- Aus der Community
Zuckerkarussell – wenn der Blutzucker kurz vor Weihnachten verrücktspielt
2 Minuten

Die Vorweihnachtszeit ist für mich immer eine besonders stressige Zeit. Da heißt es bei mir neben der Büroarbeit noch Geschenke besorgen, Basteln von Weihnachtsgeschenken mit dem Kind, Kekse backen und die Besuche der Verwandtschaft gut vorausplanen.
Das geht wahrscheinlich nicht nur jedem Diabetiker so. Bei mir spielt, speziell im November und Dezember (zwei zugegebenermaßen besonders graue Monate), der Blutzucker immer besonders verrückt. Ich wache oft in den Morgenstunden auf und starte mit einem Wert jenseits der Marke von 180 mg/dl (10,0 mmol/l). Für das Frühstück korrigiere ich dann mit 2 bis 3 Einheiten und schaffe dann eine kurzfristige Reduktion auf die Marke von 100 mg/dl (5,6 mmol/l). Am Nachmittag steigt mein Blutzucker dann automatisch wieder auf Höhen um die 200 mg/dl (11,1 mmol/l). Ist das normal, frage ich mich?

Mein Lebensrhythmus hat sich außer meinem innerlichen Stresslevel und den vielen atemlosen Menschen um mich herum eigentlich nicht viel verändert. Wieso lässt sich der Blutzucker derart durch dieses Weihnachtstreiben beeinflussen?
„Weihnachtsstress kann eine schlechtere Diabeteseinstellung bedeuten!“
Dazu stelle ich jetzt einmal eine (Weihnachts-)Hypothese auf. „Weihnachtsstress kann eine schlechtere Diabeteseinstellung bedeuten!“ Mit dieser These liege ich nicht so ganz daneben. Menschen mit Diabetes und einer zusätzlichen chronischen psychischen Belastung (wie Depression, Verlust einer nahestehenden Person, bei Mobbing am Arbeitsplatz oder Arbeitslosigkeit) sind statistisch schlechter eingestellt als Menschen ohne chronischen Stress.
Wie kann ich dem Stress entkommen?
Zunächst möchte ich mir meinen Alltag einmal bewusster anschauen. Man kann nicht denken, wenn man es eilig hat, sagte schon Platon. Deshalb immer wieder kleine Ruhepausen in den Alltag einbauen – sei es beim Spaziergang oder bei einer guten Tasse Tee. Das ist wichtig. Ich habe jedoch auch ein ganz individuelles Ziel: Mein letzter HbA1c-Wert Anfang November lag bei 7,0%. Mein Wunsch ist es, Ende Januar mit einem HbA1c von 6,5% ins neue Jahr zu starten. Wie kann ich das schaffen?
- Regelmäßige Mahlzeiten und einen größeren Spritz-Ess-Abstand einplanen
- Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes kann es durch eine akute psychische Belastung zu einer Verzögerung des Blutzuckerabfalls nach der Mahlzeit kommen (Quelle).
- Raus in die Natur. Tief die Luft einatmen und nicht nur in den Geschäften umherirren.
- Öfter den Blutzucker testen (ich besitze leider noch kein FreeStyle Libre) und ein Protokoll führen – das bringt die Schwachstellen schneller zu Tage.
- Öfters mal einen Menschen anlachen. Lachen entstresst!
- Den Partner oder die Kinder öfter mal umarmen. Kuscheln ist (nicht nur in der Vorweihnachtszeit) gesund!
Ich wünsche Euch allen eine entspannte Vorweihnachtszeit!
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 6 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 7 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 5 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
