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Ein fairer und respektvoller Umgang – die Macht der Sprache
5 Minuten
„[…] Denn dass wir mittels Sprache unsere Welt gestalten, dass sich vor allem in unseren Wortschätzen, in der Art und Weise unseres mündlichen Ausdrucks und in der unserer schriftlichen Textgestaltung unser Wissen, unsere Überzeugungen und unsere Werte spiegeln, ist selbstverständlicher Teil der Lebenserfahrung. […] Ebenso selbstverständlich ist, dass das Gesprochene und Geschriebene wieder zum Motor für unser Handeln werden kann.“ – Ekkehard Felder/Andreas Gardt: 1. Sprache – Erkenntnis – Handeln. Handbuch Sprache und Wissen. 2014
Ich habe nie bereut, mich für ein Studium der Sprachwissenschaft in der Germanistik entschieden zu haben. In der heutigen Zeit von Trump, AFD und der Tatsache, dass sich jeder relativ ungefiltert in den sozialen Medien äußern kann, ist es auch auf sprachlicher Ebene sehr spannend. Auf der anderen Seite lehrt mich mein Studium ein anderes Gefühl für Sprache.
Warum sprechen wir?

Ganz einfach: um zu kommunizieren – Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis. Relativ schnell wurde dem Menschen vor tausenden von Jahren bewusst, dass er kommunizieren muss, um zu überleben. Daraus entwickelte sich in einem langen, langen Prozess unsere heutige Sprache. Heute ist unsere Sprache nicht unbedingt überlebensnotwendig in dem Sinne, doch brauchen wir sie für unser soziales Leben und unsere psychische Gesundheit! Sprachliche Äußerungen passieren niemals ohne eine Intention. Sprecher vollziehen sprachliche Handlungen, indem sie bestimmte sprachliche Formen in der Annahme auswählen, dass sie damit eine spezifische Wirkung erzielen. Wie bei Handlungen können diese positiv oder negativ sein.
Das Problem mit dem Missverstandenwerden
Wenn wir mit unserem Gegenüber kommunizieren, kommt es nicht nur darauf an, was wir sagen, sondern auch, wie wir es sagen. Schon von Anfang an werden wir darauf gepolt, auf den Tonfall zu achten. Aber auch Gestik und Mimik spielen bei der Kommunikation eine große Rolle. Wenn wir mit anderen sprechen, sprechen wir nicht nur mit Worten, sondern mit unserem ganzen Körper. Wir senden viele Signale an den Empfänger, damit er unsere Informationen bestmöglich und richtig verarbeiten kann.
Im Internet ist außer unseren Worten nichts von der restlichen Kommunikation übriggeblieben. Und das gibt den Worten viel mehr Gewicht. Hier und da nutzen wir Smileys, um unsere Intention zu untermauern, aber wenn Gestik, Mimik und Tonfall fehlen, kann es schneller zu Missverständnissen kommen.
Die Gewalt der Worte

Für viele ist Sprache einfach nur Sprache und nicht gleichzusetzen mit Handlungen. Solange nur über etwas gesprochen wird, ist es keine Realität. Es wird erst zu dieser, wenn man seinen Worten Taten folgen lässt. Falsch! Eine Beleidigung tut nicht so sehr weh wie eine reale Ohrfeige? Auch falsch! Wörter haben eine enorme Macht und können sogar noch tiefer verletzen als manch körperliche Gewalt. Eine kleine Aufmerksamkeit ist nett und jeder freut sich, aber auch das ist nicht zu vergleichen, als wenn jemand aufrichtig sagt, warum und wie sehr er dich in seinem Leben schätzt.
Diskussionen und konstruktive Kritik
Es geht nicht darum, die Sprache so zu verharmlosen, dass sich bloß niemand auf den Schlips getreten fühlt. Nein, wir sind alle im Internet unterwegs, um uns zu informieren, um selbst zu kommunizieren und unsere Gedanken einzubringen.
Ein falsches Wort bei einer Kritik kann schnell Gefühle verletzen und ein Streit ist fast vorprogrammiert. Deswegen ist es wichtig, dass der Sender darauf achtet, seine Kritik konstruktiv zu verfassen. Außerdem geht er somit sicher, dass seine Botschaft auch wirklich ankommt. Es zeigt, dass der Sender wirklich etwas zu sagen hat und sich mindestens ein bisschen mit dem Thema beschäftigt hat. Es zeigt, dass er an einer Lösung des Problems interessiert ist und nicht nur Schuldzuweisungen aussprechen will. Anschließend könnte eine angeregte Diskussion folgen. Wir Menschen haben nun mal unterschiedliche Meinungen. Auch Diskussionen braucht der Mensch, sie stimulieren sein Sozialbedürfnis. Leider lässt sich in den letzten Jahren besonders in den Sozialen Medien beobachten, dass unsere Diskussionskultur langsam verloren geht, und ein Teil ist die fehlende konstruktive Kritik.
Die Sache mit den Blogs

