im Bauchfett und einer chronischen Entzündung im Körper besteht. Welches Medikament beeinflusst welche Grundstörung?
Einfluss von Therapien des Typ-2-Diabetes auf Blutzucker (BZ), Beta-Zell-Dysfunktion (BZD), Insulinresistenz (IR) und chronische Entzündung (CE)
Tab. 1: Einfluss von Therapien des Typ-2-Diabetes auf Blutzucker (BZ), Beta-Zell-Dysfunktion (BZD), Insulinresistenz (IR) und chronische Entzündung (CE)
Lebensstil (Ernährung, Bewegung) Gewichts-Abnahme Metformin Sulfonylharnstoffe Glinide DPP-4-Hemmer Glitazone SGLT-2-Hemmer GLP-1-Rezeptor-Agonisten Insulin (früher Beginn) Insulin (später Beginn)
Metformin: Ende als Erst-Therapie?
Metformin ist das erste Medikament in allen nationalen und internationalen Therapie-Leitlinien. Es blockiert in der Leber den Fettabbau zu Zucker. Weitere positive Effekte insbesondere beim Herz-Kreislauf-Risiko werden diskutiert, sind jedoch nicht wirklich belegt. Metformin ist daher ein reiner Blutzucker-Senker, der ansonsten hinsichtlich des Krankheits-Geschehens eher als neutral anzusehen ist. Seine Zeit als unverzichtbare medikamentöse Erst-Therapie dürfte aufgrund neuer personalisierter Therapie-Ansätze irgendwann zu Ende gehen.
Sulfonylharnstoffe, Glinide: nicht zeitgemäß
Sulfonylharnstoffe und Glinide sind eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Ihr Wirkmechanismus, ein nicht durch Blutzuckerwerte kontrolliertes Ausschütten von Insulin aus den Beta-Zellen, führt zur vorzeitigen Erschöpfung der Beta-Zellen. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die den negativen Einfluss der Sulfonylharnstoffe auf die Sterblichkeit durch Infarkte und Schlaganfälle belegen. Aufgrund der negativen Auswirkungen der Sulfonylharnstoffe und in etwas abgeschwächter Form auch der Glinide, die vergleichbar wirken, finden beide Medikamenten-Klassen in einer personalisierten Therapie keinen Einsatz mehr.
Glitazone: reduzieren Entzündungen
Glitazone erhöhen die Empfindlichkeit von Muskel- und Fettgewebe gegenüber Insulin. Diese Gewebe reagieren dann effektiver auf Insulin, mehr Glukose aus dem Blut wird aufgenommen. Der Wirkstoff Pioglitazon beeinflusst außerdem die Umverteilung des Körperfetts aus den Organen in die Haut und reduziert die Menge der gesättigten Fettsäuren (Triglyzeride) im Blut. Es hemmt Entzündungen, was langfristig zur Reduktion des Herz-Kreislauf-Risikos führen kann. Bei personalisierten Diabetes-Therapien kommt Pioglitazon zum Einsatz, wenn die Insulinresistenz oder die chronische Entzündung im Vordergrund steht. Pioglitazon kann aktuell in Deutschland nur bei Privatpatienten und Selbstzahlern eingesetzt werden.
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 4 Tagen, 2 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen
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In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?



