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T1Day platzt aus allen Nähten!
3 Minuten
[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Markennennung.]
Mein letzter T1Day liegt schon zwei Jahre zurück – entsprechend groß war an diesem Wochenende meine Vorfreude. Am Vortag spazierte ich mit einer Freundin durch Kreuzberg. „Wie viele Diabetiker kommen denn da eigentlich immer“, wollte sie wissen. Ich versuchte, mich zu erinnern: „Das sind immer richtig viele – ich glaube, so um die 300.“
Weit gefehlt, wie sich einen Tag später zeigte.
26. Januar, H4 Hotel am Berliner Alexanderplatz: Ilka und Fredrik begrüßten als Moderatorenteam in guter und mittlerweile siebenjähriger Tradition gutgelaunt die Teilnehmer des T1Day 2020 – und ich staunte! Kamen zur Premiere im Jahr 2014 noch 160 Gäste, nahmen im Jahr 2020 mehr als 600 Typ-1- und Typ-F-Diabetiker teil, darunter 100 Kinder! Ausverkauft! Der T1Day platzte quasi aus allen Nähten – und das ist gut so. Zeigt es doch, wie wichtig das Forum für die Diabetes-Community und für alle Typ-1er ist, die sich für die neuesten Informationen und Trends in Sachen Diabetes-Technologie interessieren.

Startschuss mit Lebensfreude
Den Auftakt machte die charmante Karima Stockmann, die just an diesem Tag ihren persönlichen Diaversary – den Tag ihrer Diagnose – feierte. Die Autorin und Speakerin zeigte, wie sie von der Diabetikerin zur Lebensfreude-Expertin wurde, und machte deutlich: „Lebensfreude ist eine Entscheidung!“ Den Tagen mehr Leben geben, achtsam im Moment sein, bewusst durchatmen, mutig und dankbar sein für alles Positive – ihr hat das im Leben schon viel Kraft gegeben.

Dermatologin Stefanie Kamann sprach danach über allergische Hautreaktionen: Wann ist es nur eine Irritation, wann eine echte Kontaktallergie? Was sind problematische Allergene in Pflastern und Plastik-Verklebungen – und was geeignete Therapiemöglichkeiten? Spannend: Auch kortisonhaltige Nasensprays sollen helfen! Für die Zukunft hofft Kamann unter anderem auf eine bessere Transparenz bezüglich der Inhaltsstoffe. Ganz wichtig ihr Apell: Hautreaktionen unbedingt dem Hersteller melden, damit Daten gesammelt werden und er entsprechend reagieren kann. (Und muss.)
Dr. Diemund Simm-Kaiser stellte mit „Diabeter“ ein umfassendes Betreuungsprogramm für Diabetiker in den Niederlanden vor: Die knapp 3.000 Patienten haben 24/7 die Möglichkeit, Rückfragen zur Therapie zu stellen! Und Adrian Tappe, der sich selbst als „öffentlichkeitsscheuer Informatiker“ bezeichnet, sprach im Anschluss über Closed-Loop-Systeme. Außerdem rückten Hanno Schorlemmer und Olivia Peters die Blood Sugar Lounge ins Rampenlicht und Antje Thiel und Dr. Katarina Braune motivierten zum Dialog zum Thema „(Sensiblere) Sprache und Diabetes“. Viel Input für den Vormittag!
Nach der Mittagpause wurde es nicht weniger intensiv: Parallel fanden vier T-Camps statt – zu den Themen „Diabetes und Schwangerschaft“, „Typ F“, „Technologie für Einsteiger“ und „Technologie für Fortgeschrittene“. Und für die vielen Kids lief während des ganzen Tags ein ganz eigenes Programm – zur Verabschiedung zeigten sie am Ende des Tages auf der Bühne, was sie gelernt hatten. Das kam gut an: Tosender Beifall war der Lohn für ihren Tanz.
Von Profis für Profis
In den Pausen wartete den ganzen Tag über zudem eine Ausstellung, in der zahlreiche Industriepartner ihr Portfolio präsentierten. Und da zeigte sich auch wieder einmal, warum der T1Day so beliebt ist: In ausführlichen Gesprächen – von Profi zu Profi sozusagen – konnten sich die Teilnehmer mit den Anbietern über die neuesten Trends ihrer eigenen Pumpen- und Sensorenhersteller austauschen, konnten neue Systeme kennenlernen, vergleichen, Fragen loswerden.
Und das in alle Richtungen. Als ich mich zum Beispiel beim Omnipod-Stand über den Status quo des Omnipod Horizon informierte, stellte ein anderer Typ-1er neben mir viele ganz grundsätzliche Fragen zum System. Offenbar überlegte er, erstmals von der ICT auf eine Pumpe umzusteigen. Da mischte ich mich ein und ergänzte die Antworten der Omnipod-Vertreterin um meine praktischen Erfahrungen – und als er merkte, dass ich das System schon viele Jahre trage, wollte er noch viel mehr zum Alltag mit Pod wissen. So funktioniert Community!
Das könnte dich auch interessieren: Lea war im letzten Jahr auf dem T1Day
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 3 Tagen, 6 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 3 Tagen, 5 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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