Da es in unserer Sparte überwiegend um Diabetes-Blogs geht, haben die meisten von uns einen Beruf, ein Leben neben dem Blog. Sie nutzen ihren Blog, um bestimmte Themen für sich und andere aufzuarbeiten. Sie behandeln meistens Themen, mit denen sie sich selbst identifizieren und zu denen sie eine starke persönliche Bindung haben. Gerade bei solchen Blogs sind viele Artikel subjektiv, auch wenn viele Autor*innen immer wieder informative Artikel verfassen, um über bestimmte Sachverhalte aufzuklären. So kann ein Blog sowohl informativ als auch sehr persönlich sein. Sprache (geschrieben oder gesprochen) hat aber nicht immer die Funktion des reinen Ausdrucks. Sprache (geschrieben oder gesprochen) kann ebenso zur reinen „Informationsspeicherung, zur psychischen Entlastung, Regenerierung des Sprechers und zur Strukturierung des eigenen Denkens“ dienen. Ob das nun öffentlich auf einem Blog oder im Tagebuch auf dem Nachttisch passiert, ist jedem selbst überlassen. Bei persönlichen oder subjektiven Themen ist ein bisschen Feingefühl oder Empathie gefragt. Das wäre in einem direkten Gespräch nicht anders.
Ein fairer und respektvoller Umgang
Nur weil man im Internet nicht mit der direkten Reaktion seines Gegenübers konfrontiert wird und man weitestgehend anonym bleiben kann („Das im Internet hat ja nichts mit meinem realen Leben hier draußen zu tun.“) bedeutet das nicht, dass man sich hier alles erlauben kann. Auch online sollte man auf seine Wortwahl und sein Timing achten. Kluge Ratschläge sind vielleicht nicht in jeder Situation willkommen. Genauso wenig, wie schnippische Kommentare oder Witze eben manchmal unangebracht sein können.
Meine Devise lautet daher immer: „Würde ich das, was ich gerade geschrieben habe, genauso zu meinem Gesprächspartner sagen, wenn er mir gegenübersitzt? Wie würde ich mich bei diesem Kommentar fühlen?“ Verneine ich den ersten Punkt, ist es Zeit, meinen Kommentar umzuformulieren.
Das kostet mich wirklich kaum Zeit und Kraft, kann aber im besten Falle den Tag des Empfängers retten und gehört zu einem respektvollen Umgang dazu.
Wir wissen nie, was die anderen gerade für Päckchen zu tragen haben, deswegen versuche ich grundsätzlich nett und freundlich zu sein. Denn ich behandele andere so, wie ich selbst gerne behandelt werden möchte. Und mal ehrlich, es macht doch viel mehr Spaß, wenn man weiß, dass man auf eine so leichte Art und Weise jemandem eine Freude machen kann.
Mit konstruktiver Kritik kann man es ohne großen Streit zur Problemlösung schaffen – und eine Lösung zu finden, sollte doch immer die Intention einer Kritik sein.
Mehr zum Thema: Die Macht der Wörter – manchmal sind sie nicht gesprochen, sondern geschrieben!
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 3 Tagen, 11 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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