- Aus der Community
Neuer Pass für alte Sammlung
3 Minuten
Es ist ein bisschen so wie mit Tagebüchern aus der Teenie- und wie mit Poesiealben aus der Schulzeit: Die kann ich nicht wegwerfen. Und genau deshalb habe ich mittlerweile drei Ausgaben des kleinen, blauen „Gesundheits-Pass Diabetes“, in dem die vierteljährlichen Untersuchungen beim Diabetologen, Jahresziele sowie die Ergebnisse vermerkt werden – etwa hinsichtlich HbA1c, Blutdruck, Nieren- oder Fettstoffwechselwerten. Diese Büchlein kann ich irgendwie auch nicht wegwerfen. Sechs Jahre umfasst ein Gesundheits-Pass jeweils (je nach Auflage). Eigentlich müsste ich bereits vier Pässe haben, aber den allerersten habe ich leider ein paar Jahre nach meiner Neumanifestation im Jahr 2002 verloren.
Wenn man mit der Diagnose „Diabetes“ in den unfreiwilligen Club des täglichen Ringens um normnahe Blutzuckerwerte eintritt, überreicht einem der Diabetologe meist irgendwann das erste Exemplar des Gesundheits-Passes. Ein Vorsorgeheft, so wie es auch beim Zahnarzt ein Dokument gibt, in dem man seine jährlichen Vorsorgeuntersuchungen abstempeln lassen kann. Oder wie ein Pass vom Optiker, den Brillenträger kennen und auf dem die Sehunschärfe dokumentiert wird.

Im Gegensatz zum Brillen- und Zahnarztpass finde ich es aber ganz spannend, hin und wieder in den blauen Heftchen zu blättern – so ganz analog. Auch wenn ich dank Pumpe und Sensor längst auf Knopfdruck und mit Blick auf diverse Displays viel detailliertere Daten (beinahe im Live-Format) habe als nur die vierteljährlichen Untersuchungsergebnisse: Wie war zum Beispiel mein HbA1c im Laufe des Jahres 2012? (Und ja, ich weiß, das HbA1c ist nicht mehr das alleinige Maß aller Dinge – die „Time in Range“ muss auch beachtet werden.) Wie hat sich mein Cholesterin-Wert im Laufe der letzten zehn Jahre entwickelt? Rückblickend erkenne ich zum Beispiel auch ziemlich deutlich, ab wann der Einsatz von Glukosesensoren meine Blutzuckereinstellung positiv verändert hat.
Bewährtes Format, neue Details
Anfang April haben die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe als gemeinsame Herausgeber den Gesundheits-Pass Diabetes im Kirchheim-Verlag nun neu aufgelegt. Was ist anders in der überarbeiteten Version des Passes, der erstmals 1995 erschienen ist? Auf den ersten Blick nicht viel. Erstmals gibt es den immer noch blauen Pass im gewohnten Format und mit etwas festerem Umschlag jetzt auch in Englisch, Arabisch und Russisch (dann ist er allerdings grün). Der Pass in Türkisch, den es schon seit ein paar Jahren gibt, wird in Kürze auch in der überarbeiteten Version erscheinen.

Außerdem wurden die Felder für die Untersuchungsart etwas vergrößert und das Feld „Technische Untersuchungen“ wurde präzisiert. Ebenfalls neu: die Zeile „Grippeschutzimpfung“, in der die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Diabetespatienten empfohlene Grippeschutzimpfung dokumentiert werden kann.
Wenn ich hätte mitreden dürfen, hätte ich auch noch eine ganz persönliche Ergänzung für die Neuauflage angeregt: ein Feld für den „Jahresdurchschnitt“. Seit ein paar Jahren errechne ich mir nämlich als kleine Spielerei immer den Durchschnitts-HbA1c-Wert für ein Jahr und kritzle ihn in den Pass auf jede Doppelseite, die jeweils ein Jahr umfasst. Aber das kann ich auch in den „Neuen“ kritzeln. Ende 2022 wird mein aktueller Gesundheits-Pass voll sein und ich werde auf den nächsten, dann überarbeiteten umsteigen. Meine Sammlung wächst also weiter.

Nutzt ihr den Gesundheits-Pass Diabetes? Habt ihr auch mittlerweile ein kleines Archiv oder entsorgt ihr die alten Ausgaben, sobald sie vollgeschrieben sind? Hinterlasst gerne einen Kommentar.
Hinweis:
Wer den Gesundheits-Pass Diabetes nicht ohnehin von seinem Arzt erhält, kann ihn auch gegen einen Unkostenbeitrag beim Kirchheim-Verlag bestellen (www.kirchheim-shop.de).
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moira postete ein Update vor 19 Stunden, 25 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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