Wenn der weibliche Zucker mal wieder spinnt!

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Wenn der weibliche Zucker mal wieder spinnt!

Seit einem halben Jahr, nach meinem Abstillen, haben sich bei mir regelmäßig besondere Probleme mit meinem Diabetes eingeschlichen. Ich wachte am Morgen oft mit einem erhöhten Blutzucker um die 200 mg/dl (11,1 mmol/l) auf. Mir scheint es dann, als würde das Insulin keine Wirkung zeigen.

Blutzuckerwerte verändern sich parallel zu meinem Zyklus

Ich muss an diesen Tagen meine Bolusgaben teilweise um das Zwei- bis Dreifache – im Vergleich zum gewohnten Zustand – erhöhen. Ich habe mir die Frage gestellt: Wie kommt es dazu? Dazu habe ich mich selbst beobachtet und festgestellt, dass meine Blutzuckerwerte sich oft parallel mit meinem Zyklus verändern. Nun habe ich ein bisschen recherchiert und tatsächlich – Typ 1 Diabetes und der Menstruationszyklus bei Frauen können stark zusammenhängen.

Amerikanische Forscher stellten in einer Studie fest, dass Frauen mit Typ-1-Diabetes häufiger mit Problemen in ihrem Menstruationszyklus zu kämpfen haben. So ist oft ihre Zykluszeit verlängert (oft über 31 Tage). Frauen mit Typ-1-Diabetes haben zusätzlich oft stärkere Blutungen im Vergleich zu Frauen ohne Diabetes. Die Forscher vermuten zwei mögliche Ursachen für diese Schwierigkeiten. Einerseits könnte eine Abnahme der Aktivität des Hypothalamus die Ursache sein. Der Hypothalamus ist ein wichtiger Teil des Zwischenhirns und ein Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems. Im Hypothalamus werden unter anderem auch Hormone produziert und gesteuert. Als Zweites könnte bei den Typ-1-Diabetikerinnen die Anzahl und Qualität der Eizellen vermindert sein.

Diese Studie der amerikanischen Forscher sollte uns als Diabetikerinnen aber nicht verunsichern. Auch wir als Typ-1-Diabetikerinnen können gesunde Kinder gebären (meine Tochter Emilia ist der beste Beweis). Nur kann es eben mit Typ-1-Diabetes ein unruhigeres Blutzuckerprofil geben.

Wie wirkt sich dies bei mir persönlich aus?

Ich habe dafür bei meiner Basalrate zwei Einstellungen vorgenommen. In der ersten Zyklushälfte habe ich einen niedrigeren Insulinbedarf. Zu Beginn der zweiten Zyklushälfte steigt mein Insulinbedarf leicht an und erhöht sich stark gegen Ende. Ich teste speziell in der zweiten Zyklushälfte öfter meinen Blutzucker. In der Nacht erhöhe ich zum Teil meine Basalrate auf 110 Prozent.

Stress wird durch falsche Gedanken im Gehirn ausgelöst
© Fotolia

Diese Einstellungen werden sehr individuell vorgenommen und sind sicher immer auch abhängig vom aktuellen Lebensstil. Gibt es viel Bewegung? Habe ich viel Stress? Wie sieht meine Ernährung aus?

Tipp: Regulierung durch Zyklustees

Neben der Insulintherapie versuche ich, meinen Zyklus mit natürlichen Tees zu regulieren. Sehr empfehlen kann ich Zyklustees (http://www.familie.de/kinderwunsch/zyklustee-unregelmaessiger-zyklus-703232.html). Die Kräuter in den Tees haben eine hormonähnliche Wirkung. Der Tee in der ersten Zyklushälfte wird auch Tieflagen-Tee genannt, da die Körpertemperatur vor dem Eisprung niedriger ist als in der zweiten Zyklushälfte. Der Tee der zweiten Zyklushälfte wird auch Hochlagentee genannt, da dann das Hormon Progesteron dominiert und die Körpertemperatur ungefähr ein halbes Grad im Vergleich zur ersten Zyklushälfte erhöht ist.

entspannte frau wrmt sich an einer tasse tee
© Fotolia

Zyklustee für die erste Zyklushälfte

  • Himbeerblätter
  • Rosmarin
  • Beifuß
  • Holunderblüten
  • Salbei

Zyklustee für die zweite Zyklushälfte

  • Frauenmantel
  • Schafgarbe
  • Brennessel

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Problemen zwischen Typ-1-Diabetes und dem Menstruationszyklus bei Frauen noch zu wenig Beachtung von Diabetologen geschenkt wird. Schreibt mir doch eure Erfahrungen oder Tipps zu diesem Thema!

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  • thomas55 postete ein Update vor 5 Stunden, 37 Minuten

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 1 Tag, 4 Stunden

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

  • cina_polada postete ein Update vor 5 Tagen, 6 Stunden

    Hi, ich bin Julija und komme aus Frankfurt. Vor ein paar Wochen wurde bei mir Diabetes Typ 2 mit gerade mal 33 Jahren diagnostiziert.. Kämpfe im Moment noch sehr mit der Diagnose und würde mich über etwas Austausch sehr freuen 🙂

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