- Ernährung
Single-Küche – allein kochen und essen
4 Minuten
Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein. Besteht ein Haushalt aus nur einer Person, wird oft wenig gekocht oder es gibt Fertiggerichte. Es geht aber auch anders, denn es lohnt sich für Alleinlebende durchaus, frisch zu kochen. Wir geben Ihnen jede Menge Tipps für die Single-Küche, mit denen Sie auch für eine Person lecker und gesund kochen können. Los geht’s!
Die Zahl der Single-Haushalte wächst stetig: 41 Prozent der Deutschen leben allein, heißt es beim Statistischen Bundesamt. In Großstädten wie Hamburg, Köln oder Berlin besteht sogar jeder zweite Haushalt aus nur einer Person. Mit steigendem Alter nimmt der Anteil der Alleinstehenden zu, insbesondere bei älteren Frauen. So leben etwa 40 Prozent der Frauen ab 60 Jahren allein, bei Männern dieser Altersgruppe sind es gerade einmal 19 Prozent.
Besser die Finger weg von Fertiggerichten
Wer allein lebt, fragt sich oft, ob es sich lohnt, nur für sich selbst zu kochen. Die klare Antwort: Ja, es lohnt sich. Sie können Zutaten, Mengen, Kalorien und selbstverständlich den Geschmack selbst bestimmen. Fertiggerichten hingegen fehlt häufig die individuelle Note und sie enthalten zudem tendenziell zu viel Salz, Fett und Zucker. In drei von vier Fertiglebensmitteln steckt Zucker – schauen Sie einmal genau auf die Zutatenlisten und Nährwertanalysen der Produkte.
Viele Fertigsuppen, -saucen etc. enthalten außerdem Geschmacksverstärker wie Natriumglutamat, das sich zwar nicht negativ auf Blutzucker oder Körpergewicht auswirkt, jedoch auf den Geschmackssinn: Wer viel Natriumglutamat mit dem Essen aufnimmt, beeinträchtigt sein natürliches Geschmacksempfinden und kann den Eigengeschmack eines Lebensmittels kaum noch wahrnehmen, weil dieser durch Glutamat übertüncht wird.
Konserven und Tiefkühlmahlzeiten sind zudem oft weichgekocht, haben keinen Biss. Es spricht also alles dafür, öfter selbst zu kochen. Ein paar leckere Rezeptideen für Ihr Solo am Herd finden Sie im aktuellen Rezeptteil.
Schnelle Soloküche: (k)ein Hexenwerk?
„Allein zu essen, macht keinen Spaß“, heißt es häufig, und deshalb läuft beim Essen der Fernseher, damit wenigstens etwas Unterhaltung den Raum erfüllt. Wer aber nur nebenbei isst und sich nicht aufs Essen konzentriert, neigt oft dazu, mehr zu essen als geplant. Letztlich werden so Geschmack, Konsistenz und Essensmenge weniger bewusst wahrgenommen.
Deshalb sollten Sie, auch wenn Sie allein essen und das nicht immer einfach ist, versuchen, mindestens einmal am Tag etwas Besonderes aus Ihrer Mahlzeit zu machen. Nehmen Sie sich Zeit, essen Sie am Tisch und gestalten Sie Ihre Mahlzeit appetitlich. Oft reicht es schon, ein paar Kräuter übers Essen zu streuen oder eine Tomate zu achteln und damit den Teller zu garnieren. Und wie wäre es, Ihr Essen auf schönem Geschirr anzurichten, mit einer Serviette und vielleicht einer Kerze und Blumen auf dem Tisch? Schon vermittelt ein einfaches Gericht ein besseres Gefühl und tut auch der Seele gut.
Damit Sie etwas Zeit sparen und trotzdem frisch kochen, empfiehlt es sich, z. B. Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Reis oder Nudeln gleich in doppelter Menge zu kochen. Eine Hälfte kommt in den Kühlschrank. So können Sie am nächsten Tag ein neues Gericht daraus zaubern.
Der ganz normale Einkaufswahnsinn
Wie oft gehen Sie einkaufen? Täglich oder nur einmal pro Woche? Mit Zettel? Oder lassen Sie sich im Laden von Angeboten locken? Mit etwas Planung müssen Sie nicht ständig einkaufen – vorausgesetzt, Sie haben einen entsprechenden Lebensmittelvorrat.
