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DAS LEBEN IM ZENTRUM FÜR JUGENDLICHE DIABETIKER LÜDENSCHEID – TEIL #5
3 Minuten
In den letzten Beiträgen habe ich viel über Verpflichtungen für die Bewohner erzählt. Wie in einer großen Familie müssen natürlich Regeln eingehalten werden – sonst würde das Zusammenleben auch einfach nicht funktionieren.
Trotzdem kommt der Spaß im Zentrum nicht zu kurz. An den Feiertagen wird im Zentrum immer groß gebruncht. Alle, die Lust haben und nicht nach Hause zu den Eltern gefahren sind, kommen im Foyer zusammen. Es wird gegessen, getrunken, es werden Lieder vorgetragen und kleine Reden gehalten.

Urkunden für tolles Engagement, HbA1c-Werte und, und, und
Zu Weihnachten gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt. Mit Bratwurst, Punsch und Kartoffelpuffern – eben mit allem, was dazugehört. Die Bewohner und Betreuer packen immer fleißig mit an – und so ist das Zentrum zu den verschiedenen Jahreszeiten auch immer passend dekoriert. An Nikolaus und Weihnachten dürfen auch kleine Geschenke nicht fehlen – jeder Bewohner darf sich etwas für einen bestimmten Betrag wünschen.
Wenn alle zu den Feiertagen zusammenkommen, werden außerdem Urkunden verteilt. Betreuer und Berater sind immer wieder stolz auf die Entwicklung ihrer Schützlinge und ihre Leistungen sollen auch honoriert werden. Urkunden für tolles Engagement, für verbesserte HbA1c-Werte, für besondere Anstrengungen, den Schulabschluss und vieles mehr werden gerne an die Bewohner überreicht.
Reisen, Bowlingspielen und „das perfekte Dinner“
Die Wohngruppen selbst veranstalten auch hin und wieder kleine Aktionen. Während meiner Zeit im Zentrum wurden nicht nur die Gruppen umgestaltet, wir haben auch „das perfekte Dinner“ nachgestellt und so mit eigens gekochten Menüs und einer Jurywertung um den Titel als beste Gruppe gerungen.
Wann immer das Budget und die Zeit es zulassen, fahren die Gruppen auch auf kleine Tagesausflüge oder in kleine Urlaube. Das Phantasialand, Bowlingspiele, der Starlight Express, Reisen in die Center Parcs, nach Dänemark und Spanien sind nur einige Ziele, die die Bewohner des Zentrums besucht haben.

Ein besonderes Highlight im Sommer jeden Jahres ist die Aggerfreizeit. Die Agger ist eine große Talsperre, an der ein Campingplatz liegt. Während des 5-tägigen Trips haben sowohl die Betreuer als auch die Bewohner immer einen riesigen Spaß. Stundenlanges Schwimmen, Kanutouren, Spiele, eine Rallye, Grillen, Tischtennis und vieles mehr halten alle den ganzen Tag auf Trab. Abends sitzen dann alle gemütlich bei Stockbrot und Lagerfeuer zusammen und es wird viel gelacht und erzählt, bevor alle in ihre Zelte kriechen.

Aktionen für Familien und Interessierte
Natürlich gibt es auch immer wieder Aktionen für die Familien der Jugendlichen und Interessierte. Der Tag der offenen Tür wird von Jahr zu Jahr größer und generell kommen mehr Veranstaltungen dazu. 2014 fand der erste Diabetiker-Tag im Zentrum statt: Mit Aktionen durch die Wohngruppen, Vorträgen von Ärzten und Fachpersonal und einer kleinen Messe in der hauseigenen Sporthalle hat das Zentrum eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt, die bald wiederholt wird.
Vertreten auf Messen, beim Firmenlauf und Stadtfesten
Auch auf Messen ist das Zentrum immer vertreten – oft kommen ein oder zwei Bewohner mit, um Interessierten Rede und Antwort stehen zu können und sich gleichzeitig an den Ständen der Aussteller selbst informieren zu können.

In Lüdenscheid ist das Zentrum für jugendliche Diabetiker ohnehin bekannt. Beim AOK-Firmenlauf ist immer eine große Gruppe Bewohner und Betreuer vertreten und auch beim alljährlichen Stadtfest hat das Zentrum einen festen Stand – die selbstgebackenen Waffeln kommen immer gut an 😉
Auf größere oder kleinere Wünsche der einzelnen Jugendlichen geht das Zentrum gerne ein. So gibt es ab und an Kinogutscheine oder Eintrittskarten für das große Erlebnisbad AquaMagis, die das Zentrum durch Sponsoren für seine Schützlinge erhält. So sind auch die Wochenenden gesichert.
Ihr seht also: Das Leben im Zentrum für jugendliche Diabetiker kann anstrengend sein – schließlich sind die Jugendlichen nicht ohne Grund dort. Die Betreuer bemühen sich aber ständig, so viel Spaß und Abwechslung wie möglich in den Alltag zu bringen und den Diabetes auch mal hintanzustellen.

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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 3 Tagen, 8 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 3 Tagen, 7 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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