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Medikamentöse Therapie des Typ-2-Diabetes auf die individuellen Risikofaktoren abstimmen
2 Minuten
Viele Menschen haben nicht nur einen Typ-2-Diabetes, sondern leiden gleichzeitig auch an Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkem Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einer eingeschränkten Nierenfunktion. Für die vielschichtige Therapie dieser individuellen Risikofaktoren sind Medikamente mit mehreren Angriffspunkten von besonderer Bedeutung.
Alle Medikamente gegen Typ-2-Diabetes senken naturgemäß Blutzucker und HbA1c – neuere Substanzgruppen wie SGLT2-Inhibitoren können aber deutlich mehr, erläuterte Professor Dr. Jochen Seufert von der Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Freiburg auf einer Veranstaltung im Rahmen der Diabetes-Herbsttagung. So unterstützen SGLT2-Inhibitoren z.B. auch die Gewichtsabnahme und senken den Blutdruck.
Typ-2-Diabetes-Therapie: SGLT2-Inhibitoren bieten Schutz bei individuelle Risikofaktoren für Herz und Nieren
Für die SGLT2-Inhibitoren zeigten alle großen Endpunktstudien bei Typ-2-Diabetes ein einheitliches Ergebnis: Kardiovaskuläre (also das Herz und die Gefäße betreffende) Ereignisse bis hin zu Todesfällen, stationäre Aufnahme wegen Herzschwäche und/oder Funktionsstörungen der Nieren gehen unter dieser Therapie im Vergleich zu Placebo deutlich zurück. Auch bei Menschen ohne Diabetes sind die positiven Effekte auf Herz- und Nierenfunktion inzwischen gut belegt und haben zu entsprechenden Zulassungen geführt. Darüber hinaus weisen Ergebnisse einer aktuellen Auswertung großer Studien darauf hin, dass SGLT2-Inhibitoren langfristig auch vor Vorhofflimmern schützen, sowohl im Vergleich zu DPP4-Inhibitoren als auch zu GLP1-Rezeptoragonisten. Auch dies gilt offensichtlich für Menschen mit und ohne Diabetes.
Wie werden die SGLT2-Inhibitoren heute bei Typ-2-Diabetes eingesetzt? In der neuen europäischen Leitlinie der EASD sind Blutzucker- und Gewichtskontrolle bei Typ-2-Diabetes auf Augenhöhe – genau wie der Schutz von Herz und Nieren und die breit angesetzte Therapie der anderen kardiovaskulären Risikofaktoren.
Der Einsatz von SGLT2-Inhibitoren kann auch unabhängig von Metformin und HbA1c sinnvoll sein
SGLT2-Inhibitoren spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Sie sollen wie auch GLP1-Rezeptoragonisten bei kardiovaskulären Erkrankungen (oder hohem Risiko dafür) eingesetzt werden – erstmals auch unabhängig von einer Therapie mit Metformin oder dem HbA1c-Wert. In der Praxis bedeutet dies, dass bei Einsatz von SGLT2-Inhibtoren oder GLP1-Rezeptoragonisten keine vorher etablierte Metformin-Therapie mehr gefordert wird und auch sehr gut eingestellte Personen, z.B. mit einem HbA1c von 6,4 Prozent, diese Substanzen ggf. zusätzlich erhalten sollten. Bei durch Durchblutungsstörungen hervorgerufenen kardiovaskulären Erkrankungen sind die GLP1-Rezeptoragonisten wahrscheinlich noch etwas besser, SGLT2-Inihibitoren werden als zweite Wahl genannt.
Menschen mit Typ-2-Diabetes und Herzschwäche sollten aufgrund der Studienlange auf jeden Fall einen SGLT2-Inhibitor erhalten; bei chronischer Nierenschwäche sollte ein SGLT2-Inhibitor oder GLP1-Rezeptoragonist mit an Bord sein. Geht es vor allem um eine Gewichtsreduktion, haben GLP1-Rezeptoragonist und GIP/GLP-1 Rezeptoragonist den größten und SGLT2-Inhibitoren einen mittleren Effekt. Gewichtsneutral sind Metformin und DPP4-Inhibitoren. Schon von Beginn sollte somit das individuelle Risikoprofil entscheidend für die Therapiewahl sein.
von Redaktion Diabetes-Anker
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße