Männer und Frauen mit Diabetes: Gibt es Unterschiede?

8 Minuten

© monkeybusinessimages - iStockphoto
Männer und Frauen mit Diabetes: Gibt es Unterschiede?

Bei Diabetes gibt es zwischen Männern und Frauen viele Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch einige spannende Unterschiede. Prof. Dr. Bernhard Kulzer hat nachgeforscht, wie der Umgang von Frauen mit dem Diabetes von dem der Männer variiert.

Frauen können nicht einparken, sich räumlich orientieren oder gut rechnen, lieben Schuhe und reagieren oft in herausfordernden Situationen sehr emotional. Männer sind hingegen eher Gefühls-Tölpel, reden oft nicht mehr, als sie müssen, weinen nicht, kennen keinen Schmerz, und wenn sie mal etwas intensiv fühlen, dann ist dies Wut, Aggres­sion oder Wehleidigkeit – zum Beispiel bei der berühmten „Männergrippe“. Ohne diese Vorurteile über die Geschlechter wären viele Kabarettisten arbeitslos und der Stammtisch um einige schöne Geschichten ärmer. Denn Hand aufs Herz: Viele dieser Vorurteile sind tatsächlich Vorurteile oder, wie es Forscher sagen würden, „Geschlechter-Klischees“. Johann Wolfgang von Goethe formulierte jedoch bereits 1826 treffend: „Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswürdig.“

Keine großen Unterschiede

Es gibt mittlerweile genügend wissenschaftliche Ergebnisse zu den Unterschieden zwischen Männern und Frauen. Meistens kamen sie zu dem Ergebnis, dass Männer und Frauen sehr viele Gemeinsamkeiten haben und nur wenige, eher geringe Unterschiede aufweisen. In einer wahren Sisyphus-Arbeit werteten die amerikanischen Forscher Ethan Zell, Zlatan Krizan und Sabrina R. Teeter 2015 alle bislang verfügbaren Studien zu diesem Thema aus und fanden nur bei 10 Merkmalen größere Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer sind schneller aggressiv als Frauen, schneiden bei der Fähigkeit zur Abstraktion und räumlichen Orientierung besser ab und legen bei der Partnerwahl größeren Wert auf das Aussehen der Frauen.

Frauen sind hingegen schmerzempfindlicher, haben engere Bindungen zu Bezugs-­Personen und zeigen ein größeres Interesse an Menschen als an Dingen. Den größten Geschlechter-Unterschied fanden die Forscher übrigens in ganz banalen Dingen: Männer werfen ein Wurfgeschoss besser als Frauen, laufen schneller und springen weiter. Wer hätte das gedacht? Bei den meisten der untersuchten Merkmale sind sich Männer und Frauen allerdings sehr ähnlich, und wenn es Unterschiede gab, dann waren sie sehr gering. Die Schlussfolgerung der zwei Forscher und der Forscherin lautete daher: Männer und Frauen haben viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.

Typische Geschlechter-Klischees

Ganz verschwunden sind die Vorurteile über Männer und Frauen jedoch noch nicht. Dies zeigt schon ein Blick in gängige Zeitschriften mit speziellen Zielgruppen für Männer oder Frauen. In Frauen-Zeitschriften dominieren Themen wie Mode, Kosmetik, Liebe und Partnerschaft. Auch Tipps zur Gestaltung einer schönen Wohn-Umgebung und einer gesunden Lebens­weise, Kochen und Ernährung sowie psychologische Beratung stehen hoch im Kurs. In Männer-Magazinen werden hingegen Themen behandelt, für die sich typischerweise Männer besonders interessieren: Technik, Autos, Sport – besonders Fußball –, Lifestyle, Karriere, Reisen und Erotik.

Frauen wird nachgesagt, Gefühle besser wahrnehmen zu können, eine bessere Körperwahrnehmung zu haben und auch besser kommunizieren zu können. Männer sollen hingegen eher nach außen orientiert sein, dazu neigen, lieber zu handeln als zu kommunizieren und einen erschwerten Bezug zu eigenen Gefühlen und Impulsen zu haben. Bei Männern stehen oft Themen der Außenwelt im Vordergrund – über sich selbst schweigen sie tendenziell eher, da ihnen ihr Erleben, eigene Gefühle weniger wichtig erscheinen. Daher sind sie auch anfälliger dafür, einsam oder sozial isoliert zu leben.

