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Die Kälte, der Diabetes – und wie wärmende Gewürze helfen können
4 Minuten

Ich sitze da und schlürfe eine Schüssel mit selbstgekochter Gemüsebrühe mit Gewürzen. Die Suppe wärmt mich. Geht es euch auch manchmal so? Ich bin zugegebenermaßen eine echte Frostbeule. Und dann tut mir eine warme, kräftigende Suppe sehr gut – auch jetzt im Frühling, wenn die Tage zwar oft schon warm sind, die Abende aber noch empfindlich kühl. Und den einen oder anderen richtig kalten Tag gibt es speziell im April ja auch noch …
Was hat das mit meinem Diabetes zu tun? Ganz einfach ausgedrückt, verleitet mich diese innere Kälte oft dazu, viel zu viel zu essen. Und das wiederum wirkt sich nicht sonderlich positiv auf mein Körpergewicht und eben auch auf meinen Blutzucker aus.
Ratschläge aus der der tibetischen Medizin
Mein Arzt, der auch mit tibetischer Medizin arbeitet, hat mir dazu einige Ratschläge gegeben. Die tibetische Medizin behandelt ihre Patienten nach einer jahrhundertealten Konstitutionslehre. In ihr werden unter anderem Kräuter eingesetzt, um die Erhaltung oder Wiederherstellung eines harmonischen Gleichgewichts von Körper, Geist und Seele zu erreichen. Die in der tibetischen Medizin eingesetzten Kräuter sind je nach Patient sehr individuell.
Kräuter, die meinem Diabetes guttun und mich wärmen
Nein, ich gebe hier keine Tipps für tibetische Kräuterlehre! Nichtsdestotrotz verwende ich in meiner Küche Kräuter und Gewürze, die auch meinem Diabetes, meiner Kälte und mir generell Gutes tun.
Ich habe für euch ein bisschen nach der Wirkung meiner Gewürze herumgestöbert. Die meisten dieser Gewürze wirken bei Typ-2-Diabetes unterstützend. Aber auch mir als Typ-1-Diabetikerin schaden sie nicht! Es handelt sich hier keinesfalls um den Versuch, den Diabetes zu heilen! Nur um eine geschmackliche Anregung …
Hier kommt meine kleine Gewürz-Übersicht!
Bei Zimt kommen mir sofort Zimtplätzchen in den Sinn. Auch bei Glühwein oder in Tees kommt Zimt zum Einsatz. Zimt hat neben seiner exotischen Herkunft (er kommt aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, und wird auch in Indonesien, auf Madagaskar, auf den Kleinen Antillen und in Mittelamerika angebaut) auch eine blutzuckersenkende Wirkung. Er zählt damit zu den Heilpflanzen, die die Behandlung des Diabetes unterstützen können.
Curry wurde vom King’s College London einer Reihe wissenschaftlicher Tests unterworfen. Das Ergebnis ist im Bezug auf den Diabetes interessant: Die Wissenschaftler untersuchten das Curryblatt, und es zeigte sich, dass es die Funktion des Verdauungsenzyms „pankreatische Alpha-Amylase“ einzuschränken scheint. Dieses Enzym spielt bei der Umwandlung von Stärke in Glukose eine Rolle. Mit dem Gewürz Curry kann es zu einer Verlangsamung des Abbaus der Stärke kommen. Und damit kann geholfen werden, dass die Abgabe der Glukose in den Blutkreislauf gleichmäßiger erfolgt.

Die Stoffe der Gewürznelke sind offenbar in der Lage, die Insulinempfindlichkeit zu erhöhen, so dass die Zellen besser Zucker aufnehmen und speichern. Daher könnten Gewürznelken als natürlicher Regulator des Zuckerstoffwechsels bei Diabetes eingesetzt werden.

Ich trinke frischen Ingwer sehr gerne klein geschnitten als warmen Tee. Das in Ingwer enthaltene Gingerol erhöht ebenfalls die Insulinempfindlichkeit und unterstützt so den Transport des Zuckers aus dem Blut in die Zellen. So kann der Blutzucker besser reguliert werden.

Chili ist ein scharfes und wärmendes Gewürz, das die Verdauung anregt. Chili wirkt mit seiner besonderen Schärfe, die die Geschmacksnerven mit dem Wirkstoff Capsaicin reizt. Capsaicin wiederum regt den Stoffwechsel an und somit die Verdauung wie auch die Durchblutung.

Diese aromatische Wunderknolle wird nicht nur als würzende Zutat, sondern auch medizinisch eingesetzt. Knoblauch hält Blut, Herz und Gefäße gesund. Und auch den Darm kann Knoblauch desinfizieren sowie Krebs vorbeugen.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wirkt Schnittlauch leicht wärmebildend – ist also gut für die kalte Jahreszeit. Ein Butterbrot mit Schnittlauch kann deshalb der eher kühlenden Wirkung des Brotes gegensteuern.

Eine Gemüsebrühe, die von innen wärmt
Zum Schluss gebe ich euch noch das Rezept für meine wärmende Gemüsebrühe mit.

Gemüsebrühe mit wärmenden Gewürzen
Zutaten für 1,5 l Gemüsebrühe:
- 1 großes Bund Suppengrün (aus Möhren, Petersilienwurzel, Knollensellerie, Porree)
- 1 Tomate
- 1 Zwiebel
- Ingwer
Gewürze:
- Knoblauch
- Pfeffer
- Ingwer
- Gewürznelken
Das Suppengemüse schälen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebel schälen, Knoblauch etwas platt drücken und Ingwer in kleine Stücke schneiden. Tomaten halbieren. Das Gemüse und den Pfeffer, Knoblauch und die Gewürznelken in zwei Liter kaltes Wasser geben und aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze eine Stunde köcheln lassen.
Die Gemüsebrühe durch ein feines Sieb gießen und salzen. Auf diese Weise erhält man eine sehr schmackhafte Gemüsebrühe. In die Suppe gehören natürlich noch ein paar Nudeln, Frittaten (Flädle, Pfannkuchenstreifen) oder Grießnockerln. Und zum Abschluss natürlich noch mit Schnittlauch verfeinern!
Ist euch auch immer so kalt?
Bitte gebt mir ein kleines Feedback über euer Gefühl von Kälte und Diabetes! Ist allen Diabetikern so kalt?
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kety22 postete ein Update vor 5 Tagen, 23 Stunden
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen
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In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?



Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück