Alle Jahre wieder – die Sache mit den guten Vorsätzen

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Alle Jahre wieder – die Sache mit den guten Vorsätzen

Auf der Zielgeraden zum neuen Jahr

Spätestens ab Anfang November bin ich gedanklich auf der Zielgeraden ins neue Jahr. Ich ziehe Bilanz, wie das Jahr so war, was funktioniert hat und was nicht. Dabei werden dann „Dauerbaustellen“ sichtbar, die schon seit Jahren da sind, aber wo so gar nichts passiert. Mein Vorhaben, endlich von meinem Übergewicht runterzukommen, ist sowas wie der Klassiker unter den Neujahrsvorsätzen. Inzwischen habe ich erkannt, dass das Abnehm-Projekt erst dann erfolgreich sein wird, wenn ich tatsächlich bereit dafür bin.

Quelle: Susanne Thiemann

Der Jahreswechsel als Zeitpunkt für Veränderungen

Mit dem Beginn eines neuen Jahres persönliche Vorhaben umzusetzen, das war öfters mein Plan. Neben den großen Dingen, wie abzunehmen oder mit dem Rauchen aufzuhören, geht es auch um kleine Veränderungen. Z.B. früher ins Bett zu gehen, öfter mal raus in die Natur, mehr zu lesen und mehr Zeit an der Nähmaschine zu verbringen.

Es gibt in meinem Alltag einiges, was ich gerne ändern möchte. Spätestens zum Jahresende ploppt diese Liste regelmäßig bei mir auf. Aber wie sinnvoll ist es, möglichst viele persönliche Projekte auf den Jahresanfang zu legen?

Der Stress mit dem Countdown

Mit dem Glockenschlag zum neuen Jahr eine Veränderung zu wagen, ist ja die „Königin der guten Vorsätze“. Früher habe ich dem letzten Tag im Jahr eine dramatische Bedeutung beigemessen – jetzt oder nie! Dass allerdings statt Vorfreude auf Veränderung eher eine Endzeitstimmung einsetzte, je näher der Silvesterabend kam, gab mir zu denken.

Den Jahreswechsel sehe ich nicht mehr als „magisches Datum“. Meine anstehenden Projekte und Vorhaben starte ich lieber an den übrigen 364 Tagen des Jahres.

Den realistischen Blick bewahren

Was ist jetzt dran? Was kann ich wirklich schaffen? Diese Fragen stelle ich mir mittlerweile, bevor ich konkret eine Veränderung in meinem Leben plane.

Es gibt den Erfolg in kleinen Schritten, das heißt, sich auch über Teilziele zu freuen. Für mich ist wichtig: das Ganze nicht mehr an ein festes Datum zu koppeln.

Mit meiner Gewichtsabnahme war ich bis jetzt nicht sonderlich erfolgreich. Aber ich habe nicht weiter zugenommen und gebe mein Ziel nicht auf.

Gute Vorsätze auch für das persönliche Diabetesmanagement?

Was meinen Alltag mit Diabetes angeht, da läuft natürlich nicht immer alles rund. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass mir am Silvesterabend der Gedanke kam: „Im nächsten Jahr kümmerst du dich aber besser um deine Diabetestherapie.“

Statt guter Vorsätze habe ich im Laufe der Jahre feste Grundsätze für mein Diabetesmanagement gefunden:

  • lebenslanges Lernen – auch in der Diabetestherapie
  • gute und offene Kommunikation mit dem Diabetes-Team
  • Therapieveränderungen in Betracht ziehen
  • mich nicht selber unter Druck setzen
  • Ich muss nicht perfekt sein!

Wenn ein Diabetestag mal wieder so richtig chaotisch abläuft, hätte ich diese Sätze auch sehr gerne als Poster an der Wand.

Quelle: Susanne Thiemann

Nicht mehr rauchen ab Jahresbeginn?

Rauchstopp im Januar – ja, das hat bei mir funktioniert! Es war allerdings nicht die Neujahrsnacht, sondern der 4. Januar 2008. Das Datum wurde von mir bewusst gewählt, da zahlreiche Versuche in den vorangegangenen Silvesternächten kläglich gescheitert waren. Dank der guten Vorbereitung und Betreuung in einem Nichtraucherkurs habe ich damals den Sprung in ein rauchfreies Leben geschafft. Das hätte ich nach 31 Jahren als extrem starke Raucherin nicht gedacht, dass ich mal ohne Zigaretten klarkomme. 

Wollt Ihr aktuell einen guten Vorsatz oder Plan in die Tat umsetzen? Traut Euch! Oft ist der beste Zeitpunkt genau in diesem Moment.


Einen weiteren (wissenschaftlichen) Blick auf das Thema Vorsätze bekommt ihr von Christian: Wissenschaftlich geprüft: Wie man seine guten Vorsätze auch wirklich umsetzt

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  • diahexe postete ein Update vor 3 Tagen, 3 Stunden

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

  • ckmmueller postete ein Update vor 6 Tagen, 14 Stunden

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

  • anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

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    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
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    ✔ Kindern Sicherheit geben
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