Auch eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Allensbach zu wichtigen Lebensaspekten, Zielen und Werten von Menschen in Deutschland zeigt, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Während für Frauen vor allem soziale Beziehungen, Familie und Freundschaften wichtig sind, sind für Männer Erfolg im Beruf, materieller Wohlstand und Unabhängigkeit sowie ein hohes Maß an Selbstbestimmung von höherer Relevanz.

Frauen leben länger als Männer

Ein entscheidender Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht hinsichtlich der Lebenserwartung. Frauen leben länger als Männer. Obwohl der Unterschied in den letzten Jahren geringer wurde, ist er mit aktuell 4 Jahren und 8 Monaten noch immer beträchtlich: Mädchen, die 2021 in Deutschland geboren wurden, haben laut dem Statistischen Bundesamt eine Lebens­erwartung von 82,4 Jahren, Jungen nur eine von 78,6 Jahren. Ein solcher Unterschied gilt nicht nur für Deutschland, sondern laut Weltgesundheits-Organisation (WHO) überall auf der Welt. Global betrachtet liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Mädchen um 4,4 Jahre höher als die von Jungen.

Ein Grund hierfür ist das geringere Gesundheitsbewusstsein von Männern, welche deutlich mehr rauchen und Alkohol trinken und auch bei ersten Krankheitssymptomen seltener einen Arzt aufsuchen als Frauen. Vor allem die höhere Anzahl von Männern, die rauchen, ist ein wesentlicher Grund für die erhöhte Sterblichkeit. Denn ein aktiver männlicher Raucher lebt im Durchschnitt knapp 7 Jahre kürzer als jemand, der nie eine Zigarette angerührt hat. Bei Frauen, die rauchen, beträgt der Unterschied fast 6 Jahre.

Männer leben risikoreicher

Ein anderer wichtiger Grund für die unterschiedliche Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern ist das risikoreichere Leben der Männer. Vor allem im Alter zwischen 16 und 24 Jahren liegt die Sterblichkeit aufgrund von Verkehrsunfällen oder Drogenkonsum bei Jungen dreimal höher als bei Mädchen. Zudem sind Männer im Beruf höheren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt als Frauen. Bei Tötungs-Delikten kommen viermal mehr Männer als Frauen ums Leben, die Selbstmord-­Rate ist um 75 % höher als bei Frauen. Auch zu Vorsorge-­Untersuchungen gehen Männer seltener und beteiligen sich weniger an Kursen zum Erhalt der Gesundheit, die von den Krankenkassen angeboten werden.

Dieser Befund gilt jedoch für Frauen mit Typ-1-Diabetes nur eingeschränkt. Nach Auswertung aller bis November 2014 verfügbaren Studien kam eine Arbeitsgruppe um die australische Forscherin Rachel R. Huxley zu dem Schluss, dass Frauen mit Typ-1-Diabetes im Vergleich zu Männern ein um 86 % höheres Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein um 44 % höheres Risiko für tödliche Nierenerkrankungen aufweisen. Eine Erklärung für diesen Befund könnte die Tatsache sein, dass Frauen im Schnitt schlechtere Glukosewerte aufweisen als Männer.

Typ-1-Diabetes: Männer haben bessere Glukosewerte als Frauen

Erstaunlicherweise haben Frauen in jungen Jahren mit Typ-1-Diabetes eine durchschnittlich etwas schlechtere Glukose­stoff­wechsel-­Einstellung als Männer. Dies zeigen z. B. die Ergebnisse eines großen deutschen Registers aus Ulm (DPV-Register), in dem schon seit Jahren sehr viele Daten – mittlerweile von über 95.000 Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes – gesammelt werden: Mädchen und junge Frauen weisen vom 8. bis zum 25. Lebensjahr im Schnitt einen leicht schlechteren HbA1c-Wert auf als Jungen bzw. junge Männer. Wahrscheinlich spielt der Menstruationszyklus, der die Glukosekontrolle erschwert, eine Rolle.

