Kanülen führen zu Aha-Erlebnissen

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© DiaTec / Mike Fuchs
Kanülen führen zu Aha-Erlebnissen

Diabetes und Technologie: Wer hierzu etwas wissen wollte, war auf der Fortbildung „DiaTec“ richtig. Viele Themen wurden diskutiert.

„Ziel ist, eine Kombination aus Wissenschaft und Fortbildung zu erreichen“, wünschte sich Prof. Dr. Lutz Heinemann, Organisator der Veranstaltung DiaTec 2014, zu Beginn der zwei Fortbildungstage. Mehr als 250 Diabetologen, Diabetesberaterinnen und andere Diabetes-Experten waren nach Berlin gekommen. Hauptthema war „Needles and Pens“, ein selten beachteter Aspekt der Diabetestherapie.

Forschung reduziert Schmerz

Dr. Dorothee Deiss (Abb. 1) aus Berlin stellte bei der Suche nach Informationen zu ihrem Einführungsvortrag fest: „Ich war fasziniert, welche Technik in den kleinen Nadeln steckt.“ Vor allem der heute kaum noch vorhandene Schmerz beim Spritzen hat sich durch die Forschung und Weiterentwicklung in diesem Bereich massiv reduziert.

4 Millimeter Länge reichen

Ein Aha-Erlebnis löste bei vielen die Information aus, dass die Dicke der Haut, auch als Dermis bezeichnet, bei Erwachsenen grundsätzlich etwa 2 Millimeter dick ist, unabhängig von Geschlecht, Ethnizität und Body-Mass-Index. Das hat laut Deiss die Konsequenz: „Die Nadel muss nur lang genug sein, um durch die Dermis zu gelangen, und kurz genug, um nicht die Muskelfaszie zu berühren.“

Eine Untersuchung hat gezeigt, dass das bei Kanülen mit den Längen 4 und 5 Millimeter der Fall ist; mit 6 Millimeter Länge geht es zum Teil in den Muskel, mit 8 Millimeter vollständig. Bei Kindern ist die Hautdicke altersabhängig, aber 4 Millimeter reichen bei ihnen immer.

Robuste Insulinpens

Eine interessante Beobachtung, die allerdings nicht zur Nachahmung anregen soll, machte Dr. Dirk Hochlenert aus Köln: Bei mehreren Diabetestagen in Köln hat er sich, zusammen mit seinem Team, die im Gebrauch befindlichen Insulinpens der Besucher angesehen. „Wir haben 5 Pens gefunden, die ganz offensichtlich kaputt waren“ – was aber die Besitzer der Insulinpens nicht daran hinderte, sie zu verwenden. Hochlenert: „Die Pentechnik ist sehr robust.“ Sein dringender Appell aber lautete: Insulinpens sollten regelmäßig überprüft werden.

Was Anwender so tun

Diabetesberaterin Marita Wernsing aus Quakenbrück brachte konkrete Beispiele, was sie in ihrem Alltag dazu erlebt hat – ebenfalls nicht zur Nachahmung empfohlen: Ein Patient zum Beispiel hatte einen Insulinfertigpen kurzerhand umgebaut: Die Kappe hatte er fein säuberlich abgesägt, damit er wie in einen Insulinpen zum Wechseln eine Insulinpatrone einlegen konnte; anschließend klebte er die Kappe mit Isolierband wieder an – und der Pen funktionierte!

In einem anderen Fall wunderte sich Wernsing, warum sich bei einer auf Insulin umgestellten Typ-2-Diabetikerin die Blutzuckerwerte überhaupt nicht änderten. Sie wollte sich von der Patientin zeigen lassen, wie sie sich spritzte. Die erstaunte Frage der Patientin: „Wie soll ich das machen? Ich habe doch hier kein Kissen.“ Die Patientin hatte gedacht, dass sie genau so spritzen müsste, wie in der Schulung gezeigt. Dort benutzen die Diabetesberaterinnen, damit sie sich nicht jedes Mal tatsächlich stechen müssen, gern ein kleines Kissen, in das sie injizieren … 35 Jahre Tätigkeit in Quakenbrück haben Wernsing eins gelehrt: Die Technik ist weit, aber Anwendungsfehler dürfen nicht unterschätzt werden.

Auch für nächstes Jahr ist die DiaTec-Fortbildung geplant: am 23. und 24. Januar. Mehr unter www. diatec­fortbildung.de

von Dr. med. Katrin Kraatz

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstra0e 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

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  • Hallo, ich bin 33 Jahre alt und hab letztes Jahr die Diagnose Diabetes Typ 2 bekommen. Aktuell nehme ich Metformin 1000mg 3 x täglich. Bewegung war mir schon immer wichtig und nach der Diagnose habe ich auch die Ernährung umgestellt

  • kasch postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hey, ich habe die Omnipod 5 und zurzeit noch den Dexcom g6.
    Die App läuft auf dem iPhone 12. wie kann ich das iPhone auf die Version 26.1 updaten? Automatische Updates würden ja gleich auf 26.2 gehen. Wie kann ich das manuell machen?

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Ich komme gerne zum T1day. Sicher treffe ich einige von euch aus der online community.

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    • Hallo Thomas, super, dann sehen wir uns dort. Kommst du auch zum Vorabend-Event? Liebe Grüße Lena

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    • thomas55 antwortete vor 1 Woche

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    • schade das schaffe ich beruflich nicht

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