Dinkel, Grünkern: für Abwechslung beim Essen

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© Heike Rau - stock.adobe.com
Dinkel, Grünkern: für Abwechslung beim Essen

Dinkelbrot, Grünkernfrikadellen, Dinkelbratlinge – Dinkel und Grünkern sind wieder in Mode, denn sie bringen Abwechslung in die Kochtöpfe und auf die Teller. Doch worin unterscheiden sie sich? Und eignen sich diese Getreide bei einer Zöliakie?

Dinkel ist mit dem Weizen eng verwandt; Grünkern ist Dinkel, der halbreif geerntet und dann getrocknet wurde. Weder Dinkel noch Grünkern sind glutenfrei.

Im Zuge der Vollwert- und vegetarisch-­veganen Bewegung ist Dinkel mittlerweile wieder sehr gefragt. Dinkel lässt sich ganz ähnlich verarbeiten wie Weizen, in der Getreidemühle allerdings brauchen die Dinkelkörner einen extra Schälvorgang, weil die Spelzen sehr fest am Korn sitzen. Im Hinblick auf ihre Nährwerte sind Dinkel und Grünkern eiweißreich, enthalten Mineralien wie Eisen, Magnesium und Zink sowie die Vitamine A, B und E. In 19 g Dinkel oder Grünkern sind 12 g Kohlenhydrate enthalten.

Die oft olivgrünen Körner des Grünkerns schmecken würziger als Dinkel. Grünkern bietet sich zum Beispiel als Alternative zu Risotto-Reis, als Schrot in Aufläufen und Eintöpfen oder für vegetarische Sauce Bolognese an. Auch als vegetarische Grünkernfrikadelle aus gekochtem Grünkernschrot mit reichlich Kräutern, aromatischen Gewürzen (Pfeffer, Muskat, Chili und Kräutersalz), Knoblauch, Ei und etwas Quark ist das Korn sehr lecker.

Dinkel – ein Universalkorn

Wie Grünkern eignet sich Dinkel für eine Fülle an Gerichten. Kochen Sie dazu das ganze Korn mit der doppelten Menge Flüssigkeit kurz auf, und lassen Sie es dann rund 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln. Gekochter Dinkelschrot lässt sich für Gemüsebratlinge und Brotaufstriche verwenden.

Dinkelmehl eignet sich prima als Grundlage für süße oder pikante Pfannkuchen, Spätzle und zum Backen von Brot, Brötchen und Kuchen. Jedoch sollten Dinkelteige nicht so intensiv und lange geknetet werden wie Weizenteige. Das Gebäck trocknet sonst schneller aus, insbesondere bei Verwendung von Dinkelvollkornmehl.


Autorin:

Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (1) Seite 9

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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?