Beruf, Führerschein, Versicherungen: Wann soll man den Diabetes angeben, wann nicht?

4 Minuten

Beruf, Führerschein, Versicherungen: Wann soll man den Diabetes nennen, wann nicht? | Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com
Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com
Beruf, Führerschein, Versicherungen: Wann soll man den Diabetes angeben, wann nicht?

Soll man den Diabetes immer angeben oder lieber nicht? Etwa im Beruf, beim Führerschein-Antrag oder gegenüber Versicherungen? Das unterscheidet sich von Situation zu Situation. Rechtsanwalt Oliver Ebert erklärt, wann worauf zu achten ist.

Etwa jeder vierte Deutsche lebt mit einer chronischen Erkrankung – sei es Diabetes, Rheuma, Depression oder eine andere dauerhafte Einschränkung der Gesundheit. Viele Betroffene stehen dabei vor der schwierigen Entscheidung: Sollte man immer offen mit der Erkrankung umgehen – oder diese manchmal lieber für sich behalten?

Für den Diabetes kann ein Überblick über die wichtigsten rechtlichen Aspekte bei der Entscheidung helfen.

Beispiel für eine freiwillige Angabe: Hier kann man die Frage unbeantwortet lassen. Nicht zulässig wäre es, die Frage wahrheitswidrig mit „nein“ zu beantworten.

Beispiel für eine Pflichtangabe: Hier muss der Diabetes angegeben werden.

Eine Ausnahme besteht nur, wenn eine Krankheit die Eignung für die konkrete Tätigkeit massiv beeinträchtigt oder ein Gesundheitsrisiko für andere darstellt. Der Diabetes hat jedoch meist keine solchen gravierenden Auswirkungen, denn dank neuer Möglichkeiten, wie die kontinuierliche Glukose-Messung, lassen sich die Risiken gut beherrschen. Im Bewerbungsgespräch besteht daher grundsätzlich keine Pflicht, den Diabetes mitzuteilen.

Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.

Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Nachgefragt | Recht: Wie finde ich kompetente juristische Unterstützung in Sachen Diabetes?
Wie bei allen chronischen Krankheiten kann man auch mit Diabetes plötzlich in Situationen kommen, in denen man kompetente juristische Hilfe braucht. Zwar gibt es im Internet viele rechtliche Informationen, doch nicht immer sind diese verlässlich. Und wenn man einen Anwalt konsultiert, kennt dieser sich oft nicht wirklich mit den Besonderheiten des Diabetes aus.
Nachgefragt | Recht: Wie finde ich kompetente juristische Unterstützung in Sachen Diabetes? | Foto: Gina Sanders – stock.adobe.com

3 Minuten

Rechteck – Antworten auf ihre Rechtsfragen: Abmahnung für Blutzuckermessung in der Küche – ist das rechtens?
Ein Koch erhält eine Abmahnung, weil er in der Küche eine Blutzuckermessung durchgeführt hat. Ist das rechtens? Rechtsanwalt Oliver Ebert ordnet ein, welche Rechte Arbeitnehmer mit Diabetes am Arbeitsplatz haben.

< 1 minute

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 1 Tag, 7 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • darktear postete ein Update vor 1 Tag, 22 Stunden

    Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver