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100 Things To Do Before I Die
3 Minuten

Nach meinem Abi habe ich mir überlegt, was ich so mit meinem Leben anfangen will.
In dieser Zeit bin ich auf ein Video gestoßen mit dem Titel „100 Things To Do Before I Die“ und bereits während des Videos lief mir eine richtige Gänsehaut über den Rücken.
An was will ich mich am Schluss meines Lebens erinnern? Was würde ich bereuen, wenn ich es nicht getan hätte? Diese Fragen schossen mir bereits während des Video durch den Kopf, deshalb habe ich mich hingesetzt und einfach drauflosgeschrieben. Jeden Gedanken, mochte er auch noch so verrückt sein, habe ich festgehalten. Dabei war mir egal, ob ich all dies wirklich schaffen würde. Für mich sind Ziele nicht dazu da, sie immer zu erreichen. Denn selbst, wenn ich nur drei Dinge auf meiner Liste erreichen würde, wären das immer noch drei mehr als null.

Die Dinge aufzuschreiben und sie sich in Gedanken vorzustellen, ist eine Sache, sie dann aber zu tun, eine ganz andere. Aus diesem Grund habe ich mir die 10 wichtigsten Ziele ausgewählt und nach dem zeitlichen Aufwand, beginnend mit dem geringsten, sortiert. Ganz oben auf meiner Liste landeten ein Bungee- und ein Fallschirmsprung.
Bungee- und Fallschirmspringen mit Diabetes
Einmal im Leben sich so fühlen wie ein Vogel war schon immer ein Kindheitstraum von mir. Nicht, weil ich ein Adrenalin-Junkie wäre, sondern weil ich mir gerne vor Augen führe, wie kurz das Leben eigentlich sein kann. Ein Vogel lebt immer im Hier und Jetzt, weil er ansonsten wahrscheinlich abstürzen würde.
Im Alltag vergesse ich oft, wie kostbar jeder Moment ist, und mache mir Gedanken über unwichtige Kleinigkeiten. Manchmal versuche ich, mich dann an meine Sprünge zu erinnern. An das Gefühl, dem Boden näher zu kommen und zu wissen, es könnte bald vorbei sein. In diesem Fall lösen sich all meine Probleme in Luft auf und ich bin wieder im Hier und Jetzt. Nicht immer gelingt es mir, mich zu erinnern, aber zumindest öfter als nie.
Blutzuckeranstieg durch Adrenalin
Mein Bungee- und mein Fallschirmsprung hatten einiges gemeinsam. Mein Blutzucker schoss durch das ganze Adrenalin in die Höhe, ich spürte meinen Herzschlag im ganzen Körper wie wild schlagen und mein Kopf sagte mir: Was hast du uns da nur eingebrockt?

Doch einige Dinge waren auch völlig unterschiedlich. Beim Fallschirmsprung hatte ich gar keine andere Wahl, als zu springen. Die Flugzeugtür ging auf und mein „Tandempartner“ gab mir gleich darauf einen leichten Stoß, sodass ich mich gar nicht mehr umentscheiden konnte. Ich brauchte nicht zu überlegen, wie ich am besten abspringen sollte oder was ich alles falsch machen konnte, es passierte einfach.
Beim Bungeesprung war es anders: Da musste ich selbst abspringen. Gar nicht so einfach, denn ich wusste, dass ich vor einem 192 Meter tiefen Abgrund stand. Außerdem schrie mich mein Selbsterhaltungstrieb an: „Bist du bescheuert? Willst du dich umbringen?“ Als dann für mich schon zum dritten Mal von fünf heruntergezählt wurde, wurde mir etwas klar: Ich würde nicht unendlich viele Versuche bekommen. Schließlich warteten die Nächsten bereits auf ihren Sprung. Was bedeutete, dass, wenn ich jetzt nicht sprang, ich es wahrscheinlich nie in meinem Leben machen würde, weil ich immer Angst haben würde. Das wollte ich nicht zulassen. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und sprang.
Mein Sprung war sicher nicht der eleganteste und im Nachhinein erfuhr ich, dass sich meine Schreie anhörten wie die eines kleinen Mädchens, aber ich hatte es getan und werde es nie bereuen, es getan zu haben.
Bungee- und Fallschirmsprung: Check!
Adrenalin kann die Zuckerwerte ganz schön durcheinanderbringen. Die Erfahrung hat auch Nadja gemacht – im Freizeitpark! Lest davon hier: Mit dem Diabetes im Freizeitpark
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Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂



