- Diabetes-Grundwissen
Mit dem FreeStyle Libre durch den Sommer
4 Minuten

Seit November 2014 trage und genieße ich das FreeStyle Libre und seine Vorzüge. Im März 2015 kam dann der mylife OmniPod dazu, für mich und meinen Alltag die perfekte Kombi. Schnell, unauffällig, problemlos und flexibel. Zumal ich weder Hautprobleme durch die Pflaster bekam noch mir das FreeStyle Libre merkwürdige Werte anzeigte. Es passte einfach alles und ich war echt froh, weil auch mein HbA1c es mir dankte.
Egal ob beim Skifahren, beim Geschäftsessen oder in der Sauna: „Omnilibre“, wie ich die beiden nenne, bestand jede Prüfung mit Bravour. Wobei der Kleber des mylife OmniPod bei weitem nicht mit dem des FreeStyle Libre mithalten konnte – in der Sauna merkte man schon, dass der Pod kurz vor dem Abfallen war, was mit dem Libre nie passiert ist. Das Ding hält einfach bombenfest (was ja auch die große Mehrzahl der User immer wieder bestätigt).
Der Sommer kam mit großen Schritten
Dann kamen die ersten heißen Tage des Jahres und prompt fingen die Probleme an. Die Werte wurden regelmäßig nach ungefähr zwei Tagen Tragedauer der Pods massiv schlechter. Es war, als ob kein Insulin mehr im Körper ankommt. Begleitet wurde dies von einem leichten Kratzen und Stechen des Pods, was mir aber zu Beginn nicht wirklich auffiel. Es war aber nicht wirklich lustig, mit Werten jenseits der 250 mg/dl (13,9 mmol/l) (und teilweise noch höher) zu kämpfen, vor allem, wenn ich unterwegs war. Zu Hause war das nicht ganz so problematisch, da hatte ich einen Pen zur Hand, mit dem ich notfalls nachspritzen konnte. Aber unterwegs brachte mich das zeitweise zur Verzweiflung und ich konnte mir das Phänomen auch nicht wirklich erklären. Lag es an mir (Verhärtungen, Undurchlässigkeit) oder am Pod (abgeknickter Schlauch, defekte Pumpe)? Die Hotline half mit Ersatzpods, konnte aber zur Lösung des eigentlichen Problems auch nichts beitragen. Ich fragte nach Erfahrungen mit anderen Kunden (bin ja nicht der Einzige), aber so richtig rausrücken wollte man nicht. Da ich jedoch viel mit Diabetikern zusammenarbeite, startete ich einfach eine kleine Umfrage unter meinen Kunden und erfuhr, dass einige die gleichen Probleme hatten, andere jedoch völlig komplikationslos durch den Sommer kamen.
Natürlich war nicht jeder Tag so katastrophal. Das wäre ja viel zu einfach. Wenn es draußen heiß ist, benötigt der Körper normalerweise weniger Insulin. Das ist auch bei mir so und ich hatte wunderbare Tage, an denen ich die Pumpe komplett hätte ausschalten können, weil ich durch Bewegung und die Hitze fast gar kein Insulin brauchte. Dann kam wieder so eine Phase, in der der Pod nicht so richtig arbeiten wollte, und ich musste jede Menge nachspritzen.
An einem Wochenende in der Eifel mit Zelten, Schwimmen und Klettern fiel dann der erste Pod einfach ab. Ich hatte leider (bzw. dummerweise) keinen Ersatzpod dabei, musste also für zwei Tage auf DailyDose zurückgreifen. Die Dinger sind zwar echt pfiffig, aber unheimlich schwer zu dosieren – man schießt oft mit Kanonen auf Spatzen.
Große Unterschiede zwischen Pod und Libre
Nach der Rückkehr von diesem Wochenende schwor ich mir, immer ausreichend Ersatzpods mitzunehmen. Und ich begann, mich mit alternativen Befestigungsmethoden zu befassen. Zunächst probierte ich „Fixomull Transparent“. Das hielt beim Schwimmen keine zehn Minuten. Dann kam SkinTac zum Einsatz – zwar teuer, aber effektiv. Damit konnte ich zumindest wieder ins Wasser, ohne immer auf den Pod achten zu müssen. Aber so richtig optimal ist auch das nicht – sobald ich mal etwas ambitionierter schwimme, fängt auch hier der Pod an, sich zu lösen.
Übrigens: Meine Erfahrungen mit dem FreeStyle Libre waren den ganzen Sommer über absolut positiv – das Ding hielt alles aus, was ich ihm antat. Aber mit steigenden Temperaturen stellten sich tatsächlich unschöne Hautreaktionen ein, die leider nur sehr langsam wieder verschwinden. Es juckt nicht, es stört nicht, aber es sieht eben komisch aus, wenn man rote Kreise auf dem Arm hat. Offenbar habe ich aber noch Glück, denn bei anderen Libre-Trägern kam es zu wirklich massiven Reaktionen mit Juckreiz und Ausschlägen. Aber hier gilt ganz klar: Die große Mehrheit hat keinerlei Probleme und ist sehr zufrieden.
Dann kam die erste Heißwetterphase mit Temperaturen über 36 Grad Celsius über mehrere Tage. Der erste Pod fiel nach eineinhalb Tagen einfach ab. Der zweite auch. Ich musste nicht mal viel dafür tun, ein wenig Sport genügte. Offenbar ist meine Haut nicht für den Kleber gemacht, den Ypsomed da verwendet.
Dummerweise entsorgte ich die abgefallenen Pods wie üblich in die dafür vorgesehene Pappkiste, ohne sie gesondert zu kennzeichnen, und wollte sie nach der Rückkehr aus dem Urlaub gesammelt reklamieren. Ein großer Fehler: Ypsomed weigerte sich, sie zu ersetzen, da ich die Seriennummern der abgefallenen Pods nicht mehr wusste. In Zukunft solle ich bitte jeden Pod einzeln reklamieren. O.k., wieder was gelernt.
Die Moral von der Geschicht: Pod und Wasser verträgt sich (bei mir) nicht
Das Problem mit der schlecht arbeitenden Pumpe hat sich inzwischen erledigt – das war wohl wirklich nur eine Charge der Pods und ich hoffe, dass sich das so schnell nicht wiederholt. Schwimmen gehe ich inzwischen nur noch mit komplett verklebtem Pod oder eben ohne Pod (das richte ich mir dann mit den Wechselzeiten ein). Und die Hautreaktionen des Libre gehen hoffentlich im Herbst wieder weg, wenn die Temperaturen sich wieder normalisieren. Aber es nervt schon, ständig schauen zu müssen, ob alles noch an seinem Platz sitzt und richtig arbeitet. Für den nächsten Sommer habe ich mir fest vorgenommen, besser vorbereitet zu sein und einige Fehler nicht mehr zu machen. Auf jeden Fall folgt im Herbst eine genauere Analyse meiner Erfahrungen.
Hier kommt ihr zum nächsten Teil von Christians „Motivation monatlich“: Wenn alle Menschen Diabetes hätten…
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 6 Tagen, 16 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 6 Tagen, 23 Stunden
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 6 Tagen, 16 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 6 Tagen, 15 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 6 Tagen, 14 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 6 Tagen, 13 Stunden
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 5 Tagen, 19 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 5 Tagen, 5 Stunden
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jasminj antwortete vor 5 Tagen, 4 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