- Behandlung
Gutes Gefühl trotz Zeitmangels
2 Minuten
Der Sparzwang im Gesundheitswesen macht auch vor der Diabetes-Klinik, in der Dr. Hans Langer arbeitet, keinen Halt. Dies erschwert vor allem dann eine bestmögliche Therapie, wenn am Personal gespart wird. Doch trotzdem will unser Kolumnist nicht jammern, sondern sieht dies als Herausforderung.
Bei der letzten Mitarbeiterversammlung in unserer Diabetes-Klinik hielt unser Verwaltungschef einen Vortrag über sein Lieblingsthema, nämlich: “Wo kann ich am besten Kosten sparen?” Dass wir Kosten sparen müssen, ist keine Frage. Leider steigen im Gesundheitswesen die Ausgaben stärker als die Einnahmen.
Die meisten Krankenhäuser in Deutschland sind bedauerlicherweise defizitär. Bei den wenigen erfolgreichen Krankenhäusern wird gespart, wo es nur geht: beim Einkauf, bei der Medikamentenauswahl, bei den Lebensmitteln – und da, wo es am meisten bringt: nämlich am Personal.
Jeder fragt sich natürlich, ob man noch weiter am Personal sparen kann – die Arbeit, die gemacht werden muss, wird ja nicht weniger, sondern eher mehr. Patienten werden kränker und damit auch aufwändiger in Bezug auf Therapie und Pflege. Mit weniger Personal muss man effektiver arbeiten; es gibt dafür natürlich Hilfsmittel wie Computerprogramme und Assistenzpersonal, das den Pflegeprofis oder den Ärzten zur Hand geht. Aber jeder Personalabbau führt auch zu Arbeitsverdichtung und damit zu einer höheren, persönlichen Belastung.
Vor kurzem sagte ein Patient zu mir: “Ach, Herr Dr. Langer, wie war es doch vor 15 Jahren so schön, da saßen die Ärzte noch auf meinem Bett und ich konnte mich mit ihnen ein wenig über meinen Schrebergarten unterhalten.” Heute undenkbar: 1. darf man sich aus hygienischen Gründen nicht mehr aufs Bett setzen, 2. fehlt die Zeit dafür.
Dennoch sollen sich unsere Patienten gut aufgehoben fühlen. Und es war noch nie eine Lösung, bei Problemen zu jammern und zu klagen. Vielmehr muss ich jetzt als Oberarzt der Klinik alles daran setzen, dass meine Kollegen auch mit weniger Zeit den Patienten das Gefühl vermitteln, dass wir sie kennen und dass wir ihre Probleme verstanden haben. Die Therapie muss weiterhin korrekt und effektiv sein. Das ist natürlich anstrengend, aber auch eine Herausforderung.
Trotz all der Widrigkeiten der Zeit habe ich großes Verständnis für unseren Verwaltungsleiter, denn die Situation kann er nicht beeinflussen. Was Kliniken verdienen, wird ihnen vorgeschrieben. Und mit dem vorgegebenen Geldbetrag am Ende eine perfekte Therapie zu generieren, das ist unser aller Aufgabe. Das ist auch das Schöne an der Klinik, dass wir ein Miteinander haben, uns gut verstehen, auch über die verschiedenen Arbeitsbereiche hinweg – selbst wenn es manchmal schwierig ist.
von Dr. Hans Langer

Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (5) Seite 82
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anseaticids postete ein Update vor 18 Stunden, 41 Minuten
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 3 Tagen, 17 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 4 Tagen, 9 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
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Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
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