Überlegen Sie vorab zu Hause, was beim wöchentlichen Einkauf besorgt werden muss. Machen Sie sich einen Einkaufszettel. So vergessen Sie nichts und kommen außerdem nicht in die Versuchung, den Pizzadienst anzurufen oder einen Döner nebenbei zu essen. Einmal in der Woche einen größeren Einkauf zu machen reicht also. Einzig frisches Brot, Obst und Gemüse sollten Sie für drei bis vier Tage als Vorrat kaufen. Achten Sie bei Ihrer Vorratshaltung auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und bevorzugen Sie auch hier eher kleine bis normal große Packungen.
Allein am Esstisch zu sitzen, ist langweilig. Oder doch nicht? Unsere 25 Tipps helfen Ihnen, auch im Single-Haushalt öfter selbst zu kochen – für ein Plus an Abwechslung auf Ihrem Speisezettel und mehr Wohlbefinden. Auf geht’s!
5 unschlagbare Argumente fürs Single-Kochen
- Selbstgekochtes schmeckt besser als Fertiggerichte.
- Sie können Kalorien, Fett und Kohlenhydrate besser abschätzen.
- Die bringen mehr Abwechslung auf den Teller.
- Sie essen gesünder.
- Es tut Körper und Seele gut.
5 Schätze aus dem Eis
- Gemüse ohne Fett und Gewürze
- Obst ohne Zuckerzusatz
- gehackte Kräuter
- Fischfilet
- Hähnchenbrust, -keulen
5 Dosen fürs Küchensolo
- Linsen
- Kichererbsen
- passierte Tomaten
- Champignons in Scheiben
- Thunfisch im eigenen Saft
5 Gewürze für den Vorrat
- gekörnte Bio-Gemüse- oder Fleischbrühe
- Pfeffer
- Kräutersalz
- Paprikapulver
- Süßstoff
5 Paare aus dem Schrank
- Essig und Öl
- Reis und Nudeln
- Tomatenmark und Senf
- Kartoffeln und Püreepulver
- Eier und fettarme Milch
Sogar wenn Sie erst kurz vor Ladenschluss einkaufen gehen, gibt es immer noch Alternativen zum Tiefkühl- oder Dosengericht. Wie wäre es zum Beispiel mit Tiefkühlgemüse, am besten solches ohne Geschmacks- und Fettzusätze? Dazu passt gekörnte Gemüse- oder Fleischbrühe aus dem Vorrat, natürlich ohne Geschmacksverstärker wie Glutamat (empfehlenswert ist hier Bio-Qualität). Es gibt sogar gut geeignete Konserven wie gekochte Linsen, Bohnen und Kichererbsen im eigenen Saft. So lässt sich aus Tiefkühlgemüse und vorgekochten Linsen binnen 20 Minuten am heimischen Herd ein Linseneintopf kochen.
Gut ist auch unpaniertes Fischfilet aus der Gefriertruhe. An der Kühltheke gibt es meist noch Rindergehacktes, Hähnchenbrust oder Minutenschnitzel. Bei Gehacktem ist es wichtig, dass es bald verarbeitet wird. Man kann Hackfleisch auch durchbraten und in eine fest verschließbare Dose füllen – so bleibt es ein bis zwei Tage frisch.
Kleine Helfer in der Küche: das richtige Werkzeug
So ganz ohne Werkzeug geht es beim Kochen nicht. Praktisch ist es, wenn der Kühlschrank ein Gefrierfach hat. So lässt sich zum Beispiel Brot einfrieren und Scheibe für Scheibe auftauen. Das klappt besonders schnell und lecker im Toaster. Eine Mikrowelle, beispielsweise mit Grill- und Heißluftfunktion, ist prima – so muss für nur eine Portion nicht der Backofen aktiviert werden. Wird in der Mikrowelle gekocht, lohnt sich die Anschaffung von ein bis zwei geeigneten Schüsseln oder Tellern.
Eine beschichtete Pfanne, zwei bis drei Kochtöpfe und eine Auflaufform genügen oft für den Single-Haushalt. Außerdem lohnt sich die Anschaffung diverser Kleinteile fürs Solo-Kochprogramm: für Salat, Müsli und Milchspeisen eine kleine und eine große Plastik- oder Keramikschüssel und ein Sieb. Dazu ein Messbecher und eine Digitalwaage. Ein Holzschneidebrett, je ein großes und kleines, scharfes Messer sowie ein Schäler helfen beim Schnippeln. Neben Besteck sind Schneebesen, Suppenkelle, Pfannenwender, Dosenöffner, Salatbesteck, Küchenschere und natürlich der Kochlöffel wichtig.
Werden Sie zum Genießer und lassen Sie sich Ihre selbst gekochten Mahlzeiten schmecken. Das macht nämlich auch Singles glücklich, satt und zufrieden.
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (1) Seite 72-76
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 3 Tagen, 13 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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