Hinzu kommt der Umstand, dass Mädchen wegen Gewichtsproblemen öfter als Jungen geringere Dosen Insulin spritzen, um nicht zuzunehmen bzw. kurzfristig abzunehmen. „Insulin-Purging“ heißt der Fachbegriff für solch ein Verhalten.

Dieselbe Studiengruppe veröffentlichte kürzlich auch einen Bericht zur Nutzung moderner Technologien bei Diabetes. Während es keinen Geschlechts-Unterschied bei der Nutzung von Glukosesensoren zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) gibt, benutzen mehr Männer als Frauen eine Insulinpumpe. Kommt da wieder ein altes Vorurteil zum Tragen, wonach Frauen weniger technikaffin sind als Männer?

Aber auch die Ergebnisse einer Untersuchung aus 22 Ländern deuten darauf hin, dass auch bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes die Stoffwechselwerte von Frauen etwas schlechter sind als bei Männern. Eventuell könnte ein Grund dafür sein, dass bei Frauen neben der Periode auch eine stärkere Wechselwirkung mit anderen Hormonen die Insulinwirkung negativ beeinflusst.

Typ-2-Diabetes: Frauen haben weniger Folgeerkrankungen

Dagegen findet sich dieser Effekt bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht. Im Disease-­Managent-­Programm (DMP) Typ-2-Diabetes sind in Nordrhein und Westfalen-Lippe mehr als 1 Million mit Diabetes eingeschrieben. Bei den jährlichen Analysen zeigt sich immer wieder, dass Frauen etwas bessere Blutzuckerwerte aufweisen als Männer und auch ihr Risiko in Hinblick auf Folgeerkrankungen geringer ist. Während 49 % der Frauen mit Typ-2-Diabetes keine Folge- oder Begleit­erkrankungen haben, sind dies nur 42 % der Männer. Letztere haben öfter Probleme mit dem Herzen, den Augen, den Nieren und den Füßen. Auch erleiden sie häufiger einen Schlaganfall als Frauen. Außerdem sehr lobenswert: Frauen besuchen häufiger Diabetes-­Schulungen und nehmen die Vorsorge-­Untersuchungen ernster.

Frauen achten mehr auf sich

Generell haben Frauen gegenüber Männern ein Plus hinsichtlich Körperpflege, Gesundheits-Vorsorge und Achtsamkeit. Das mag auch Gründe in der Evolution haben, da Frauen sich schon seit Menschengedenken mehr um die Gesundheit der Familie gekümmert haben als Männer. Nicht selten ist es heute noch so, dass Frauen in der Familie oder einer Partnerschaft für die Männer Arzttermine ausmachen, an Vorsorge-Termine erinnern oder dafür sorgen, dass gesunde Lebensmittel eingekauft werden. Tendenziell nähern sich auch in dieser Beziehung Männer und Frauen an, aber ganz verschwunden sind diese Geschlechter-Unterschiede noch nicht.

Männer achten häufig weniger auf ihre Gesundheit, ignorieren negative Körper­empfindungen eher und begreifen ihren Körper tendenziell eher als Instrument zur Demonstration von Kraft, Stärke und Attraktivität – ein Verhalten, das Ärzten, die sich auf die Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms spezialisiert haben, nicht unbekannt ist. Dass deutlich mehr Männer mit Diabetes ernsthafte Fußprobleme haben als Frauen, führen Ärzte auch darauf zurück, dass Männer weniger auf erste Anzeichen eines Fußsyndroms reagieren und oft erst mit einer ernsthaften Fußwunde zum Arzt gehen, oft erst auf Drängen der Ehefrau oder Partnerin …

Gewichtige Männer

Auch bei der Einstellung zum eigenen Körper haben Männer und Frauen recht unterschiedliche Ansichten und Überzeugungen. Männer gehen mit dem eigenen Körpergewicht viel entspannter um und bewerten ein paar Pfunde zu viel deutlich stressfreier als Frauen. Oder glauben Sie, dass eine Männer-Zeitung mit Diät-­Tipps überleben könnte, ein Frauen-Magazin ohne diese? Denn gesunde Ernährung, Tipps zum Abnehmen und ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper stehen bei Frauen hoch im Kurs. Und in der Tat ernähren sich Frauen gesünder als Männer.

