- Ernährung
Gesunde Ernährung: gesamtgesellschaftlich gegensteuern beim Zucker
3 Minuten
Mehr als die Hälfte der letzten Legislaturperiode wurde über die Werbung für ungesunde Lebensmittel gegenüber Kindern gestritten. Die „Zucker-Steuer“ stand nicht so im Fokus, um gesunde Ernährung zu fördern – ändert sich das jetzt?
Seit 15 Jahren spricht sich das Wissenschaftsbündnis DANK bereits für mehr Maßnahmen der Verhältnisprävention aus. Das Ziel: die bekannten Risikofaktoren für nicht übertragbare Erkrankungen für die gesamte Gesellschaft zu reduzieren. Kurz vor der Wahl zum Bundestag hatte die „Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten“ einen Sechs-Punkte-Plan für mehr Prävention und Gesundheitsschutz vorgelegt.
Denn trotz der ausdauernden Bemühungen zieht DANK-Sprecherin Barbara Bitzer eine ernüchternde Bilanz: „Andere Länder zeigen seit Jahren, wie mehr Gesundheitsschutz mit gezielter und umfassender Verhältnisprävention gelingt. Es darf nicht sein, dass wir in Deutschland als entwickeltem Land immer wieder über freiwillige Maßnahmen und mehr Aufklärung diskutieren und damit Präventions-Nachzügler sind und wertvolle Zeit verlieren.“
DANK-Forderungen: sechs konkrete Maßnahmen für gesunde Ernährung und Lebensweise
Bitzers Forderung an die nächste Bundesregierung ist klar: „Die Politik muss endlich eine Präventionswende einleiten, damit alle Menschen erreicht werden und vor allem Kinder gesund aufwachsen können.“
Mit sechs konkreten Maßnahmen will DANK diese Wende beginnen:
- Steuerliche Instrumente: Darunter fallen eine Hersteller-Abgabe auf zuckergesüßte Getränke. Ebenso eine stärkere Besteuerung gesundheitsschädlicher Produkte wie Tabak und Alkohol sowie eine Befreiung gesunder Produkte von der Mehrwertsteuer.
- Werbebeschränkungen: Werbung und Marketing für Ungesundes und gesundheitsschädliche Produkte soll eingedämmt werden, um Kinder und Jugendliche zu schützen.
- E-Zigaretten-Trend brechen: Einweg-E-Zigaretten und Aromen will DANK verbieten.
- Bessere Schul-Ernährung: Die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Schul-Ernährung sollen bundesweit eingeführt werden.
- Klare Lebensmittel-Kennzeichnung: Der Nutri-Score soll verbindlich auf allen Produkten eingeführt werden.
- Frühe Bewegung: Es soll mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag in Kita und Schule geben.
Im Wahlkampf wurden diese Themen vom lautstarken Ringen um die Migrations- und die Wirtschaftspolitik an die Wand gedrückt. Dabei betont DANK, dass Maßnahmen der Verhältnisprävention auch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stärken könnten. Eine gesunde Bevölkerung sei die Grundlage für eine leistungsfähige Gesellschaft.
„Durch gezielte Präventionsmaßnahmen können nicht nur die Gesundheitskosten deutlich reduziert und Folgekosten eingespart werden. Sie kosten zunächst nichts und können sogar neue Einnahmen generieren, beispielsweise durch höhere Steuern auf Tabak- und Alkoholprodukte, um Haushaltskassen in wirtschaftlich angespannten Zeiten zu entlasten“, argumentiert Bitzer. Allein der Tabakkonsum verursache in Deutschland jedes Jahr Folgekosten in Höhe von 97 Milliarden Euro, Alkoholkonsum 57 Milliarden Euro und Adipositas 63 Milliarden Euro, so DANK.
