Übergewicht durch Schlafmangel: Gut schlafen – weniger Kilos?

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Übergewicht durch Schlafmangel: Gut schlafen – weniger Kilos?

Gut und genug zu schlafen, ist so wichtig – das weiß jeder, der ab und zu oder sogar dauerhaft schlecht schläft. Aber was hat Schlafmangel mit Übergewicht zu tun? Und wie gelingt es, gut und erholsam zu schlafen? Dazu gibt es hier eine Übersicht.

Fakten und Studienergebnisse zum Thema Schlaf und Gewicht:

  • Wie viel Schlaf ein Mensch braucht, ist genetisch festgelegt. Die meisten Menschen haben einen Schlafbedarf von 7 bis 8 Stunden täglich.
  • Schlafmangel wirkt sich auf das Körpergewicht aus. Einer der Gründe: Schlafmangel beeinflusst die appetitregulierenden Hormone Leptin und Ghrelin: Die Konzentration des Sattmacherhormons Leptin nimmt ab. Gleichzeitig steigt der Anteil des appetitanregenden Hormons Ghrelin. Dieses Ungleichgewicht kann zu einem verstärkten Lustessen während der gesamten Zeit des Wachseins beitragen.
  • Bei Menschen mit Diabetes können durch Unterzuckerungen Schwierigkeiten beim Durchschlafen entstehen, vor allem, wenn sie Insulin spritzen oder Tabletten einnehmen, die eine Unterzuckerung bewirken können, ebenso nach dem Trinken von Alkohol.
  • Gab es nachts eine Unterzuckerung, aktiviert die Leber ihren Zuckerspeicher, um den Mangel im Blut auszugleichen. Die Folge ist ein hoher Wert am Morgen. Dem lässt sich mit einer geschickt gewählten letzten Mahlzeit vor der Nacht entgegenwirken.
  • Gut ist eine Kombination aus Kohlenhydraten mit Eiweiß und/oder etwas Fett und Ballaststoffen. Beispiele: Magerquark oder Skyr mit Obst | Naturjoghurt mit frischen Früchten | Dickmilch oder Kefir mit Obst | eine Scheibe Roggenvollkornbrot mit Käse, fettarmer Wurst oder vegetarischem Belag. Durch diese Kombination werden die Kohlenhydrate in der Nacht langsamer verstoffwechselt und Unterzuckerungen in der Nacht lassen sich verhindern.

15 Praxistipps von Kirsten Metternich von Wolff für Ihren besseren Schlaf

  1. Überprüfen Sie Ihre Schlafgewohnheiten: Dauer, Qualität, Zeitpunkt, wie lange liegen Sie wach, wie ist es mit dem Durchschlafen?
  2. Wenn Sie Insulin spritzen oder Medikamente einnehmen, die eine Unterzuckerung bewirken können, achten Sie auf die Art Ihrer Spätmahlzeit.
  3. Empfehlenswert sind hier Spätmahlzeiten aus einer Kombination von Kohlenhydraten mit Eiweiß, Ballaststoffen und individuell auch etwas Fett.
  4. Wie häufig und in welcher Menge trinken Sie Alkohol, insbesondere abends? Das erhöht das „Hypo“-Risiko!
  5. Wann gibt es die letzte große Mahlzeit, und woraus besteht diese in der Regel? Sehr Fettreiches und/oder Ballaststoffreiches zum Abendessen kann die Schlafqualität beeinflussen.
  6. Trinken Sie Kaffee, schwarzen und grünen Tee sowie Energy Drinks und Cola Zero ab dem Mittag nicht mehr.
  7. Statt vor dem TV, PC, Handy und Co zu sitzen, gehen Sie besser direkt ins Bett und schlafen.
  8. Sitzen Sie eine Stunde vor dem Schlafengehen nicht mehr vor Geräten mit blauem Licht (Tablet, Handy etc.). Lesen Sie Bücher statt digital besser in Papierform. Blaues Licht dieser Geräte kann die Schlafqualität beeinflussen.
  9. Regelmäßige Bewegung, auch ein kleiner Abendspaziergang, verbessert Ihre Schlafqualität deutlich.
  10. Meiden Sie intensives Kraft- oder Konditionstraining kurz vor dem Schlafengehen, hier braucht der Körper seine Zeit, bis er wieder zur Ruhe kommt.
  11. Sorgen Sie für eine angenehme Schlafumgebung: abgedunkelt im 16 bis 18 °C temperierten Raum.
  12. Entspannungsübungen wie autogenes Training, wohltuende Freizeit­beschäftigungen und bewusst positives Abschalten fördern guten Schlaf.
  13. Empfehlenswert sind feste Schlafenszeiten, auch am Wochenende.
  14. Lavendelduft kann helfen, besser ein- und durchzuschlafen, z. B. als Kopfkissenspray oder in einem Aromadiffusor auf dem Nachttisch.
  15. Sollten Schlafprobleme nicht verschwinden, besprechen Sie diese unbedingt mit Ihrem Arzt oder einem Schlafexperten (Somnologen).

Dieser Beitrag ist eine gekürzte Version eines Artikels von Kirsten Metternich von Wolff. Sie möchten mehr darüber wissen, wie Schlaf und Gewicht zusammenhängen? Das können Sie in der Langversion nachlesen. Interessant könnten für Sie auch folgende Artikel sein: Wenn Insulin nicht wirkt: Anders essen und bewegen und Lebensstil ändern ist das Wichtigste.


von Redaktion Diabetes-Anker

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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