- Diabetes-Grundwissen
Übergewicht: 5 gute Gründe fürs Abnehmen
3 Minuten
Wer schlank ist, ist hierzulande mittlerweile in der Minderheit. Doch nur weil so viele Menschen übergewichtig sind, sind die Extrapfunde auf ihren Rippen nicht harmlos oder unbedeutend. Denn Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für viele Erkrankungen – welche das sind und wieso Abnehmen eine gutes Vorhaben ist, erfährst du in diesem Beitrag.
Zwei Drittel der Männer (67 %) und gut die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Knapp ein Viertel der Erwachsenen ist sogar stark übergewichtig – was man im Fachjargon als adipös bezeichnet. Zahlen wie diese kann man beim Robert Koch-Institut (RKI) nachlesen, das ihm Rahmen eines Gesundheitsmonitorings regelmäßig Daten zum Gesundheitszustand der Bevölkerung erhebt.
5 Top-Gesundheitsargumente gegen Übergewicht und fürs Abnehmen
Den meisten Menschen, die Extrapfunde auf den Rippen haben, gefällt ihr Spiegelbild nicht. Sie wären gern schlanker, um besser auszusehen. Doch es gibt auch eine ganze Reihe gesundheitlicher Argumente, warum es sich lohnt, auf sein Gewicht zu achten. Vielleicht helfen sie bei der langfristigen Motivation zum gesunden Abnehmen?
1. Abnehmen hilft, Typ-2-Diabetes leichter in Schach zu halten
Menschen, deren Diagnose Typ-2-Diabetes noch nicht lang zurückliegt und die rigoros abnehmen, können ihren Zuckerstoffwechsel wieder normalisieren und anschließend unter Umständen sogar ganz auf Medikamente verzichten. Darauf deutet eine vielbeachtete Studie aus dem Jahr 2018 hin. An ihr nahmen 298 übergewichtige Menschen teil und hielten eine strikte Diät. Die Hälfte von ihnen schaffte es, ihren Zuckerstoffwechsel wieder zu normalisieren. Man spricht dabei von einer ‚Remission‘. Wenn mehr als 15 kg purzelten, gelang diese Remission zu etwa 85 Prozent. Wer ‚nur‘ etwa 10 kg abspeckte, hatte immerhin eine 50:50 Chance auf eine Diabetes-Remission. Und auch bei denen, die nur etwa 5 kg abnahmen, lag die Erfolgsquote immer noch bei etwa 20 Prozent.
2. Abnehmen verbessert die Wirkung von Medikamenten
Übergewicht macht sich nicht nur negativ auf das Selbstwertgefühl und das individuelle Wohlbefinden bemerkbar. Tatsächlich beeinflusst es auch die Wirkung verschiedener Medikamente. So haben Wissenschaftler*innen beispielsweise herausgefunden, dass Rheumamedikamente bei Übergewicht schlechter wirken. Demnach wirkt sich jedes Kilo weniger auf der Waage günstig auf die Erkrankung und den Behandlungserfolg aus.
3. Ohne Übergewicht gesünder und erholsamer schlafen
Menschen mit starkem Übergewicht haben häufig Schlafstörungen. Denn wenn sich zu viel Fett in den oberen Atemwegen einlagert, sinkt der Durchmesser der Atemwege und behindert die Atmung. Kommt es nachts deswegen sogar zu mehrfachen Atemstillständen (im Fachjargon: obstruktive Schlafapnoe, OSA), ist die Sauerstoffversorgung gestört. Das erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Schlaganfall. Abgesehen davon führt ein gestörter Schlaf zu Tagesschläfrigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit. Wer sein Körpergewicht reduziert, kann also Schlaf, Gesundheit und Wohlbefinden verbessern.
4. Übergewicht fördert Krebs – Abnehmen senkt dieses Risiko
Ein hoher Köperfettanteil erhöht das Risiko für etliche Krebsarten. Nach Daten des Deutschen Krebsforschungszentrums treten insgesamt 13 Krebsarten – Darmkrebs, Speiseröhrenkrebs, Nierenzellkrebs, Gebärmutterkörperkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gallenblasenkrebs, Eierstockkrebs, Krebs des Mageneingangs, Schilddrüsenkrebs, multiples Myelom (eine spezielle Krebserkrankung des Blutplasmas) und Meningeome (eine besondere Form von Hirntumoren) – häufiger bei übergewichtigen als bei normalgewichtigen Menschen auf. Wer sein Gewicht reduziert, senkt also auch sein Risiko, an Krebs zu erkranken.
5. Übergewicht verlängert das Leben nicht
Lange Zeit glaubten auch Expert*innen, dass ein paar Extrakilos insbesondere bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen die Überlebenschancen zu verbessern. Man nannte diesen Effekt das sogenannte Adipositas-Paradoxon. Damit wären die sprichwörtlichen Rettungsringe tatsächlich mögliche Lebensretter. Doch mittlerweile widerlegen immer mehr Studien diese These. Neuerdings geht die Wissenschaft davon aus, dass bereits geringes Übergewicht das Sterberisiko erhöht. Wer seine Gesundheit schützen möchte, sollte sich also so gut es geht von seinen Speckpölsterchen trennen.
Tipps, wie Du eine gesündere Ernährung und mehr körperliche Aktivität in Deinen Alltag integrieren kannst, findest Du in unserer Rubrik Ernährung und Bewegung.
von Antje Thiel
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