Besserer Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Im Vorfeld der Bundestagswahl haben auch ein breiteres Bündnis mit DANK und auch Ärzte- und Verbraucherverbänden sowie Kinderrechts-Organisationen einen besseren Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gefordert. Etwa jeder siebte Minderjährige in Deutschland sei von Übergewicht oder Adipositas betroffen – Kinder aus ärmeren Familien in besonderem Maß. Die künftige Bundesregierung müsse deshalb eine gesunde Ernährung aller Kinder fördern – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.
Die Benachteiligung von Kindern aus ärmeren Familien, die eher von Fehlernährung und Adipositas betroffen sind, werde hierzulande ignoriert, kritisierten die Verbände in ihrem Appell. In Schweden habe ein bereits zwischen 1959 und 1969 eingeführtes kostenloses, gesundes Schul-Essen dagegen zur Reduktion sozioökonomischer Unterschiede und zu einem höheren Einkommen im Erwachsenenalter geführt. Dieser Zuwachs lag in einer aktuellen Untersuchung bei 3 Prozent über alle Schüler und noch darüber für Schüler aus ärmeren Haushalten.
Studie zu süßen Kindergetränken
Hier geht es zur Foodwatch-Marktstudie Kindergetränke
Weniger Zucker bringt mehr Gesundheit und spart Geld ein
Das Dauerthema „Zucker-Steuer“ wurde auch auf der Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) letzten November in Hannover wieder einmal diskutiert. Der Münchener Prof. Dr. Michael Laxy prognostizierte für Deutschland aus gesellschaftlicher Perspektive Einsparungen von 16 Milliarden Euro im Zeitraum von 20 Jahren durch die Folgen einer gestaffelten Hersteller-Abgabe auf zuckergesüßte Getränke. Er sieht eine klare Beweislage für den Einfluss solcher Getränke auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen. Angesichts dessen sprach er von einem Marktversagen, weil diese Kosten der Zucker-Getränke von der Allgemeinheit getragen werden.
Als Vorbild einer Hersteller-Abgabe für Zucker-Getränke wird Großbritannien genannt. Der Vorstoß dazu kam nicht aus dem Gesundheits-, sondern aus dem Finanzministerium, berichtete Prof. Dr. Jean Adams auf der DDG-Herbsttagung immer noch etwas überrascht. Die Wissenschaftlerin der Universität Cambridge gab auch Tipps, was zum Beispiel Deutschland nach der britischen Erfahrung bei Einführung einer solchen Abgabe besser machen könnte:
Ihre Höhe sollte automatisch an die Inflation angepasst werden, die Ausnahmen für milchbasierte Getränke sollten besser differenziert werden und der Schwellenwert für den Zucker-Gehalt der Getränke mit der Zeit sinken. „Da geht noch mehr“, sagte sie mit Blick auf die bisher festgesetzten 5 Gramm pro 10 Milliliter. Aber vielleicht meinte sie ja auch den deutschen Elan bei der Einführung verhältnispräventiver Maßnahmen …
Komplexe Zusammenhänge: Zucker-Konsum und Gesundheitsfolgen:
- Eine schwedische Beobachtungsstudie fand unterschiedliche Zusammenhänge von Zucker-Verzehr und Herz-Kreislauf-Erkrankungen je nach Zucker-Quelle und Krankheit.
- Hoher Konsum gesüßter Getränke war mit hohem Risiko für die meisten Krankheiten verbunden.
- Andersherum war es für Süßgebäck: Der geringste Verzehr ging mit dem höchsten Risiko einher – vielleicht, weil Kuchen und Co für gutes Sozialleben stehen, so die Autoren.
von Marcus Sefrin
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (3) Seite 50-51
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 3 Tagen, 17 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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laratyp1life antwortete vor 2 Tagen, 17 Stunden
Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
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lelolali antwortete vor 2 Tagen, 17 Stunden
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂
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jasminj postete ein Update vor 4 Tagen, 1 Stunde
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 3 Tagen, 17 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 3 Tagen, 17 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 3 Tagen, 16 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 3 Tagen, 15 Stunden
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 2 Tagen, 21 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 2 Tagen, 7 Stunden
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jasminj antwortete vor 2 Tagen, 6 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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