Ein paar Zahlen gefällig? Im Mittel konsumieren Frauen 3,1, Männer 2,4 Portionen Obst oder Gemüse pro Tag. 33 % der Männer geben an, täglich Fleisch zu essen, und 18 % der Frauen. Während 61 % der Frauen sagen, täglich oder fast täglich ihre Mahlzeiten selbst aus frischen Speisen zuzubereiten, sind dies 40 % der Männer, die auch häufiger zu Fertiggerichten oder Fast Food greifen. Und während 6 % aller Frauen sich als Vegetarier bezeichnen, sind dies rund 2 % der Männer.

Die unterschiedlichen Ernährungsweisen hinterlassen auch Spuren auf der Waage, denn Männer in Deutschland sind häufiger übergewichtig als Frauen: Nach der letzten Bevölkerungs-repräsentativen Erhebung sind 62 % der Männer übergewichtig, bei den Frauen sind es 43 %. Insgesamt haben damit mehr als die Hälfte aller Menschen in Deutschland Übergewicht, was ein entscheidender Grund für die steigende Zahl der Menschen mit Typ-2-Dia­be­tes ist. In Hinblick auf die Entstehung des Typ-2-Diabetes haben Männer jedoch einen kleinen anderen Vorteil, denn sie bewegen sich mehr als Frauen. Dies gilt für alle Altersgruppen bis auf die über 80-Jährigen – hier sind Frauen aktiver.

Unterschiede in der Fettverteilung

In einer kürzlich veröffentlichten Studie aus Regensburg, die das Ziel hatte, Geschlechter-­spezifische Unterschiede beim Risiko für Dia­be­tes oder Herzerkrankungen bei sehr stark übergewichtigen Patienten zu erforschen, konnte eine schon länger bekannte Tatsache bestätigt werden: Frauen haben unabhängig vom Übergewicht einen wesentlich höheren Anteil an Körperfett als Männer. Trotzdem weisen Männer mit Übergewicht ein deutlich größeres Risiko auf, an Typ-2-Diabetes zu erkranken sowie an einer Fettstoffwechsel­Störung und einem Bluthochdruck.

Eine mögliche Ursache liegt in der unterschiedlichen Fettverteilung. Denn wie ungesund Körperfett ist, hängt vor allem davon ab, wo es gespeichert wird. Männer lagern Körperfett eher im Bauchraum und damit in der Nähe von Organen wie der Leber ab. Der Fachbegriff dafür lautet „viszerales Fett“, oft spricht man wegen der Verteilung des Fetts in der Bauchregion auch vom „Apfeltyp“. Bei Frauen hingegen liegen die Fettreserven und überflüssigen Pfunde eher an Po und Hüften und dort unter der Haut und werden als „subkutanes Fett“ bezeichnet und wegen der Körperform als „Birnentyp“.

Besonders zu viel viszerales Fett und eine Verfettung der Leber beeinflusst die Gesundheit negativ. Denn die Fettzellen speichern nicht nur überschüssige Energie, sondern sind auch besonders aktiv darin, Hormone zu produzieren, die die Insulinwirkung verschlechtern, den Blutdruck erhöhen und im gesamten Körper Entzündungs-Prozesse auslösen. Unterhaut-Fett an Po, Oberschenkeln und Hüften hat dagegen keine gravierenden negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Männer weisen daher im jüngeren Alter und bei geringerem Übergewicht ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes auf als Frauen. Diese haben jedoch nach der Menopause ein höheres Risiko für Diabetes-bezogene Herz-Kreislauf-­Erkrankungen.

