Fragen aus der Praxis: Haarige Grundlagen

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Fragen aus der Praxis: Haarige Grundlagen

Für den ersten Artikel haben wir die Form eines fiktiven Frage-Antwort-Spiels gewählt. Die Fragen zum Thema weiblicher Haarverlust werden so ähnlich immer wieder in unserer Hormonsprechstunde gestellt.

Welche Arten von Haaren lassen sich bei Frauen unterscheiden?

Geboren werden wir mit dem Lanugohaar. Diese Haare sind kurz, dünn, weich und meist nicht pigmentiert. Das Vellushaar ist das normale Oberflächenhaar, das dünn, farblos und nicht länger als 2 cm ist. Terminalhaare befinden sich bereits bei der Geburt am behaarten Kopf sowie an Wimpern und Augenbrauen. Sie sind lang und dick und unterschiedlich pigmentiert.

Jeder Mensch besitzt normalerweise 80.000 bis 140.000 Kopfhaare. Die mittlere Anzahl der Kopfhaare hängt interessanterweise mit der Haarfarbe zusammen. Blonde haben ca. 140.000 Haare, Brünette etwa 100.000 und Rothaarige nur 85.000. Die Sexualhaare entwickeln sich aus den Vellushaaren an bestimmten Körperstellen in der Pubertät unter dem Einfluss von Testosteron. Hierzu zählen bei der Frau die Achsel- und die Genitalbehaarung.

Wie sind die Kopfhaare aufgebaut?

Der sichtbare Teil eines Kopfhaares (Haarschaft) besteht aus einem Markkanal, einer Faserschicht und einer Schuppenschicht (siehe Abb. 1). Durch das Mark unterscheiden sich dickes und dünnes Haar. Dem dünnen Haar fehlt das Haarmark. Die Faserschicht macht 80 Prozent des Haarschaftes aus. Sie besteht aus Keratin, das dem Haar Elastizität, Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gibt.

Abb. 1: So ist der außen sichtbare Teil eines Terminalhaares aufgebaut.

In der Faserschicht sind auch die Farbpigmente eingelagert. Werden die Farbpigmente durch Luftbläschen ersetzt, erscheinen die Haare grau bzw. weiß. Den unteren, nicht sichtbaren Teil des Kopfhaares bilden die Haarpapille und der Haarbulbus (siehe Abbildung links), die für die Verankerung und das Wachstum des ­Haares verantwortlich sind.

Abb. 2: So ist ein Terminalhaar aufgebaut.

Gibt es einen Wachstumszyklus der Kopfhaare?

Ja! Und das Verständnis dieses Wachstumszyklus ist die wichtigste „haarige Grundlage“. Das Wachstum der Kopfhaare folgt einem charakteristischen Zyklus, der in der Regel etwa 7 Jahre dauert und im Laufe eines Menschenlebens 10- bis 12-mal durchlaufen wird. Die Wachstumsphase (Anagenphase) dauert 2 bis 6 Jahre. Dabei wächst das Kopfhaar mit einer Geschwindigkeit von 0,3 mm pro Tag oder 1 cm im Monat.

Von der Dauer dieser Wachstumsphase ist die maximale Haarlänge abhängig. Sie dauert beim Mann ca. 2 bis 4 Jahre und bei der Frau ca. 4 bis 6 Jahre. In dieser Zeit wird von der Haarwurzel aktiv das Kopfhaar gebildet. In der Übergangsphase (Katagenphase), die 2 bis 4 Wochen dauern kann, kommt es zum Wachstumsstopp des Haarwuchses. Anschließend schließt sich eine 2- bis 4-monatige Ruhephase (Telogenphase) an.

Der Wachstumszyklus des Kopfhaares besteht aus drei unterschiedlichen Phasen.

In dieser Zeit wächst das Haar nicht mehr, und es kommt schleichend zu einem Verlust der Verankerung des Kopfhaares bis zum Ausfallen des Kopfhaares. Typischerweise formen sich die Haare in den letzten beiden Phasen kolbenartig um, so dass man auch vom Kolbenhaar spricht. Und danach beginnt der nächste Haarzyklus mit der mehrjährigen Wachstumsphase (siehe Abb. 3).

Welche Formen des weiblichen Haarverlustes gibt es?

Von einem diffusen Haarausfall spricht man, wenn pro Tag mehr als 100 Kopfhaare verloren gehen. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, dass jedes Kopfhaar seinem eigenen Haarzyklus folgt und die Kopfhaare untereinander nicht synchronisiert sind. Fällt das Kopfhaar bei Frauen ähnlich wie bei Männern mit Betonung im Mittelscheitel aus, spricht von einem androgenetischen Typus. Der seltenere kreisrunde Haarausfall kann kleinere Areale des Kopfes betreffen, aber auch bis zur völligen Glatzenbildung führen.

Welche Unterschiede bestehen zwischen den drei Formen des weiblichen Haarausfalls?

Der wichtigste Unterschied zwischen dem diffusen und dem androgenetischen Haar­ausfall ist, dass beim androgenetischen Haarausfall besonders die Haarwurzeln betroffen sind und sich beim diffusen Haarausfall in der Regel nur der Haarzyklus verändert. Das macht verständlich, warum ein diffuser Haarausfall prognostisch immer günstiger einzustufen ist als ein androgenetischer.

Die Ursache für den kreisrunden Haarausfall ist eine Autoimmunerkrankung, bei dem die Haarfollikel vom Immunsystem angegriffen werden. Beim kreisrunden Haarausfall kommt es bei jedem dritten Patienten zur spontanen Ausheilung nach 6 Monaten – und nach 1 Jahr ist sogar jeder zweite Patient wieder erscheinungsfrei.

Welche Untersuchungen sollten zum Abklären des weiblichen Haarausfalls durchgeführt werden?

Zunächst ist es ausreichend, wenn Ihr Hausarzt die Schilddrüsenhormonwerte prüft und außerdem, ob bei Ihnen ein Eisenmangel vorliegt. Bei einem androgenetischen Haarausfall sollte er sich hinsichtlich der weiteren Blutuntersuchungen gynäkologischen oder endokrinologischen Rat einholen. In Zweifelsfällen veranlasse ich zusätzlich bei einem dermatologischen Kollegen das Anfertigen eines Trichogramms.

Das Trichogramm dient der Quantifizierung der 3 Stadien des Haarzyklus. Es müssen etwa 20 bis 50 Haare dafür entfernt und anschließend mikroskopisch untersucht werden. Im Allgemeinen gilt als normal, dass sich über 80 Prozent der Haupthaare im Wachstums- und ca. 1  bis 3 Prozent im Übergangsstadium befinden, während der Ruheanteil unter 20 Prozent sein sollte.

Liegt der Anteil der Haare in der Ruhephase höher als 20 Prozent, deutet dies auf einen verstärkten Haarausfall hin, der sich auf über 50 Prozent bei allen drei Formen des weiblichen Haarausfalls steigern kann.

Schwerpunkt: Weiblicher Haarverlust

Von Prof. Dr. med. Reinhard Zick
Medicover MVZ, Möserstraße 4A, 49074 Osnabrück,
E-Mail: der.chef@mac.com

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (7) Seite 20-22

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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