Ihre Therapie im Check: Entspricht sie den aktuellen Empfehlungen?

Ihre Therapie im Check:
Entspricht sie den aktuellen Empfehlungen?

Hausarzt und Medfluencer Sebastian Alsleben war auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) unterwegs und hat die wichtigsten Erkenntnisse zur modernen Therapie des Typ-2-Diabetes mitgebracht.

Heute gilt: Bei der Behandlung geht es um weit mehr als nur den Blutzucker. Auch Herz, Nieren und Gewicht spielen eine wichtige Rolle. Doch entsprechen aktuelle Therapien noch den heutigen Empfehlungen?

Das Wichtigste im Überblick:

Ärztliche Leitlinien – was ist das und was sagen sie?

Sogenannte „Leitlinien“ von ärztlichen Fachgesellschaften unterstützen Ärztinnen und Ärzte dabei, in Abstimmung mit Patientinnen und Patienten die passende Therapie auszuwählen – individuell abgestimmt auf die jeweilige Situation. Im Fokus steht in Diabetes-Leitlinien heute nicht mehr nur der Blutzucker, sondern auch:

 

  • Herzgesundheit
  • Nierengesundheit
  • Gewicht
Medikamentöse Diabetestherapie – welche Substanzklassen gibt es und was tun sie?
  • Metformin: verbessert Insulinempfindlichkeit, senkt Zuckerproduktion der Leber
  • GLP-1 Rezeptoragonisten: 
    • senken Blutzucker
    • Gewichtsreduktion
    • Herz-/Nierenvorteile
  • SGLT-2-Inhibitoren:
    • fördern Zuckerausscheidung über den Urin
    • positive Wirkung bei Herzinsuffizienz
  • DPP-4-Hemmer: steigern Insulinfreisetzung über Darmhormone
  • Sulfonylharnstoffe: erhöhen Insulinausschüttung

→ beide: heute weniger relevant (weniger Zusatznutzen)

  • Insulin (Basal/Bolus)

→ wird meist später im Krankheitsverlauf eingesetzt

Video: Sebastian Alsleben über moderne Therapien des Typ-2-Diabetes

Im Video beleuchtet Sebastian Alsleben, welche Entwicklungen es gibt, welche Medikamente heute besonders relevant sind und worauf es bei einer zeitgemäßen Behandlung ankommt.

Herzschutz und Nierenschutz in der Praxis

Beim DGIM-Kongress wurde eine neue Studie vorgestellt, die zeigt: Viele Patientinnen und Patienten erhalten bereits eine leitliniengerechte Therapie – aber noch längst nicht alle, die davon profitieren könnten.

Gerade Menschen mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenerkrankungen bekommen moderne Wirkstoffe wie GLP-1 Rezeptoragonisten oder SGLT-2-Hemmer noch zu selten.1 Das ist besonders kritisch, weil gerade diese Patientengruppen von den zusätzlichen Schutzwirkungen für Herz und Nieren profitieren könnten.

Tipp für den nächsten Besuch in der ärztlichen Praxis

Moderne Therapie bedeutet heute: früh ganzheitlich behandeln, statt erst später nachzusteuern. Vor allem GLP-1 Rezeptoragonisten und SGLT-2-Inhibitoren spielen dabei eine wichtige Rolle.

Beim Arzt sollte darüber gesprochen werden, wie hoch das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko ist und welche Therapieoptionen infrage kommen – nicht nur zur Blutzuckersenkung, sondern auch zum Schutz von Herz und Nieren.

Weitere Informationen zu GLP-1 RA finden Sie auf der Website www.mit-diabetes.de.

  1. Altrogge J. et al.: Umsetzung der Leitlinienempfehlungen zu SGLT2i und GLP-1RA bei Patient*innen mit T2D und kardiovaskulären und renalen Komorbiditäten: Real-World-Daten aus dem DPV-Register. Posterpräsentation auf dem DGIM Kongress 2026, Wiesbaden: P-05-08. Die Innere Medizin, Sonderheft 2/2026 (Abstracts zum 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V.).

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