- Aus der Community
Bilges großer Traum vom Kilimandscharo – Teil 1
4 Minuten

Name: Bilge Özyurt (im Bild rechts, links ihre Freundin und Reisepartnerin Mona)
Alter: 28 Jahre
Wohnort: Friedrichshafen
Beruf: Krankenschwester; ab 9/2020: Studium „Communication, Culture & Management“, mit dem Ziel, im Bereich Motorsport zu arbeiten
Diabetes seit: 5 Jahren; Omnipod-Patchpumpe und CGM-System Dexcom G6
Und jetzt? denkt über neue Abenteuer nach, „aber es steht noch nichts fest“
Instagram: www.instagram.com/bilge_ou
Kontakt: bilge.oezyurt@googlemail.com
2016 saß ich im Büro von Professor Dr. Haak, Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim, und habe ihm von meinem Traum erzählt: einmal den Kilimandscharo besteigen, also das mit fast 6000 Metern höchste Bergmassiv Afrikas. Wer hätte gedacht, dass die Verwirklichung meines Traumes ganze vier Jahre auf sich warten lassen würde?
Ende 2017 bin ich von Bad Mergentheim nach Friedrichshafen am Bodensee gezogen. Der Gedanke an den Kilimandscharo hat mich auch dort immer wieder eingeholt. Oft sogar in meinen Träumen, und ich wusste: Wenn ich nicht versuchen würde, den Berg zu besteigen, würde mich der Gedanke daran weiter verfolgen – und zwar mit dem bitteren Nachgeschmack von Reue. Und etwas zu bereuen, ist für mich eines der schlimmsten Gefühle auf Erden.
Da ich lange auf einer Krebsstation gearbeitet habe und dort viel mit Menschen am Ende ihres Lebens zu tun hatte, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie schrecklich Reue ist: Die Sterbephase ist noch schrecklicher, wenn Menschen etwas stark bereuen. Das hat mich schockiert. Keiner dieser Menschen hat je von seinem Haus oder Auto gesprochen, sondern es bereut, nicht öfter gereist zu sein, nicht mehr Zeit mit der Familie verbracht, nicht weniger gearbeitet zu haben … So möchte ich nicht enden.
So haben wir uns vorbereitet
Meine Freundin Mona und ich haben die Reise nach Afrika ein Jahr im Voraus, also schon im Januar 2019, beim Deutschen Alpenverein (DAV) gebucht. So konnten wir uns körperlich auf den anstrengenden Aufstieg vorbereiten und die nötige Ausrüstung besorgen.
Was den Diabetes angeht, dachte ich, dass mir mein Diabetologe sicherlich die nötigen Informationen geben würde. Das hat sich als falsch herausgestellt. Warum? Weil ich nicht mehr Patientin in der Diabetesklinik Mergentheim war. Dort beschäftigt man sich ausschließlich mit Diabetes, und das rund um die Uhr. Ich habe das für die Norm gehalten; den vielen Patienten mit außergewöhnlichen Träumen konnte dort immer geholfen werden. Es hat sich herausgestellt, dass das eben nicht die Norm ist …
Mit der Einstellung, dass das ja schon irgendwie klappen wird, hatte ich bis dahin immer alles ganz locker genommen. Aber jetzt habe ich innerlich Panik bekommen: Was mache ich bloß auf dem Berg, wenn mein Insulin gefriert oder es tagsüber so heiß ist, dass es denaturiert? Was mache ich, wenn die Glukosemessungen in dieser Höhe nicht funktionieren? Aber ich hatte ja als Krankenschwester medizinisches Hintergrundwissen.
Außerdem habe ich meine liebe Freundin und ehemalige Kollegin Janina, die noch in Bad Mergentheim arbeitet, darauf angesetzt, mit ein paar Ärzten dort zu sprechen. Direkt an Professor Haak wollte ich mich nicht wenden – ich wollte mich doch erst nach meinem Abenteuer wieder bei ihm melden und ihm sagen können, dass ich es bis auf den Kilimandscharo geschafft hatte! Ich habe noch Ulrike Thurm angeschrieben, die Autorin der „Diabetes- und Sportfibel“, und auch Dr. Astrid Tombeck, Diabetesberaterin in der Bad Mergentheimer Klinik.
Ende Dezember 2019: Wir reisen an
Mein ganzer Rucksack war voll mit dem teuren Schlafsack, mit Trockenfrüchten und Datteln. Ich konnte nicht einschätzen, wie viel davon ich brauchen würde. Zudem hatte ich mir Honig in Beuteln bestellt, was sich später als Riesenfehler herausstellen würde, da ich eine Bienenallergie habe und mich im Regenwald die Bienen nicht in Ruhe gelassen haben. Am Frankfurter Flughafen habe ich Mona getroffen, meine Freundin und Reisepartnerin.
In Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, haben wir Mia kennengelernt, eine Ärztin, die auch den Kilimandscharo besteigen wollte, außerdem Erich, einen Investmentbanker. Irgendwann hat mich Mia auf meine Insulinpumpe angesprochen. Und da habe ich mich zum ersten Mal dafür geschämt, nicht gesund zu sein und Diabetes zu haben. Ich hatte ständig das Gefühl, alle beruhigen zu müssen, dass das gut gehen wird mit dem Glukosesensor und der Insulinpumpe.
Von Addis Abeba sind wir weitergeflogen zum Kilimandscharo Airport in Tansania. Ich kann mich noch erinnern, wie mich dort eine Hitzewelle fast umgehauen hat. Es war so heiß und schwül, dass ich kaum atmen konnte, und ich dachte nur: „Toll, wie soll mein Insulin hier überleben?“
Dort haben wir den Rest unserer Gruppe kennengelernt und Ben, unseren Führer. Er ist um die 30 Jahre alt, kann Deutsch und hat uns einige Begriffe auf Swahili, der offiziellen Sprache Tansanias, beigebracht: Hakuna Matata – „Mach dir keine Sorgen“, Pole pole – „langsam“ und Jambo – „Hallo“.

Was ich witzig fand: Charlotte, eine aus der Gruppe, dachte, dass meine Omnipod-Patch-Pumpe eine Art Malariaschutz ist und irgendetwas absondert, was die Moskitos fernhält. Das habe ich natürlich aufgeklärt 😉
In der Nacht konnte ich nicht gut schlafen. Auch wegen meines Diabetes war ich sehr aufgeregt und habe gebetet, dass mein Insulin das alles aushält. Am nächsten Morgen habe ich zum vorerst letzten Mal geduscht – ohne warmes Wasser. Und dann ging es los… aber davon erzähle ich euch im nächsten Teil!
Hier geht’s zu Teil 2 von Bilges Kilimandscharo-Abenteuer.
Reisen mit Diabetes? Da hat auch Sara Erfahrungen gemacht: Mein Diabetes und seine Abenteuer
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
