- Eltern und Kind
Inselspital Bern
2 Minuten
Das Team der Kinderdiabetologie am Inselspital, Universitätsspital Bern, betreut eine der größten Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes schweizweit. Was dem Team dabei wichtig ist, erzählt Oberarzt Dr. Christoph Saner.
Etwa 250 Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes werden vom kinderdiabetologischen Berner Team betreut. Das Einzugsgebiet umfasst etwa eine Million Menschen und wird teils durch geographische Gegebenheiten, teils durch die Grenzen zur französischsprachigen Schweiz definiert. Meist schon mit 16 Jahren wechseln die Jugendlichen in die Erwachsenenmedizin, denn dann treten viele eine Lehrstelle an oder beginnen mit einer höheren Ausbildung.
Das ganze Team ist involviert
Das kinderdiabetologische Team ist interdisziplinär zusammengesetzt und besteht aus 13 – 15 Kolleginnen und Kollegen aus folgenden Bereichen: ärztlicher Bereich, spezialisierte Pflege, Ernährungsberatung und Sozialberatung. Zudem sind die Bereiche Kinderpsychologie/Psychosomatik und die stationäre Pflege für Diabetologie wichtige Ansprechpartner für die Kinder und ihre Familien. Nach der Diagnose bleibt ein Kind etwa 10 Tage in der Klinik, lernt die Grundlagen der Diabetestherapie kennen und wird zusammen mit seinen Eltern intensiv geschult.
Dafür hat das Team ein Programm zusammengestellt. „Das ganze Team bringt dem Kind/der Familie das Diabetesmanagement nahe“, so Saner. Die Schulungen im weiteren Verlauf – z. B. beim Umstieg auf die Pumpe oder beim Neu-Anlegen eines kontinuierlichen Glukose-Sensors – finden dann meistens ambulant statt. Sie werden von den Diabetesfachberaterinnen übernommen, aber auch die Ärzte sind wenn nötig involviert.
Für die Schulungen von Erzieherinnen im Kindergarten oder schulischem Lehrpersonal gibt es gutes Unterrichtsmaterial, so Saner – und jetzt auch die Videos. Auch bietet das Diabetesteam an, Lehrerinnen und Lehrer in der Klinik zu schulen. „Das Hauptziel ist aber eigentlich, dass wir die Familien so gut unterrichten, dass sie alle anderen Personen instruieren können. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, und wir haben auch nur eine relativ tiefe Rücklaufrate von Kindern, die aus irgendeinem Grund in der Schule Probleme haben.“ Auch die dreimonatlichen Kontrollen sind eine gute Gelegenheit, aktuelle Fragen aufzugreifen – und wenn nötig eine Re-Schulung zu veranlassen.
Und was ist dem Berner Team grundsätzlich wichtig? Christoph Saner: „Es ist uns sicherlich wichtig, dass wir den Kindern und Familien beibringen können, dass unter Einhaltung gewisser Regeln der Diabetes als Begleiter angeschaut werden kann und somit eigentlich keine Einschränkungen im weiteren Leben bestehen. Außerdem, dass man mit Diabetes zusammenleben soll und nicht gegen ihn kämpft, denn dann verliert man sicher früher oder später. Das wollen wir auch mit den Videos vermitteln: Es kann Probleme geben – aber die kann man lösen.“
Kinderdiabetologie
Leitung: Prof. Dr. Christa E. Flück
Freiburgstrasse, CH-3010 Bern
E-Mail: kinderdiabetes@insel.ch
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2022; 13 (1) Seite 29
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 5 Tagen, 15 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 5 Tagen, 22 Stunden
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 5 Tagen, 15 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 5 Tagen, 14 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 5 Tagen, 13 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 5 Tagen, 12 Stunden
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 4 Tagen, 18 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 4 Tagen, 4 Stunden
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jasminj antwortete vor 4 Tagen, 3 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