Männermangel

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© Kirchheim Verlag - Christian Mentzel
Männermangel

Unser Kolumnist Dr. Hans Langer macht sich Sorgen, dass die immer weiter sinkende Zahl an männlichen Ärzten sich negativ auf den gesamten medizinischen Betrieb auswirken könnte.

Die Spezies Mann scheint bei uns Ärzten langsam auszusterben. In unserer Klinik haben wir von 19 Ärzten nur noch 4, die der Gattung Mann zuzurechnen sind. Alles andere sind Kolleginnen. Das liegt wohl daran, dass immer weniger Männer Medizin studieren. Wenn mein Chef an seiner Universität Vorlesungen hält, dann sitzen mehr als 70 Prozent Frauen im Hörsaal – was ihn absolut nicht stört. Das kann ich mir sehr gut vorstellen bei dem alten Frauenversteher.

Mir jedoch ist das nicht egal. Frauen bekommen schließlich die Kinder, und so haben wir in unserem Team regelmäßig schwangere Kolleginnen, die keinen Dienst tun dürfen und verständlicherweise nicht mehr so belastbar sind. Und wenn die Frauen dann Fachärzte sind, wollen sie oft keine Praxis übernehmen … und schon gar nicht auf dem Lande. Wie soll das auch gehen mit zwei oder drei Kindern?

Männerquote fürs Medizinstudium?

Die Lösung wäre: Es müssen einfach mehr Männer Medizin studieren. Dies können sie jedoch nicht, da man für das Medizinstudium einen Abiturnotendurchschnitt von 1,0 braucht. Und welcher Mann schafft das schon? Wir Männer scheitern quasi an unserer eigenen Dummheit oder vielleicht auch an der Faulheit, wenn die Abiturienten andere Dinge im Kopf haben als Lernen und Schule.

Meine Freundin Gabi meint, dass man für das Medizinstudium eine Männerquote einführen sollte mit einem eigenen Notendurchschnitt. Und lachend fügt sie dann immer hinzu, dass der Notendurchschnitt für Männer, die Medizin studieren wollen, bei knapp über 3,0 liegen sollte. Da kann ich nur wenig lachen, aber ein Funken Wahrheit ist schon dran.

Vielleicht habe ich ja das Glück, dass verantwortliche Mitarbeiter vom Bildungsministerium einmal als Patient in meine Diabetesklinik kommen. Da werde ich dann den Vorschlag machen mit der Männerquote für angehende Mediziner.

von Dr. Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (11) Seite 90

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    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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