„Jugend forscht“: Nachwuchswissenschaftler macht Glukosewerte ohne Smartphone sichtbar

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„Jugend forscht“ Nachwuchswissenschaftler macht Glukosewerte ohne Smartphone sichtbar
Foto: Stiftung Jugend forscht e.V.
„Jugend forscht“: Nachwuchswissenschaftler macht Glukosewerte ohne Smartphone sichtbar

Menschen mit Diabetes, die das von Mark Oude Elberink entwickelte Display „DiaPlay”nutzen, müssen zum Checken ihrer Glukosewerte nicht mehr das Smartphone aus der Tasche holen oder das Handgelenk bewegen, um die Smartwatch zu aktivieren. Mit seiner pfiffigen Idee hat der 18-Jährige 2022 beim Bundes­wettbewerb „Jugend forscht” den dritten Platz errungen.

Angefangen hat alles mit einem Baukasten von „fischertechnik“. Schon als Kind hatte Mark Oude Elberink Spaß an technischen Tüfteleien und verbrachte zusammen mit seinem Vater viel Zeit im Hobby- und Bastelraum. Als er im September 2019 die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt, wurde er rasch mit Insulinpumpe und CGM-System ausgestattet. „Doch es nervte mich häufig, dass ich immer erst die Pumpe rausholen musste, um meine Glukosewerte abzulesen – oder erst nach fünf Klicks durch das Handymenü an die Werte herankomme“, erzählt der junge Mann. „Ich habe dann gar nicht so oft nach meinen Glukosewerten geschaut.“

„Jugend forscht“-Projekt: DiaPlay für die Darstellung der Glukosewerte erspart Blick aufs Smartphone

Mit seinem preisgekrönten Display „DiaPlay“ ist das anders. „In jedem Raum unseres Hauses steht mindestens eines davon, sodass ich jederzeit einen Blick auf meinen aktuellen Wert werfen kann“, erklärt Elberink. Das einfach zu bedienende Display mit optionaler Alarmfunktion kann an jedem Ort mit WLAN-Empfang aufgestellt werden und zeigt den aktuellen Glukosewert inklusive Trendpfeil an. Die Daten sendet die Nightscout-App, mit der Elberink sein CGM-System gekoppelt hat, an das Display. Dass auf diese Weise alle Familienmitglieder ebenfalls immer Einblick in seine Glukosedaten haben, stört ihn nicht: „Da gibt es bei uns zum Glück nur sehr, sehr selten mal Konflikte.“

Inzwischen studiert der junge Erfinder im ersten Semester Informatik an der FAU Erlangen. Daneben tauscht er sich intensiv mit verschiedenen Experten in Sachen Medizinprodukterecht aus, denn er möchte sein Produkt natürlich auch gern in Serie produzieren und professionell vermarkten. „Ich glaube, gerade für Eltern von Kindern mit Diabetes kann das DiaPlay eine große Hilfe sein.“



von Antje Thiel

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  • diahexe postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

  • ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

  • anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

    Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“

    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
    selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
    Unsere Mission ist einfach:

    ✔ Kindern Sicherheit geben
    ✔ Familien den Alltag erleichtern
    ✔ Kita- und Schulteams entlasten
    ✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.

    Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.

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    📞 040 851 59 747

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