Geschlechter-Unterschiede bei der ­Psyche

Die größere Bedeutung des Körpergewichts und des Aussehens für Frauen – oft verbunden mit mehr Selbstzweifeln – führt aber auch dazu, dass Frauen ihren Körper öfter sehr kritisch sehen, was bis zu Ess-Störungen, oft verbunden mit Körperschema-Störungen, führen kann. Ess-Störungen wie Binge Eating (Ess-Anfälle ohne damit verbundenes Erbrechen), Bulimie (Ess-Anfälle mit Erbrechen) oder Magersucht (Kontrolle über das Ernährungs- und Bewegungs-Verhalten mit dem Ziel eines sehr geringen Körpergewichts und einer maximalen Kontrolle) kommen bei Frauen sehr viel häufiger vor als bei Männern: 1 zu 10 beträgt hier das Geschlechter-Verhältnis. Bei Diabetes kommen Ess-Störungen häufiger vor als bei Menschen ohne Diabetes, aber auch hier sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer.

Auch Depressionen und Angst-Störungen sind bei Frauen ausgeprägter und treten etwa doppelt so häufig auf wie bei Männern. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von hormonellen Ursachen, anderen Formen des Umgangs mit Stress, vielfältigen Belastungen in der Partnerschaft, Kindererziehung, Beruf bis zu einer erhöhten Sensibilität gegenüber Beziehungsproblemen. Frauen erkranken deutlich früher an Depressionen als Männer, die depressiven Phasen dauern länger und auch die Gefahr eines erneuten Rückfalls ist bei Frauen höher. Dies gilt auch bei Frauen mit Diabetes, die zusätzlich an einer Depres­sion erkrankt sind.

Männertypische psychische Störungen sind hingegen alle Formen von Abhängigkeits-­Erkrankungen wie Alkohol-, Drogen-, Spiel-, Computer- oder Arbeitssucht. Auch eine Erschöpfung aufgrund der Arbeit (Burn-out) sowie körperliche Beschwerden ohne organische Ursachen treten bei Männern im Vergleich zu Frauen häufiger auf. Auch ist die Selbstmord-­Rate bei Männern – vor allem im Alter – höher, auch bei Menschen mit Diabetes.

Geschlechter-Unterschiede sind okay

Trotz aller Gemeinsamkeiten gibt es schon einige Unterschiede im Erleben und Verhalten von Männern und Frauen sowie in Hinblick auf den Diabetes. Allerdings sind gerade die Unterschiede zwischen den Geschlechtern im Zusammenleben bereichernd, ergänzend und inspirierend. Mein Fazit: Es ist schon okay, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind.


von Prof. Dr. Bernhard Kulzer 

Avatar von bernhard-kulzer

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (4) Seite 18-23

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Faschingszeit: Gute Vorsätze – mit kurzer Pause

Der Februar ist da – und mit ihm die Zeit, in der viele Menschen mit einer gewissen Skepsis auf ihre individuellen Neujahrs-Vorsätze schauen. Hält die Motivation noch oder hat sich der Alltag mit seinen kleinen Versuchungen wieder durchgesetzt – insbesondere bezüglich der nun anstehenden Faschingszeit? Gerade für Menschen mit Diabetes sind gute Vorsätze ein zentraler Baustein ihrer Therapie.
Faschingszeit: Gute Vorsätze – mit kurzer Pause | Foto: Petra Fischer – stock.adobe.com

2 Minuten

Mit Diabetes gut vorbereitet ins Krankenhaus: Was muss mit, was vorab geklärt werden?

Es kann schnell passieren, dass man ins Krankenhaus muss, auch ohne dass der Diabetes der Grund ist. Damit dort möglichst alles gut abläuft, ist es sinnvoll, ein paar Dinge vorab zu wissen und vorzubereiten. Denn bei geplanten Aufenthalten im Krankenhaus kann man manches schon im Vorfeld abklären.
Mit Diabetes gut vorbereitet ins Krankenhaus: Was muss mit, was vorab geklärt werden? | Foto: Halfpoint - stock.adobe.com

5 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

  • wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 22 Minuten

    Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

Verbände