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Woran liegt es und was kann man tun, wenn Diabetiker mit Insulintherapie ihre Zielwerte nicht erreichen? Das Unternehmen Sanofi suchte Antworten auf einem Workshop in Berlin.
Wer Diabetes hat und Insulin spritzt, für den hat dies große Konsequenzen im Alltag: Der Mix aus Messen, Berechnen des Essens, Spritzen, Bewegung, Beruf etc. stellt hohe Anforderungen. Auch wenn sich viele gut auskennen und sich bemühen, bleibt laut Prof. Stephan Jacob (Villingen-Schwenningen): „Die Zielwerte werden oft nicht erreicht!“ Ziele wie einen Blutzuckerlangzeitwert (HbA1c) unter 7 Prozent zu erreichen, Ziele wie Unterzuckerungen zu vermeiden oder hohe Werte, Ziele wie sein Gewicht zu halten und die Insulintherapie wie mit dem Arzt besprochen durchzuführen.
Auf einem Workshop des Unternehmens Sanofi in Berlin fragten Jacob und seine Kollegen Prof. Matthias Blüher (Leipzig, Foto links) sowie Dr. Milan Novakovic (Berlin, rechts): Wieso ist das so? Was bedeutet „mangelnde Adhärenz“ – also das Nichteinhalten der (Insulin-)Therapie? Wieso wird sie nicht eingehalten?
Einige Antworten wurden versucht: Laut Studien brechen vor allem Typ-2-Diabetiker eine Insulintherapie häufig kurz nach Therapiebeginn ab – wegen schlechter Blutzuckereinstellung, wegen mehr Krankenhauseinweisungen. In einer Online-Umfrage unter 1.250 Ärzten sagten vier von fünf, dass Hypoglykämien der Grund dafür sind, mit den Patienten keine strengeren Ziele in der Insulintherapie zu setzen.
Und laut Prof. Jacob sind die wenigsten der Betroffenen – „auch nach 30 Jahren Diabetes“ – mehr als ein- oder zweimal geschult worden: „Es fehlen vielen schlicht die Fähigkeiten sowie Selbstvertrauen zu einer guten Diabetestherapie und -einstellung.“
Einige der diskutierten Lösungsansätze: Betroffene sollten mehrfach, modern und individuell geschult werden, Therapeuten sollten gerade zu Therapiebeginn mehr im Management und in Sachen Lebensstil beraten – und ideal wären Instrumente, die helfen, Unterzuckerungen früh zu erkennen bzw. zu vermeiden sowie Medikamente (Insulin), die Unterzuckerungen weitgehend ausschließen.
Redaktion Diabetes-Journal
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