Schwangerschaftsdiabetes: Folgen für Mutter und Kind

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Schwangerschaftsdiabetes: Folgen für Mutter und Kind

Ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes erhöht langfristig das Typ-2-Diabetes-Risiko für die Mutter und kann zudem spätere Gewichtsprobleme für das Kind mit sich bringen. Dies bestätigten die Ergebnisse einer Langzeitanalyse der groß angelegten HAPO-Studie.

Eine der wichtigsten Datenquellen zur Untersuchung des Schwangerschaftsdiabetes ist die vor zehn Jahren publizierte amerikanische HAPO-Studie (Hyperglycemia and Adverse Pregnancy Outcome), an welcher weltweit rund 25.000 schwangere Frauen teilnahmen. Ein Forscherteam führte nun eine Nachuntersuchung durch von circa 4.700 Studienteilnehmerinnen der HAPO-Studie und circa 4.800 damals geborenen Kindern. Die Kinder waren inzwischen im Durchschnitt 11,4 Jahre alt.

Dabei zeigte sich:

  • Von 508 Frauen, welche die Kriterien für einen Schwangerschaftsdiabetes erfüllten, entwickelten 39,4 Prozent einen Prädiabetes und 7,9 Prozent Typ-2-Diabetes. Die Gesamthäufigkeit von Stoffwechselstörungen lag damit bei 47,3 Prozent.
  • Von 3.945 Frauen ohne Gestationsdiabetes erkrankten 18,5 Prozent an Prädiabetes und 1,6 Prozent an Typ-2-Diabetes. Die Gesamthäufigkeit lag damit bei nur 20,1 Prozent.

Schwangerschaftsdiabetes: Risiko für Übergewicht bei den Kindern

Leidet die Mutter unter Schwangerschaftsdiabetes, kommen die Kinder häufig mit einem erhöhten Geburtsgewicht zur Welt. Auch später werden sie im Vergleich zu Kindern aus Schwangerschaften ohne erhöhte Blutzuckerwerte häufiger übergewichtig oder haben ein höheres Risiko, selbst Typ-2-Diabetes zu entwickeln. In der Langzeituntersuchung der HAPO-Kinder, deren Ergebnisse im Fachmagazin JAMA veröffentlicht wurden, waren 36,8 Prozent der Kinder von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes übergewichtig oder adipös. War die Mutter nicht an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt, lag der Anteil nur bei 28,6 Prozent.

Aus den Daten lässt sich nicht herauslesen, welchen Einfluss eine Kontrolle des erhöhten Blutzuckers (beispielsweise durch Insulin) bei Schwangerschaftsdiabetes hatte. Die meisten Diabetologen und Frauenärzte dürften sich jedoch einig sein, dass eine gute Blutzuckerkontrolle während der Schwangerschaft Spätfolgen für Mütter und Kinder verhindern kann.


Quelle: Diabetesinformationsdienst München

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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